Alexandra Marinina – Tod und ein bisschen Liebe

Klappentext:
Eigentlich wollte Anastasija Kamenskaja ihre Flitterwochen genießen, nachdem sie endlich zugestimmt hat, ihren langjährigen Lebensgefährten Ljoscha zu heiraten.
Doch am Tag ihrer Hochzeit erhält sie einen anonymen Brief: Tu das nicht. Du wirst es bereuen? Anastasija muss annehmen, dass dieser Brief von einem mutmaßlichen Vergewaltiger stammt, dessen falsches Alibi sie aufgedeckt hat. Und als im Standesamt kurz nach ihrer Eheschließung mit Ljoscha eine Braut erschossen wird, glaubt sie zunächst, der Anschlag habe ihr gegolten. In einem anderen Moskauer Standesamt wird jedoch eine weitere Braut erschossen. Und es stellt sich bald heraus, dass schon viele Frauen kurz vor ihrer Hochzeit mysteriöse Briefe erhielten…
Kriminalistin durch und durch, schiebt Anastasija ihren geplanten Honeymoon auf und macht sich daran, die Hintergründe dieses mörderischen Hasses auf angehende junge Ehefrauen zu ergründen.

Erste Meinung:
Vor einiger Zeit habe ich mit der Reihe um die Fall-Auswerterin Anastasija Kamenskaja begonnen und nun habe ich mir mal wieder einen Teil der Reihe geschnappt. Anastasija, von allen nur Nastja genannt, ist eine eigenwillige Person, sie macht sich nichts aus Mode, Kosmetik und ist auch zu faul um zu kochen. So ungewöhnlich wie sie im privaten beschrieben ist, so ungewöhnlich ist sie auch auf der Arbeit. Sie ist nicht im Außeneinsatz tätig, sondern untersucht die Akten, Berichte und schließt daraus ihre Schlüsse.
Im gegenwärtigen Fall ermittelt sie sogar während ihrer Flitterwochen, worüber sich ihr Mann Ljoscha nun schon gar nicht mehr wundert.
Alexandra Marinina hat mit der Kamenskaja eine interessante Figur geschaffen. Neben der Hauptfigur hat sie auch die Nebencharaktere besonders gut gezeichnet, den ewig grießgrämigen Spurensicher, die Kollegen entweder nörgelnd oder freundlich.
Meiner Meinung nach kann man die russischen Krimis nicht mit den amerikanischen bzw. skandinavischen Krimis vergleichen. Sind amerikanische Krimis oft sehr gewalttätig beschrieben oder die skandinavischen nachdenklich und sozialkritisch, so sind die Krimis von Marinina mehr solide Ermittlungsarbeit.

Erster Satz: “Der Arbeitstag neigte sich unaufhaltsam seinem Ende zu, aber Anastasija Kamenskaja gelang es einfach nicht, ihren Schreibtisch in Ordnung zu bringen, den Wust ihrer Papiere und Unterlagen zu ordnen.”

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