[Kolumne] Ab und an muss ein neues Genre sein oder ist Science Fiction etwas für mich?

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Es gibt Genre oder Autoren um die mache ich einen großen Bogen, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie etwas für mich ist. Aber dann gibt es immer wieder die Momente und Begebenheiten, die mich dann über meinen Tellerrand heraus schauen lassen. „[Kolumne] Ab und an muss ein neues Genre sein oder ist Science Fiction etwas für mich?“ weiterlesen

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[Buchbesprechung] Barbara Tuchman – August 1914

u1_978-3-596-19734-7_august1914Klappentext von der Verlagsseite:

Der Klassiker der zweifachen Pulitzer-Preisträgerin 

In ihrem bekanntesten Buch verzeichnet Barabara Tuchman, die Grande-Dame der amerikanischen Geschichtsschreibung, all die Fehleinschätzungen und Verblendungen, mit denen die Staatsmänner und Generäle in den Ersten Weltkrieg marschierten. Barbara Tuchman schreibt an den Fakten und Dokumenten entlang und kommt zu der unwiderlegbaren Feststellung, soweit es sich um den Ersten Weltkrieg handelt: Wer sich auf den Krieg als politisches Mittel einläßt, kommt darin um. In Europa gingen, nach dem berühmten Diktum, im August 1914 die Lichter aus. Ein grandioses Stück narrativer Geschichtsschreibung, das nach wie vor als der Klassiker zur Geschichte des Ersten Weltkriegs gilt.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Barbara Tuchman (1912-1989) war eine amerikanische Historikerin und Bestsellerautorin. Für ihr Buch »August 1914« wurde sie mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Ihre Werke gelten als moderene Klassiker der erzählenden Geschichtsschreibung. Weitere Bücher der Autorin im FISCHER Taschenbuch: »Bibel und Schwert.« (Bd. 15265), »Der erste Salut« (Bd. 15264), »Die Torheit der Regierenden« (Bd. 15394).

Erster Satz:

Die neun Majestäten, die an dem Maimorgen des Jahres 1910 hoch zu Roß dem Sarge Eduards VII. von England folgten, boten ein so überwältigendes Bild, daß ein Seufzer der Bewunderung durch die schwarzgekleidete Menge ging, die sich in ehrfurchtvolles Schweigen drängte.

Aufbau:

Das 528 Seiten umfassende “August 1914” ist in drei große Themen (Pläne, Kriegsausbruch, Kämpfe) mit 21 Kapiteln aufgeteilt. Voran gestellt ist noch das Kapitel “Begräbnis”, dass so etwas wie den Prolog bildet. Weiterhin gibt es einen Anhang mit Literaturverzeichnis, Karten, Anmerkungen, Namens- und Sachregister.

Meinung:

Barbara Tuchman berichtet gekonnt von den Vorbereitungen zum ersten Weltkrieg und es wird auch besonders deutlich, wie verblendet und mit wie viel Fehleinschätzungen die Generäle und Staatsmänner Europas in den ersten Weltkrieg zogen. Alle davon überzeugt jeweils das Beste für ihr Land herauszuholen. Was für eine Fehleinschätzung!

Es war der erste große Krieg auf Europas Boden im 20. Jahrhundert und es sollte nicht der letzte sein. Falsche Loyalität, Bündnisse und Großmannsucht führten ins Verderben. Barbara Tuchman gelingt es durch die Analyse von Dokumenten dem Leser nicht nur die ersten 30 Tage des Krieges darzustellen, sondern auch den Weg dahin. Sie zeigt dabei die Fehler auf und auch die Möglichkeiten, die es durchaus gegeben hat, diesen Krieg zu verhindern.

Sie berichtet detailreich und umfangreich sowohl von dem raschen Vorstoß des deutschen Militärs, den Gegenangriff Frankreichs, dem Kriegseintritts Russlands. Dabei beleuchtet sie alle vier Akteure genau. Man erlebt Ausschnitte aus Kabinettssitzungen der Briten mit, Diskussionen bei den Franzosen und dem Irrglauben  eines jeden Einzelnen, einen schnellen Sieg zu erringen. Manche Szenen sind mir zu ausführlich beschrieben, denn sie seziert die 30 Tage bis ins kleinste. Andere Dinge hat sie hingegen auch sehr spannend berichtet. Vor allem gelingt ihr eins, den Irrsinn der Zeit festzuhalten und dies mit historischen Fakten belegt. Einiges habe ich nachgeschlagen und ich bin durch das Buch besser informiert worden über den Beginn des 1. Weltkriegs und seinem Entstehen als durch manchen Geschichtsunterricht an der Schule.

