[Meine Sicht] Das eigene Leseverhalten überdenken Teil 1

Hallo ihr Lieben,

die meisten kennen es, Frau oder Mann steht vor dem hauseigenen Regal und überlegt, was sie/er als nächstes lesen könnte. Vielleicht mal eine Novelle, ein Roman oder doch den neuen Bestseller, den man sich letztens gekauft hat? Oder vielleicht doch eher ein Buch aus der Backlist? Schließlich hat man sie ja mal gekauft um sie zeitnah zu lesen.

Mit dem Zeitnah ist es immer so eine Sache. Denn nicht immer funktioniert dies. Entweder fehlt die Zeit und manchmal auch die Lust auf das Buch. Denn ein Buch unter Zwang lesen, weil es gerade da ist, ist nicht meins und sicher nicht auch die Lust vieler Leser und Leserinnen. Daher liegen in meiner Privatbibliothek auch so einige Schätze der vergangenen Jahre. Wieso eigentlich?

Viele Bücher auf dem Markt

Ein Grund dafür mögen die vielen Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt sein. Allein 2016 wurden 72.820 Bücher  zum ersten Mal veröffentlicht. Mehr als 13.891 allein im Bereich Belletristik, deutsche Literatur mit 10.297 und Kinder- und Jugendbücher mit 8.961 Novitäten. Bei diesen Größen kann es einem schwindelig werden und man erkennt sehr schnell, dass man alle Bücher, die allein in einem Jahr erscheinen nicht lesen kann, nicht in einem Jahr und auch nicht im gesamten Leseleben.
Was also tun? Die Neuerscheinungen ignorieren? Eine Auswahl treffen? Aber wie? Wo die Perlen der Literatur in diesem bunten Potpourri der Novitäten finden?

Was tun, bei Hypes?

Es fällt einem schwer. Ab und an hat man das Gefühl etwas zu verpassen. Sei es durch die gut durchdachten Marketingkampagnen der Verlage, die Blogtouren oder allein die Aufsteller in der Stammbuchhandlung.
Dann sieht man da ein Buch, dass überall besprochen wird und hochgelobt wird. Ein so genanntes gehyptes Buch. Plötzlich ist es überall in der Filterblase der Bloggerwelt en Vogue. Soll man dann auch auf den Zug aufspringen oder den Hype an sich vorbeigehen lassen?

Ich habe für mich beschlossen, dass ich nicht mehr jedes gehyptes Buch lesen muss. Grund dafür ist “Gone Girl” von Gillian Flynn. Gehypt ohne Ende und neugierig wie ich war, habe ich es natürlich gekauft.  Leider war es für mich persönlich eine Enttäuschung. Seit dem bin ich vorsichtiger. Vor allen Dingen dann , wenn es nicht mein Genre ist, dann verzichte ich gerne drauf. Bei meinem Genre kann ich immer noch schlecht nein sagen, aber probiere es immer öfter. Siehe der Fall “Gone Girl”.

Aber was ist nun mit den vielen Neuerscheinungen? Muss ich wirklich den neuen Fitzek lesen, auch wenn mir die vorherigen schon nicht gefallen haben? Nur weil es ein Fitzek ist?
Auch da habe ich eine Entscheidung getroffen: Nein, muss ich nicht mehr und ich werde es auch nicht mehr tun. So habe ich für mich beschlossen, dass es mir einfach reicht mit dem ewig gleichen Stil, den ewig gleichen Wendungen und den immer unglaubwürdigeren Schluss. Irgendwann tritt eine Sättigung ein, die auch nach Jahren nicht weniger wird.
Dennoch bin ich nicht gefreit vor Neuerscheinungen und Lieblingsautoren, aber auch da habe ich eine Lösung gefunden.

Meine Lösung

In den Lesesessel kommen nur noch Bücher von Autoren, die mir zu sagen, und dies gilt auch für Neuerscheinungen. Auf alt bewährtes vertrauen, aber dabei den Blick für das Neue nicht verlieren, das ist ab nun mein Motto.
Gerade von den Lieblingsautoren stehen noch viele, sehr viele in der hauseigenen Privatbibliothek. Womit ich wieder zu der Backlist komme.
Ältere Bücher sind per se nicht schlechter oder besser wie die Novitäten. Sie führen ebenso zu angenehme Lesestunden wie die aktuellen. Warum lesen wir so selten ältere Bücher? Wieso muss es immer das Neue sein?