Fazit

“August 1914” beginnt mit dem Begräbnis von König Eduard VII und endet mit der Marne-Schlacht. Ein gut recherchiertes Buch über die Entstehung und den Beginn des Ersten Weltkriegs.

Buchinfo:
Barbara Tuchman – August 1914
Taschenbuch 528 Seiten
Fischer 2014
ISBN-13: 978-3596197347
Preis: 12,99 €

Bewertung:

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[Lesenacht] Büchertreff April 2015

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Jeden ersten Samstag Abend im Monat ist es soweit – die Büchertreff-Lesenacht. Immer um 20 Uhr treffen sich lesebegeisterte Büchertreffler im Forum und lesen gemeinsam ihre Bücher und tauschen sich untereinander aus.
Für mich ist dies mittlerweile schon eine lieb gewonnene Institution, die ich mir nicht entgehen lasse, so auch diesen Abend. Die gesamte Woche habe ich schon überlegt, welches Buch ich lesen soll. Soll ich ein begonnenes weiter lesen oder doch ein neues speziell für die Lesenacht beginne. Schließlich habe ich mich heute entschieden und werde ein neues beginnen, wie es für mich zur Gewohnheit geworden ist. Lesen werde ich dieses hier:
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Klappentext von der Verlagsseite:

Der Zarenhof in St. Petersburg ist die prunkvolle Kulisse von Petra Durst-Bennings bewegendem neuen Roman. Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplomatie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg.
Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Ein ergreifender Roman über die Liebe und das Leben – und über eine junge Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihr Glück findet.

Heute Abend werde ich dann auch immer etwas zum Buch hier schreiben und euch meine Eindrücke vermitteln. Auch darüber, ob ich wieder Bücher für meine Wunschliste gefunden habe, denn dies war bisher bei fast jeder Lesenacht der Fall. Wir lesen uns also heute Abend wieder! Bis dann!

 20.41 Uhr

“Die Zarentochter” ist mein erstes Buch von ihr und wenn es mir gefällt werde ich mich nach anderen Büchern von ihr umschauen. Die “Jahrhundertwinde”-Trilogie steht allerdings schon auf meiner Wunschliste.
Den Prolog habe ich bereits gelesen und es wie das Eintauchen in eine andere Welt. Viele Infos über die Romanow-Familie habe ich nicht und so werde ich heute Abend öfters auch im Netz stöbern um mich besser zu informieren. Aber der Stil gefällt mir schon einmal sehr und ich hatte direkt das Gefühl im Winterpalast zu sein.

21.12 Uhr

Jetzt habe ich mich erst einmal mit den Romanows auseinander gesetzt und es gibt zwei Zweige. Olga Nikoljewna Romanow (1822-1892) um die es in diesem Buch geht ist die zweite Tochter des Zaren Nikolaus I (1796-1855) und stammt aus dem Zweig Romanow-Holstein-Gottorp aus dem auch Katharina, die Große stammt.
Das erste Kapitel habe ich nun auch gelesen und Olga ist nun 11 Jahre alt und hat noch vier jüngere Geschwister bekommen. Einen ersten Kontakt hat sie auch mit der einfach Bevölkerung schon bekommen und ist erstaunt darüber, dass sie so anders leben als sie und ihre Familie. Ihre Mutter ist davon nicht begeistert.

22.40 Uhr

Vier Kapitel habe ich bis jetzt gelesen und ich bin richtig gut in die Geschichte rein gekommen. Vor allem Olga gefällt mir. Sie kann Recht und Unrecht unterscheiden und versucht auch so zu handeln. Im Gegensatz steht dazu ihre Schwester Maria, die ist eine Plage. Arrogant, aber sie weiß sich durchzusetzen. Allerlei Blödsinn hat sie auch im Kopf und die Szene mit dem Pferd des Zaren zeigt mal wieder ihre Unreife. Kaum zu glauben, dass Maria die ältere der beiden Schwestern ist.
Petra Durst-Benning zeigt auch gekonnt den Unterschied zwischen den Leibeigenen und der Zarenfamilie auf. So konnten sich die Zarenfamilie für Olga einen Arzt leisten als sie krank wurde, die Leibeigenen hatten so wenig, dass sie mit Mühe ihre Kinder durchbrachten, aber wenn eins krank wurde, war kein Geld für den Arzt da. Kein Wunder dass sie für ihre Freiheit kämpften.