Ein Hoch auf die Backlist

Diese Fragen stelle ich mir immer wieder. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich sehr selten eine Neuerscheinung direkt lese, sondern es meistens ein paar Wochen bis Monate vergehen bis ich die lese. Zugegeben manchmal auch Jahre. Oft liegt es an der Übersättigung am Thema, am Genre oder auch am Autor. Dann bleiben sie auf den SuB und warten auf ein glückliches Lesemoment.

So auch Allendes “Paula”. Sicher ein tolles Buch, aber gekauft in meiner Allende Phase. Dennoch steht es immer noch bei mir im Regal und da wird es auch bleiben. Denn fort geben werde ich es nicht. Wie so viele andere auch. Der Grund dafür habe ich im März gesehen.

Mein  zuletzt gelesenes Buch über Marie Curie habe ich vor siebzehn Jahren in einer kleinen Buchhandlung  gekauft und nun endlich gelesen. Es  hat mich positiv überrascht und hat mir die großartige Frau näher gebracht, als ich erwartet hatte. Eindeutig ein Grund für eine gut gefüllte Backlist, denn das Buch wird heute auch nicht mehr aufgelegt. Solche Schätzchen tummeln sich noch bei mir und ich sollte mich wirklich öfters vor meine Regale stellen.
Ein Hoch auf die Backlist. Denn es gibt so viele Geschichten, die wir dort entdecken können, die den neuen Büchern im nichts nachstehen.

Daher werde ich nun noch öfter zu Büchern greifen, die schon vor Jahren erschienen sind und ihnen ihren Platz auf dem Blog geben. Dies bedeutet keineswegs, dass ich alle Neuerscheinungen ignorieren werde, auch die haben ihren Platz hier, aber in Zukunft wird es eine stärkere Mischung aus alt und neu bei mir geben.

 

Wie habt ihr es gelöst?
Lest ihr ausschließlich Neuerscheinungen oder interessieren euch auch Bücher aus den vergangenen Jahren?
Oder sagt ihr, geh’ mir weg mit der Backlist, ich lese nur stark beworbene Bücher?

 

Auf eure Meinung bin ich gespannt.

Eure

Kerstin

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15 Antworten auf „[Meine Sicht] Das eigene Leseverhalten überdenken Teil 1“

  1. Hallo Kerstin

    Hypes sind mir generell total egal. Mich muss ein Buch ansprechen, dann werde ich es lesen. Die Frage ist nur noch, wann? :-) Wenn sie lange genug auf dem SuB liegen, sind sie auch “alt” und ich lese sie auch dann noch gern.

    Bei Fortsetzungen von Lieblingsserien oder neue Romane von Lieblingsautoren werde ich eher schneller zugreifen, aber auch da muss ich nicht alle sofort kaufen und lesen. Grad bei Serien macht es sogar Sinn zu warten, wenn man genug lang wartet, kann man zwei, drei Bücher der Serie hintereinander lesen – das mache ich sehr gerne.
    Und wenn mir die letzten zwei Bücher einer Serie nicht mehr zusagten, dann lese ich die Neuen entweder nicht mehr oder warte bis sie in der Onleihe zu haben sind und schau unverbindlich rein und breche ab, wenn es langweilig ist. So ein Kandidat ist die Serie um Bruno, chef de police. Seit neun Büchern immer wieder die Resistance, die mich überhaupt nicht interessiert.
    Aber ich hab auch andere Reihen, die ich uninteressant finde, zB. wie bei Remy Eissen, weil die ersten drei Bücher sich genau gleich abspielen. Falls es sich bei neuen Teilen ändert, werde ich das in den nächsten Monaten in den Rezensionen lesen; wenn nicht, muss ich es sicher nicht mehr haben.
    Liebe Grüsse
    Anya

    1. Hallo Anya,
      oh ja. Bei Lieblingsreihen greife ich auch gerne zu, da können sogar noch ein oder zwei ungelesen hier stehen, dann wird trotzdem der neue Band gekauft. Passiert mir immer bei Nicola Förg. Da ist erst gestern der weiß Gott wievielte eingezogen und ich bin noch lange nicht da dran. Dann gibt es Reihen, die ich liebe, wo ich aber auch warten kann, wie bei der Katja-Klein-Reihe von Martina Kempff, die müssen nicht sofort im Regal stehen.
      Was beir dir Bruno ist, ist bei Brunetti, auch wenn es nicht mehr so genau passt, ich kann doch nicht von der Reihe lassen. Aber ich warte dann auf die Taschenbuchausgabe oder auf einen günstigen Schnapper bei Rebuy. Für den vollen Preis zieht es nicht mehr bei mir ein. Meistens schaue ich da auch bei Rezensionen, ob es etwas für mich ist, aber irgendwann zieht die alte Liebe dennoch ein. Dafür bin ich wieder viel zu neugierig und will unbedingt wissen, ob es wirklich so gut oder so schlecht ist, wie der Rezensent geschrieben hat.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  2. Hallo Kerstin,
    Toller Beitrag den ich genau so unterschreiben kann. Bei mir herrscht auch eine Mischung aus alt und neu, auf Hype Bücher gebe ich nur wenig und kaufe sie mir meistens per Zufall weil mich das Genre oder der Klappentext anspricht und ich habe Unmengen an SuB-Büchern die gelesen werden wollen. Ein Buch hat kein Ablaufdatum und ist auch nach 1 Jahr (oder länger) noch genauso toll wie es beim Erscheinen war (oder genauso schlecht). Meine WL von neuerschienenen Büchern ist zwar ewig lang (habe auf Amazon z.B eine Liste für Bücher von 2017/2018), diese wird aber immer ausgemistet. An manchen Büchern hat man dann echt kein Interesse mehr. Ich finde es gut, wenn von Bloggern auch ältere Erscheinungen besprochen werden, denn darunter sind oft wahre Schätzchen.
    Ich bin schon auf Deine nächsten Bücher älteren „Jahrgangs“ gespannt.
    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

    1. Liebe Conny,
      vielen Dank.
      Ich merke zusehendst, dass ich wieder mehr mische. Eine ganze zeitlang habe ich nur aktuelle Bücher gelesen, aber irgendwie hat mir dies nicht ganz so gefallen. Daher versuche ich nach und nach wieder zurückzukommen auf meine Backlist. Die Bücher sind ja nicht schlecht, nur weil sie schon ein paar Jährchen auf den Buckel haben. Viele werden ja auch immer wieder in der xten Lage aufgelegt.
      Erzähl mir nur nichts von einer Wunschliste. Die auf dem Papier ist unendlich lang. Allerdings steht da auch alles drauf, was mich irgendwie mal interessiert hat. Ausgemistet wird da selten, höchstens sortiert nach muss ich, kann ich und irgendwann. Funktioniert so recht gut.
      Bald gibt es auch wieder Besprechungen zu älteren Büchern. “Mordsfreunde” liegt noch hier und auch “Schwesterherz”, “Die Mühle”. Es wird also noch genug von der Backlist geben. Es braucht halt nur alles seine Zeit.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  3. Hallo Kerstin,
    ein spannender Beitrag zu einem Thema über das sich bestimmt schon jeder (Viel-)Leser Gedanken gemacht hat.

    Bei mir ist das so:
    Hypes lassen mich häufig kalt. Das war damals beim “Herr der Ringe” schon so. Da denke ich erst seit zwei oder drei Jahren drüber nach, mir zumindest den ersten Band mal zu holen. Klar, gelegentlich kommt dann doch ein gehyptes Buch, das ich lese, aber meistens können sie mich nicht begeistern. So war es bei “Gone Girl” oder auch bei “Girl on the Train”. Daher landen die bei Interesse mitterlweile immer erst auf meiner Wunschliste und wenn sie mich in ein paar Wochen noch interessieren, denke ich ernsthaft über sie nach.

    Bei Neuerscheinungen ist das ähnlich. Ihnen habe ich so richtig erst über die diversen Blogs Beachtung geschenkt. Letztes Jahr habe ich dann bewusst mehr Neuerscheinungen gelesen (abgesehen von Reihen, die ich schon lese), wurde aber auch da wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht, da auch in dem Fall mich viele nicht umgehauen haben. Dieses Jahr liegen zwar wieder einige Neuerscheinungen auf meinem Wunschzettel, aber ich bin wählerischer geworden.