22.55 Uhr

Jetzt muss ich doch noch mal schreiben. Es gibt ein wundervolles Zitat im Buch, vermutlich von Petra Durst-Benning, Charlotte Duncker, der Gouvernante von Olga Nikoljewna Romanow, in den Mund gelegt, der sehr gut den Unterschied der beiden Schwestern darstellt:

Tiefe wirst du bei ihr vergeblich suchen.Vielleicht fällt dir das nur auf, weil du dich verändert hast. (Petra Durst-Benning: Die Zarentochter, Ullstein-Verlag, 2010, S.53)

Olga hat sich auch verändert, denn sie hat im 1834 die “Armenweihnacht” von ihrer Mutter übernommen. Die war in der Zwischenzeit mit Maria in Berlin um diese in die Gesellschaft einzuführen. Maria gefällt dies, aber Olga ist das zu oberflächlich.

00.47 Uhr

72 Seiten habe ich Leseschnecke heute Abend gelesen und ich liebe dieses Buch. Olga ist mir richtig ans Herz gewachsen und Maria, die kleine Intrigantin geht mir gehörig auf den Keks. Entweder ist sie so doof oder sie denkt einfach nicht über ihr Handeln nach. Jedenfalls ist Olgas Gouvernante entlassen worden und nun hat sie eine andere. Mit der kommt sie nicht klar und daher bekommt sie nun eine Hofdame. Das nenne ich mal Fortschritt, denn aus dem Alter für eine Gouvernante ist sie nun heraus.

01.37 Uhr

Olga hat sich nun an ihre neue Hofdame gewöhnt. Allerdings war es ein langer Weg, denn die junge Dame wollte Anna einfach nicht mögen. So sehr hing sie noch an Charlotte. Aber nach dem Anna auf sehr gutem Wege, wie ich es finde, ihr begreiflich gemacht hat, dass sie nur dann das machen kann, was sie will, wenn sie Macht hat, ist Olga aufgetaut.

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[Leseliste] April 2015

buecher1Da es mit der Leseliste im vergangenem Jahr so gut funktioniert hat, werde ich es auch in diesem Jahr beibehalten. Wie auch im letzten Jahr nehme ich wieder an zahlreichen Challenges teil und die Bücher dazu werden auch hier vorgestellt. Die Anzahl der Bücher wird in jedem Monat wohl variieren und es kann auch vorkommen, dass ich ein paar im Laufe des Monats austauschen werde. Aber dennoch hoffe ich, dass ich mich zumindest etwas an die Leseliste halten werde. Dabei steht jedoch das Lesen und die Freude an den Büchern im Vordergrund und nicht der Zwang sie unbedingt lesen zu müssen.

daslichtderphantasieKlappentext von der Verlagsseite:

Rincewind wird zum Retter der Welt.

Ein Fichtenstamm bewahrt den ungeschickten Rincewind vor dem Absturz vom Rand der Scheibenwelt. Der Zauberer findet sich in einem von intelligenten Bäumen bevölkerten Wald wieder und trifft erneut auf den Touristen Zweiblum. Währenddessen droht der Planet von einem roten Stern verschlungen zu werden. Nur ein Zauberspruch kann die Scheibenwelt noch retten, doch der befindet sich ausgerechnet in Rincewinds Kopf …

Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield, England, erfand in den Achtzigerjahren eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht, und hatte damit einen schier unglaublichen Erfolg: Ein Prozent aller in Großbritannien verkauften Bücher sind Scheibenweltromane. Jeder achte Deutsche besitzt ein Pratchett-Buch. Bei Piper liegen der erste Scheibenweltroman »Die Farben der Magie« sowie die frühen Bände um Rincewind, Gevatter Tod, die Hexen und die Wachen vor – Meisterwerke, die unter den Fans einhellig als nach wie vor unerreicht gelten. Terry Pratchett erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den »World Fantasy Lifetime Achievement Award« 2010. Zuletzt lebte der Autor in einem Anwesen in Broad Chalke in der Grafschaft Wiltshire, wo er am 12. März 2015 verstarb.

auftreuundglaubenKlappentext von der Verlagsseite:

Venedig kann sehr heiß sein: Im Sommer fliehen die Venezianer aus der stickigen Lagunenstadt. Doch aus Ferien in den kühlen Bergen wird für Commissario Brunetti nichts. Dafür sorgen eine Leiche und dubiose Machenschaften am Tribunale.

Ferragosto in Venedig: Commissario Brunetti will mit seiner Familie nach Südtirol in die Berge fahren. Er ist ferienreif, will unter dem Federbett verschwinden und Geschichtsbücher lesen. Für einen Moment scheint auch das Verbrechen eine Auszeit zu nehmen, nur zwei Leute bitten ihn um einen Freundschaftsdienst: Brusca macht sich Gedanken um unerledigte Gerichtsakten, Vianello um die eigene Tante. Aus heiterem Himmel ist Zia Anita dabei, das Familienvermögen durchzubringen. Vianello fürchtet, sie stehe unter dem Einfluss eines gefährlichen Betrügers. Durch welche Kanäle fließt das Geld? Brunetti will das nach den Ferien aufklären und sitzt schon im Zug – da gibt es einen Toten. Ein Mordfall, der den Commissario in brütender Hitze kreuz und quer durch Venedig führt. Brunetti kämpft gegen Hinterhältigkeit und Scheinheiligkeit, gegen Durchtriebenheit und Korruption. Donna Leons 19. Fall führt in ein Venedig der Scharlatane.

17476_Jaud_Hummeldumm_BS_FIN.inddKlappentext von der Verlagsseite:

Der Bestseller – mit Daumenkino!

»Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.«

Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses »irgendwas« ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.

»Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.«

9783548282787_coverKlappentext von der Verlagsseite:

Der Zarenhof in St. Petersburg ist die prunkvolle Kulisse von Petra Durst-Bennings bewegendem neuen Roman. Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplo-matie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg.
Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Ein ergreifender Roman über die Liebe und das Leben – und über eine junge Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihr Glück findet.

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Eine Geschichte voller Liebe und Weisheit: Das beeindruckendste Jugendbuch des Jahres

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

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[Top Ten Thursday] Eure 10 Highlights aus 2014

Top Ten ThursdayTop Ten Thursday ist von Steffis Bücher Bloggeria initiiert worden und nun habe ich mich entschlossen auch mal teilzunehmen.  Die Aufgabe für heute lautet:

Eure 10 Highlights aus 2014

 Oryxundcrake 9783462045277_breakingnews Die Orangen des Praesidenten von Abbas Khider

Oryx und Crake: Die gute Margaret Atwood hat damit für mich die Dystopie schlechthin geschrieben. Die Stimmung ist zum einen sehr erdrückend, aber den Schreibstil und die Charakterisierung ihrer Protas ist einmalig. Es ist ein richtiges Endzeitszenario mit nur noch wenigen Menschen auf der Erde.

Breaking News: Frank Schätzing hat mir mit diesem Buch den israelisch-palästinensischen Konflikt näher gebracht. Die historischen Fakten zu Israel sind gut recherchiert und was ich genial fand er wertet nicht, sondern erzählt einfach.

Die Orangen der Präsidenten: Abbas Khider beschreibt den Gefängnisaufenthalt eines zu Unrecht inhaftierten jungen Irakers, der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Erschreckend und traurig zu gleich.

diewahrheitüberdenfallharryquebert u1_978-3-8105-1951-1_rosie-projekt 9783550080418_cover

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Joel Dicker hat mich mit dem Buch total begeistert. Die Geschichte war so komplex erzählt, dass man bis zum Ende hin nicht wirklich wusste was passiert ist. Das Buch muss ich unbedingt noch einmal lese.

Das Rosie-Projekt: Selten habe ich während eines Buches so gelacht und den Kopf geschüttelt wie bei Graeme Simsion und seinen Protagonisten Don Tillman, der mit Hilfe eines selbst erdachten Fragebogens eine Ehefrau sucht. Sehr humorvoll und ein traumhaftes Buch.

Darm mit Charme: Guilia Enders erzählt so locker und flockig von unserem Darm, dass hier Lachen einfach vorprogrammiert war. Ein Sachbuch, dass mich sehr begeistert hat.

9783551313331_0_undinmirderunbesiegbaresommer Joyland von Stephen King Der Aussenseiter von Sadie Jones

Und in mir der unbesiegbare Sommer: Steht für alle Jugendbücher des vergangenen Jahres, die ich zum Thema 2. Weltkrieg und Vertreibung gelesen habe. Ruta Sepetys hat die Geschichte um Lina und ihre Familie, die während der Stalinzeit aus Litauen vertrieben wurden und ins Arbeitslager nach Sibirien mussten, packend und eindringlich erzählt.