    Begonnene Reihen lese ich weiterhin sehr gerne und freue mich immer wieder über ein neues Buch. Bei längeren Reihen schreckt mich auch das eine oder andere schwächere Buch nicht ab weiterzulesen. Bei kürzeren Reihen denke ich dann schon eher darüber nach, ob ich wirklich das nächste Buch lese oder nicht. Früher hätte ich gesagt “Klar, es muss ja komplett im Regal sein.” Ne, nicht mehr.
    Auch bei Büchern von Autoren, die mir gut gefallen, greife ich schneller zu! Obwohl ich auch Autoren habe von denen ich nur eine bestimmte Reihe lese und alles andere nicht. Und damit kann ich sehr gut leben!

    Eine Backlist habe ich natürlich auch. Zum Teil im Regal, zum größten Teil noch ungekauft. Dort sind auch bewusst einige Klassiker oder älteren Bücher vertreten. Auch, weil ich der Meinung bin, einige richtig alten Werke sollte man irgendwann im Leben mal lesen und rückblickend war die Literatur sowohl in Englisch als auch in Deutsch auf meinem Gymnasium ein Witz. Nicht ein einziges wichtiges Werk haben wir gelesen. Zwar einiges von Reklam, aber wie ich finde eher unbedeutende Heftchen.

    Liebe Grüße,
    Sandra

    1. Hallo Sandra,
      Ah, mich eine der “Gone Girl” nicht gefallen hat. “Girl on the train” hat mir da besser gefallen. “Herr der Ringe” habe ich erst Jahre nach den Filmen gelesen.

      Die meisten so gut vermarkteten Bücher, bleiben bei mir auch seit einiger Zeit auf meiner Wuli, bis es genug Rezensionen bekommen hat um entweder gekauft zu werden oder von der Wuli geschmissen zu werden.

      Neuerscheinungen zu meinen bevorzugten Themen, Lieblingsautoren oder Buchreihen kommen meistens direkt ins Regal, wie ja geschrieben. Da kann es auch mal einen schlechten Band zwischendurch geben. Die kommt trotzdem ins Regal. Es fällt mir einfach schwer, da dann nein zu sagen.

      Welche Neuerscheinungen haben dich denn enttäuscht oder besonders gut gefallen?
      Gut gefallen hat mir “Die Geschichte der Bienen”. An eine Enttäuschung kann ich mich jetzt nicht direkt erinnern, vermutlich habe ich die schon wieder verdrängt.

      Liebe Grüße
      Kerstin

  4. Hallo Kerstin,
    allein durch die Bücherflohmärkte (die meinen SuB explosionsartig vergrößerten) und den Freizeitmangel der letzten Jahre war es für mich nicht möglich, alle gekauften Bücher zeitnah zu lesen. Weder die neu erschienenen noch die älteren. Es kommt vor, dass ich ein neues Buch recht zeitnah lese, was meistens bei Lieblingsautoren der Fall ist oder wenn es ein Buch ist, auf das ich im Vorfeld schon so neugierig gemacht wurde, dass ich einfach nicht warten kann. Ansonsten habe ich festgestellt, dass der Zeitpunkt der Anschaffung nicht zwangsläufig der “richtige” Lesezeitpunkt für ein Buch ist. Als ich “Bridget Jones- Schokolade zum Frühstück” bekam, brauchte es mehrere Anläufe und fast 5 Jahre, bis ich es lesen konnte, weil ich es anfangs deprimierend fand (obwohl es ja alles andere als das ist).
    Was die gehypten Bücher angeht, gebe ich dir Recht. “Gone Girl” habe ich auch gelesen, die Idee, die dahinter steckt fand ich gut, allerdings war mir ab einem bestimmten Punkt alles zu vorhersehbar und mit dem Ende war ich überhaupt nicht glücklich. Im Jugendbuchbereich wurde “Dark Love” von Estelle Maskame mal ziemlich gehypt und am Ende habe ich vor diesen endlosen Begeisterungsstürmen kapituliert und es gelesen. Ich fand es so dermaßen schlecht, dass ich sogar die Qualifikation der Lektoren in Frage gestellt habe.

    Nun zu meinem Leseverhalten. Ich lese worauf ich Lust habe. Klar denke ich manchmal bei stark beworbenen Büchern “vielleicht sollte ich das auch lesen” aber mal ehrlich: ein Buch lesen nur weil mir alle erzählen wollen, dass ich es lesen müsste? Nö. Ich habe es in der Schule schon gehasst Bücher vorgeschrieben zu bekommen. Womöglich habe ich deshalb ein Problem mit Kafka, aber auch er wird zu gegebener Zeit noch eine Chance bei mir bekommen. Außerdem fehlt mir das nötige Kleingeld, ständig die neuesten Bücher zu kaufen und obwohl ich in der Bücherei so ziemlich alles bekommen kann… ich kann gar nicht so viel lesen wie ich möchte. Und wenn ich dann an die ganzen älteren Schätze denke…
    Ich mache einfach so weiter wie bisher.

    1. Hallo Alke,
      Oh ja, die Bücherflohmärkte, ein wahrer Schatz für den Aufbau der Privatbibliothek. Von da kam ein Großteil der Bücher und sind natürlich wie sollte es auch anders sein. Dafür fehlt mir oft die Zeit, leider.

      Ein Teil der Neuerscheinungen kaufe ich über Buchgutscheine oder lasse sie mir schenken. Alle selber kaufen ginge auch gar nicht.

      Liebe Grüße
      Kerstin

  5. Huhu!

    Ich muss ja sagen, dass Gillian Flynn schon lange vor “Gone Girl” (also vor dem Hype) eine meiner Lieblingsautorinnen war und mir auch “Gone Girl” sehr gefallen hat, aber ich kenne einige Leser, die von dem Buch enttäuscht waren!

    Fitzek ist für mich ein Beispiel für einen Hype, der mich enttäuscht hat. Ich habe ein paar Bücher von ihm gelesen, doch überzeugt davon hat mich nur eines seiner ganz alten Bücher, “Der Augensammler”.

    Inzwischen lese ich Hype-Bücher nur dann, wenn sie mich wirklich, ehrlich interessieren und ich mir sicher bin, dass sie mich auch ohne den Hype interessieren würden.

    Ich habe mir vorgenommen, wenigstens ab und an ein altes Schätzchen vom Stapel ungelesener Bücher zu befreien. Gerade nach den Büchern in meinem Klassikerregal muss ich wirklich von jetzt an mal öfter greifen!

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

    1. Hallo Mikka,
      vielen Dank für die Verlinkung.
      Ja, mit Fitzek habe ich es auch nicht mehr. Irgendwie immer alles dasselbe oder sind wir schon übersättigt an Psychothrillern?
      Oh ja, Klassiker, da habe ich noch so einige hier stehen und die sollten auch mal gelesen werden. Ist aber bei vielen der Büchern hier der Fall. :-)

      Liebe Grüße
      Kerstin

  6. Hallo Kerstin,

    ich gehe selten bei Hypes mit, da diese meist nicht in meinem Genre stattfinden. Kenne es aber auch, dass man sich ein Buch holt, was man sofort lesen will und es nach 2 Jahren immer noch nicht getan hat.
    Was ich mir immer wieder einreden muss, ist das ein Buch, nachdem es neu erschienen ist nicht nach wenigen Tagen weg ist. Geduld, kurz esagt.