Joyland: Stephen King hat mich mit diesem Buch in den Bann gezogen. Es nicht unbedingt ein Krimi, obwohl Krimi-Elemente vorkommen, sondern vielmehr ein Roman über das Erwachsenwerden.

Der Außenseiter: Ein super trauriges, aber auch ein tolles Buch über das Sittenbild und Standesdenken der 50er Jahre in England.

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Die Heilerin und der Feuertod:
Ein historischer Roman mit Krimielementen um die junge Aleke, die um 1370 in Braunschweig, versucht ihren Halbbruder aus dem Kerker zu bekommen. Die Geschichte wurde gekonnt in das Zeitgeschehen zur zweiten Schicht in Braunschweig eingefügt.

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Aktion – Gemeinsam Lesen #73

gemeinsam_lesenDienstag und es ist damit Zeit für Asaviels Aktion “Gemeinsam Lesen” .

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Gerade lese ich “August 1914” von Barbara Tuchman und bin auf Seite 110.

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2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Im Safe des Herrn von Below-Saleske, des deutschen Botschafters in Brüssel, lag ein versiegelter Umschlag, der ihm am 29. Juli von einem Sonderkurier aus Berlin gebracht und mit dem Befehl übergeben worden war, ihn “erst zu öffnen, wenn Sie telegraphisch von hier aus dazu angewiesen werden”.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

“August 1914” beschreibt den ersten Monat des 1. Weltkriegs. Barbara Tuchman zeigt den Weg bis dahin auf und zeichnet in einer erzählenden Geschichtsschreibung auch jenen ersten Monat des Krieges auf. Bisher gefällt mir ihr Tonfall sehr gut, sie zeigt nüchtern die Fehler von England, Frankreich, Russland und Deutschland auf, und auch das der Krieg verhindert hätte werden können. Aber auch das niemand von Beginn an mit offenen Karten gespielt hat und ein Abwägen auf allen Seiten da war. Mir kommt es fast so vor, als ob sie alle doch noch überrascht waren, dass es los ging, obwohl sie alle schon Jahre darauf hingearbeitet hatten.

4. Kommen in deinem aktuellen Buch Tiere vor? Wenn ja, welche und haben sie eine besondere Rolle? Wenn nein, welches Tier würdest du gerne hineindichten, wenn du der Autor wärest?

Bisher kommen die Pferde nur als Reittiere vor. Aber ich meine mich zu erinnern, dass sie im 1. Weltkrieg mit in den Krieg gezogen sind.

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Leseliste Juli 2014

buecher1Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, dass ich euch zu Beginn eines jeden Monats die Bücher vorstelle, die auf meiner Leseliste für den Monat kommen. Da ich an verschiedenen Challenges teilnehme werde ich euch diese auch hier zeigen. Die Anzahl der Bücher wird in jedem Monat wohl variieren und es kann auch vorkommen, dass ich ein paar im Laufe des Monats austauschen werde. Aber dennoch hoffe ich, dass ich mich zumindest etwas an die Leseliste halten werde. Dabei steht jedoch das Lesen und die Freude an den Büchern im Vordergrund und nicht der Zwang sie unbedingt lesen zu müssen.

 

9783462045277_breakingnewsKlappentext von der Verlagsseite:

Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Eine nächtliche Geiselbefreiung endet im Desaster. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance – und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang…

Breaking News ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der zwanziger Jahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung.

Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.

9783551313331_0_undinmirderunbesiegbaresommerKlappentext von der Verlagsseite:

Litauen, Sommer 1941: Die fünfzehnjährige Lina trägt noch ihr Nachthemd, als man sie, ihre Mutter und ihren jüngeren Bruder Jonas abholt. Sie weiß noch nicht, dass die sowjetische Geheimpolizei auch ihren Vater an der Universität verhaftet hat. Und auch nicht, dass sie – wie Zehntausende andere Balten – nach Sibirien deportiert wird. Von einem Tag auf den anderen ist Lina konfrontiert mit unvorstellbarem menschlichen Leid, mit Hunger, Krankheiten und furchtbarer Gewalt. Doch Lina fängt an zu zeichnen, in den Staub, auf jedes kleinste Stück Papier, das sie finden kann. Und sie verliebt sich in Andrius. Lina kämpft um ihr Leben und um das ihrer Familie. Doch wird sie stark genug sein?

singefliegevögleinstirbKlappentext von der Verlagsseite:

Letzte Woche hatte ich noch ein Leben. Einen Job. Einen Freund.
Vor fünf Minuten hatte ich zumindest Hoffnung.
Jetzt habe ich nur noch Angst.