    Liebe Grüße
    Lilly
    #litnetzwerk

    1. Hallo Lilly,
      ich wäre froh, wenn es bei manchen Büchern nur zwei Jahre wäre. Bei “Paula” von Isabel Allende waren es jetzt tatsächlich 23 Jahre. Damals beim großen “Geisterhaus”-Hype gekauft und dann urplötzlich gesättigt und im Regal stehen gelassen. Aber in diesem Monat habe ich es nun gelesen und ich war gerührt von dem Buch. Ihrer Erzählweise und der Lebensgeschichte von Isabel Allende.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  7. Hallo Kerstin,
    ja, mit den Hypes ist das so eine Sache. Ich muss gestehen, dass ich schon sehr viele aktuelle Bücher lese. Man liest hier und dort über ein neues Buch, wird neugierig darauf und will es dann auch lesen. Ich kann mich davon nicht frei machen. Ich lese aber auch ganz gerne ältere Bücher von meinem SuB. Die Frage ist halt immer, was sind ältere Bücher? Ein Jahr alt, zwei Jahre alt, zehn Jahre alt? Ich habe noch alte Thriller auf meinem SuB aus einer Phase, in der ich nur Thriller verschlungen habe. Die sind teilweise mehr als 10 Jahre alt. Im Moment lese ich nur Liebesromane und Thriller kann ich gar nicht mehr gut vertragen. Ich muss gestehen, dass ich schonmal überlegt habe, da auszumisten. Aber, vielleicht kommt die Thrillerphase wieder und dann würde ich auf jeden Fall auch zu diesem alten Büchern greifen.
    Was mir auffällt ist, dass ich mir Bücher kaufe, diese mich dann aber ein halbes oder ein Jahr später gar nicht mehr ansprechen. Manchmal kommt der Zeitpunkt, zu dem ich dann doch Lust auf das Buch bekomme und es zur Hand nehme, manchmal aber auch irgendwie nicht.
    Was ich nicht mache ist, mir Bücher kaufen, nur weil andere den Autor hochjubeln oder ich selber es mal getan habe. Meine abolute Lieblingsautorin war Karin Slaughter mit ihrer “Grand County-Reihe”. Dann hat sie Jeffery sterben lassen und sie mit Will Trent zusammengeführt. Die ersten zwei Bände dieser Reihe habe ich versucht, aber sie liegen mir einfach nicht. Seitdem habe ich keinen neuen Slaughter mehr gekauft. Ist ja albern, wenn man schon vorher weiß, dass es einem wahrscheinlich nicht gefallen wird.

    Ach ja… das mit dem Bücherkauf und den Lesevorlieben ist irgendwie eine schwierige Sache. Dennoch liebe ich meinen großen SuB, denn der Lesestoff wird mir nie ausgehen.
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

    1. Hallo Yvonne,
      sollte ich bei Brunetti wohl auch mal machen, aber dann kommt wieder die Venedig-Sehnsucht und die Sehnsucht nach den Brunettis, dass dann doch wieder ein Band ins Regal wandert.
      Ausmisten tue ich nur Bücher, die ich gar nicht mehr lesen will, ich habe vermutlich bald meine ganze amerikanische Chick-Lit Sammlung bis auf Stephanie Plum ausgemistet. Gefällt mir nicht mehr, war mal schön, aber muss nicht mehr bei mir im Regal stehen. Egal, ob gelesen oder nicht.
      An Hypes komme ich nicht so gut vorbei, aber die bleiben dann auch mal eine Weile bei mir liegen, bis sie gelesen sind. Ist auch gut so, dann habe ich einen ganz anderen Blick auf das Buch, als wenn ich es direkt lesen würde, wenn es durch die Blogger-Bubble rauscht.
      Karin Slaughter steht auch noch hier, aber ich habe noch keinen Will-Trent-Band gelesen und werde es irgendwann noch anpacken.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  8. “Oder sagt ihr, geh’ mir weg mit der Backlist, ich lese nur stark beworbene Bücher?” Ich bin gespannt, ob du auch nur eine Person findest, die da “JA!” schreit *grins*

    Als ich damals mit den Bloggen über Büchern angefangen habe, habe ich eine Zeit lang praktisch nur Neuerscheinungen gelesen. Mittlerweile warte ich aber fast immer lieber die ersten Kritiken ab, bevor ich mich für oder gegen den Kauf entscheide.

    Auf Goodreads habe ich durch die Stats einen ganz guten Überblick und sehe, dass ich aber dennoch meistens recht “frische” Bücher lese. Wenn mir jedoch ein Buch von einer Person gefallen hat, dann wühle ich mich auch sehr gern durch die Backlist.

    Da ich wie du auch Lesephasen habe, halte ich meinen SuB aber mittlerweile sehr bewusst klein. Selbst wenn das Genre “stimmt”, ermüden mich zu viele Bücher aus der gleichen “Periode” oft mit zu großer Ähnlichkeit.

    Da ich zudem derzeit sehr langsam lese, komme ich mit meinem guten Dutzend Büchern auf dem SuB notfalls noch locker bis Ende des Jahres hin. Und Rereads will ich eigentlich auch immer wieder gern mal machen …

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