Seit Ina die Leiche einer getöteten Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben mehr und mehr aus dem Ruder. Weil sie ihren Freund Aaron, der wegen der Tat befragt wird, vehement gegen die Anschuldigungen verteidigt, zieht ein riesiger Shitstorm über sie und ihre Familie hinweg. Dann wird sie plötzlich selbst des Mordes verdächtigt. Und zu allem Überfluss taucht wie aus dem Nichts ein Freund von früher auf, der eine alte Schuld einfordert. Bald versinkt Ina in einem Netz aus Lügen und kann niemandem mehr trauen – nicht einmal Aaron.

978-3-499-25989-0_duundichundalldiejahreKlappentext von der Verlagsseite:

Ein Jahr geht zu Ende. Ein neues Leben beginnt.

Seit sie dreizehn war, feierte Nicole Silvester mit ihrem besten Freund Julian. Jahr für Jahr erzählten sie sich ihre Vorsätze und geheimen Wünsche, sie waren der Mittelpunkt jeder Party und immer für einander da. Bis zu jener schicksalshaften Neujahrsnacht …

Seitdem ist Nicoles Leben völlig aus den Fugen geraten: Beruflich steckt sie in einer Sackgasse, ihre Ehe mit Dom kriselt gewaltig und dann taucht Aidan auf, der Mann, der ihr einst das Herz brach. Nicole beschließt: Im neuen Jahr wird sie ihr Leben endlich wieder in die Hand nehmen. Doch wie soll sie das schaffen, wo Julian nicht mehr da ist, um ihr beizustehen?

Gute Geister von Kathryn StockettKlappentext von der Verlagsseite:

Mississippi, 1962: Die junge Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.

Sarabia+Sevillas-bittere-OrangenKlappentext von Booklooker:

Sevilla, 1500. Wie eine einsame Wacht erhebt sich die prächtige Silhouette der Torre del Oro am Ufer des Guadalquivir, um die aus indischen Landen zurückkehrenden Karavellen zu begrüßen. Jubelnd empfängt die Menge die heimkehrenden Seefahrer und lauscht gespannt ihren Erzählungen von der Entdeckung der “Neuen Welt” und ihren Bewohnern: dunkelhäutigen Wesen, die keine Kleidung tragen und kannibalischen Neigungen nachgehen. Als zwei von ihnen – gerade auf die Namen Cristobalillo und Catalina getauft – als Sklaven in Sevilla eintreffen, sind sie zunächst befremdet von den Abfallhaufen und den Elendshütten außerhalb der Stadtmauer. Hat man ihnen die neue Heimat doch als kulturelles Vorbild gepriesen. Und wie sollen sie, die sie überhaupt nicht wissen, was das Wort “Besitz” bedeutet, verstehen, dass sie plötzlich keine freien Menschen mehr sind? Die Wilden treffen auf die Zivilisation – sollte man meinen. Doch die Welt der Eroberer ist längst nicht so kultiviert, wie sie zu sein vorgibt, und hält für die Indios noch so manche Überraschung bereit.

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Er weiß, wo du wohnst. Er kennt deine Familie. Er will dich ganz für sich allein.

Zwei Jahre nach dem Unfalltod ihres Mannes hat Darcy als Reporterin in New York Fuß gefasst. Als sie einer brisanten Mafia-Story auf die Spur kommt, ahnt sie: Das könnte der große Durchbruch werden. Doch dann wird Darcy selbst zur Verfolgten. Mit Anrufen, Mails und Nachstellungen macht ein Stalker ihr und ihrem Sohn das Leben zur Hölle. Als der Verfolger Darcys Treffen mit einem geheimen Informanten filmt und den Clip ins Netz stellt, wird die latente Bedrohung zur tödlichen Gefahr.

978-3-596-80683-6_boyne_gestreifterpyjamaKlappentext von der Verlagsseite:

Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch – so glauben wir – ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.

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Postcrossing April I

Nach dem im März eine Karte von einem Postcrosser aus Polen angekommen war, konnte ich in der ersten Woche im April direkt drei Karten in Empfang nehmen. Darunter eine aus den Niederlanden, Singapur und Russland.

Aus den Niederlanden kam folgende lustige Karte zu mir:

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Aus Singapur bekam eine Karte passend zu Ostern:

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Und folgende schöne Karte gab es aus Russland:

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Anti-Age dem SuB – Januar 2013

Fünf Monate sind nun bei Kermits Challenge vorbei und wie auch in den vergangenen Monaten habe ich den Monat erfolgreich abgeschlossen. Allerdings habe ich dieses Mal nur mein Zufallsgenerator-Buch von Jilliane Hoffman “Mädchenfänger” welches ich hier besprochen habe,von meinem Uralt-SuB befreien können. Und natürlich habe ich heute auch schon ausgelost und das Schicksal ergab:

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Es wurde das Buch mit der Nummer 305 auf der Liste. Tja, und dies wäre ein Folgeband einer Reihe, von der ich den Vorgänger noch nicht gelesen habe und daher habe ich mich dazu entschlossen – nicht noch einmal den Generator entscheiden zu lassen – sondern ganz einfach mit dem fehlenden Folgeband Nr. 303 zu lesen. Die Reihenfolge zur Buchreihe findet ihr übrigens hier. Und hier ist es nun mein Buch für den Januar:

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Klappentext:

In ihrem fünften Fall mischt Anastasija den Geheimdienst auf. Und kommt dabei beinahe unter die Räder. Eine ungewohnte Situation für Anastasija: Sei soll den geheimnisumwitterten Pavel Sauljak, einstiger Mitarbeiter eines verstorbenen hohen Geheimdienst-Offiziers, aus Samara nach Moskau bringen. Anastasija meistert diese unlösbar scheinende Aufgabe mit Bravour, doch danach fangen die Schwierigkeiten erst richtig an.

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RuB-Zuwachs XXXV/2011

Auch in dieser Woche gab es mal wieder neue Bücher für mich. Drei gab es zum Nikolaus und die anderen wurden von meiner Nachbarin aussortiert. Sie wanderten dann natürlich zu mir. So ist mein SuB oder besser gesagt mein RuB mal wieder angewachsen. Generell ist der Dezember für mich immer ein Aufbau-Monat: Bücherflohmarkt der Stadtbücherei, Nikolaus und Weihnachten.  Auf in neue Abenteuer. Die ersten vier sind die aussortierten Bücher:

Und noch die Nikolaus-Bücher:

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Alexandra Marinina – Tod und ein bisschen Liebe

Klappentext:
Eigentlich wollte Anastasija Kamenskaja ihre Flitterwochen genießen, nachdem sie endlich zugestimmt hat, ihren langjährigen Lebensgefährten Ljoscha zu heiraten.
Doch am Tag ihrer Hochzeit erhält sie einen anonymen Brief: Tu das nicht. Du wirst es bereuen? Anastasija muss annehmen, dass dieser Brief von einem mutmaßlichen Vergewaltiger stammt, dessen falsches Alibi sie aufgedeckt hat. Und als im Standesamt kurz nach ihrer Eheschließung mit Ljoscha eine Braut erschossen wird, glaubt sie zunächst, der Anschlag habe ihr gegolten. In einem anderen Moskauer Standesamt wird jedoch eine weitere Braut erschossen. Und es stellt sich bald heraus, dass schon viele Frauen kurz vor ihrer Hochzeit mysteriöse Briefe erhielten…
Kriminalistin durch und durch, schiebt Anastasija ihren geplanten Honeymoon auf und macht sich daran, die Hintergründe dieses mörderischen Hasses auf angehende junge Ehefrauen zu ergründen.

Meinung:
Mit “Tod und ein bisschen Liebe” ist Alexandra Marinina ein guter Krimi gelungen. Getragen wird der Krimi durch die Auswerterin Anastasija Kamenskaja, kurz Nastja, die auch in ihren Flitterwochen nicht die Arbeit ruhen lassen kann und ihre Kollegen tatkräftig unterstützt. Auf zwei verschiedenen Standesämtern in Moskau wurden junge Bräute ermordet. Warum und wer tut so was? Zunächst hat Nastja den Verdacht, dass eigentlich sie gemeint war, denn zu oft hat sie mit ihren logischen Fähigkeiten, die abgebrühtesten Gangster ins Gefängnis gebracht.
Marinina gestaltet ihre Krimihandlung auf mehreren Ebenen: Einmal die Ermittlungsarbeit um Nastja, dann die Liebesgeschichte um Elja und Turbin, den Fall des Vergewaltigers Artuchijn und schließlich noch die Geschichte um Anton, den Fotografen. Diese ganzen Handlungsstränge laufen parallel nebeneinander ab und man hat immer das Gefühl, dass die einzelnen Stränge zusammen gehören, aber man weiß nicht wie.
Hinzu kommt das Marinina zwischendurch eine Person erzählen lässt, die man nicht greifen kann, man ahnt nur das sie etwas mit toten Bräuten zu tun hat. Durch die ganzen verschiedenen Handlungsstränge und diesen Zwischenspielen glaubt man immer dem Täter einen Schritt näherzukommen, allerdings weiß man nie wer es sein kann.
Marinina hat einen komplexen Krimi geschrieben mit sehr guten Charakteren, die einem teilweise sympathisch und unsympathisch sind. Keine Person ist nur gut oder schlecht, sie stellt sie sehr differenziert da. Bei manchen Personen war ich sehr oft geneigt, sie zu packen und zu schütteln mal wegen Unverständnis, mal wegen Dreistigkeit oder wegen Naivität.
Die Auflösung des Falls bietet dem Leser noch eine Überraschung, mir ist es jedenfalls so gegangen, denn am Ende haben sich alle losen Ende zusammengefügt. Zugeben muss ich, dass ich nach dem ich das Buch beendet habe, erst einmal geschluckt habe und den Kopf geschüttelt habe, da ich mir für manche ein anderes Ende gewünscht hätte. Trotz allem ein solider Krimi mit guten Charakteren, der einen nachdenklich stimmt.

Buchinfo:
Alexandra Marinina – Tod und ein bisschen Liebe (Smert’i nemnogo ljubvi)
Taschenbuch 326 Seiten
Fischer 2003 (3. Auflage)
ISBN-13:  978-3596143146

Bewertung:

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Alexandra Marinina – Tod und ein bisschen Liebe

Klappentext:
Eigentlich wollte Anastasija Kamenskaja ihre Flitterwochen genießen, nachdem sie endlich zugestimmt hat, ihren langjährigen Lebensgefährten Ljoscha zu heiraten.
Doch am Tag ihrer Hochzeit erhält sie einen anonymen Brief: Tu das nicht. Du wirst es bereuen? Anastasija muss annehmen, dass dieser Brief von einem mutmaßlichen Vergewaltiger stammt, dessen falsches Alibi sie aufgedeckt hat. Und als im Standesamt kurz nach ihrer Eheschließung mit Ljoscha eine Braut erschossen wird, glaubt sie zunächst, der Anschlag habe ihr gegolten. In einem anderen Moskauer Standesamt wird jedoch eine weitere Braut erschossen. Und es stellt sich bald heraus, dass schon viele Frauen kurz vor ihrer Hochzeit mysteriöse Briefe erhielten…
Kriminalistin durch und durch, schiebt Anastasija ihren geplanten Honeymoon auf und macht sich daran, die Hintergründe dieses mörderischen Hasses auf angehende junge Ehefrauen zu ergründen.

Erste Meinung:
Vor einiger Zeit habe ich mit der Reihe um die Fall-Auswerterin Anastasija Kamenskaja begonnen und nun habe ich mir mal wieder einen Teil der Reihe geschnappt. Anastasija, von allen nur Nastja genannt, ist eine eigenwillige Person, sie macht sich nichts aus Mode, Kosmetik und ist auch zu faul um zu kochen. So ungewöhnlich wie sie im privaten beschrieben ist, so ungewöhnlich ist sie auch auf der Arbeit. Sie ist nicht im Außeneinsatz tätig, sondern untersucht die Akten, Berichte und schließt daraus ihre Schlüsse.
Im gegenwärtigen Fall ermittelt sie sogar während ihrer Flitterwochen, worüber sich ihr Mann Ljoscha nun schon gar nicht mehr wundert.
Alexandra Marinina hat mit der Kamenskaja eine interessante Figur geschaffen. Neben der Hauptfigur hat sie auch die Nebencharaktere besonders gut gezeichnet, den ewig grießgrämigen Spurensicher, die Kollegen entweder nörgelnd oder freundlich.
Meiner Meinung nach kann man die russischen Krimis nicht mit den amerikanischen bzw. skandinavischen Krimis vergleichen. Sind amerikanische Krimis oft sehr gewalttätig beschrieben oder die skandinavischen nachdenklich und sozialkritisch, so sind die Krimis von Marinina mehr solide Ermittlungsarbeit.

Erster Satz: “Der Arbeitstag neigte sich unaufhaltsam seinem Ende zu, aber Anastasija Kamenskaja gelang es einfach nicht, ihren Schreibtisch in Ordnung zu bringen, den Wust ihrer Papiere und Unterlagen zu ordnen.”

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