[WoW] Waiting on Wednesday – Alte Sünden

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“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet!  Ich liebe die Bücher von Susanne Mischke und ihren etwas eigenwilligen und Schafe liebenden Ermittler Bodo Völxen.  Umso mehr freue ich mich, dass im September ein neuer Band mit ihm herauskommt. “Alte Sünden”, der siebte Band der Buchreihe um Bodo Völxen aus Hannover, umfasst 320 Seiten und erscheint am 01. September 2017 als Klappenbroschur im Piper Verlag. Darauf freue ich mich schon.

Alte_Sünden_Mischke

Klappentext von der Verlagsseite:

Ein altes Verbrechen, ein falsches Urteil, ein ungesühnter Mord

Die Nachricht vom Tod Oliver Simonsens stimmt Kommissar Völxen nachdenklich. Der Häftling wurde vor dreizehn Jahren wegen des Mordes an der 15-jährigen Schülerin Kristina Brandt zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun ist er seiner Krebserkrankung erlegen. Völxen hatte bei der Ermittlung bis zum Schluss kein gutes Gefühl, die Beweislage war dünn. Und als er jetzt von Simonsens letzter Beichte erfährt, und der Gefängnisseelsorger wenig später tot aufgefunden wird, ist er sich unsicherer denn je. Ist Kristinas wahrer Mörder noch auf freiem Fuß?

Bibliografische Angaben:

Autor: Mischke, Susanne  Übersetzer: Titel: Alte Sünden  Originaltitel: Reihe: Völxen #7 Seiten: 320 ISBN: 978-3-492-06074-5 Preis: 14,00 € (Klappenbroschur) Erschienen: 01.09.2017 bei Piper

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#kehrwoche – Das war nichts in 2015

Kehrwoche16Die #Kehrwoche von Maike und Mareike von herzpotenzial startet wieder und ich bin mit dabei. Gelesen wird vom 04. Januar bis 08. Januar und endet mit der langen Nacht der aufgeschobenen Bücher #LndaB am Freitag.

Heute geht es um meine literarischen Flops des Jahres 2015. Bei 106 gelesenen Büchern sind es tatsächlich neun geworden. Die Quote geht noch, da sie unter zehn Prozent liegt, aber es war auch ein Buch dabei, von dem ich es nicht erwartet habe. Aber nun mal der Reihe nach.

Der Anfang mach “Leichenspuren” von Jörg Schmitt-Kilian. Sicherlich ein Krimi, der seine Leser findet, aber für mich dermaßen staubtrocken und stellenweise so unausgegoren, dass er mich gelangweilt hat. Auf den dritten Band und damit Abschluss der Reihe wartet man noch.

Den Hype um “Gone Girl” von Gillian Flynn verstehe ich nicht und werde ihn wohl auch nie verstehen, dass war ein zweiter Flop des Jahres und auch wenn ich die Idee und den Aufbau gut fand, so haben mich doch die Charaktere und vor allem das Ende dermaßen enttäuscht, dass das Buch zu meinen Flops gehört.

Ich habe nichts gegen Humor, ich schätze ihn sogar sehr, aber Tommy Jauds Humor in “Hummeldumm” ist mir einfach nur zu platt. Das Buch war für mich eine Qual und ich habe mich durchgekämpft, aber es hätte wirklich das erste sein können, das ich abgebrochen hätte, aber den Platz hat ein anderes errungen. Aber dazu später mehr.

Nun zu meiner Enttäuschung des Jahres “Auf Treu und Glauben” von Donna Leon. Ich liebe die Reihe um Guido Brunetti. Aber dieses Buch war so nichts sagend, dass ich heute ein knappes Jahr später keine Ahnung mehr habe, worum es in dem Buch ging. Ich weiß nur noch, dass ich es langweilig und langatmig fand. Überhaupt nicht wie die früheren Brunettis. Dennoch bleibe ich der Reihe weiter treu.

Lange Zeit gab es dann keine Flops mehr. Aber dann kam dieses Buch “Der Tag an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel” von Bradley Somer. Vorweg geniale Idee, aber schrecklich langweilig umgesetzt, jedenfalls in meinen Augen. Ich habe mich durchgekämpft und heute tut es mir um die verlorene Lesezeit Leid. Platte Charaktere, jede Szene wird hundert, wenn nicht sogar tausend Mal beleuchtet – ne das war einfach nichts für mich.

Brutal und einfach zu blutrünstig war für mich “Rattentanz” von Michael Tietz. Mehr als ein halbes Jahr habe ich mich durch diese Endzeit-Dystopie gekämpft, ein paar Seiten gelesen und dann wieder auf Seite gelegt. Mehr als 800 Seiten Horror war einfach zu viel für mich. Da habe ich einfach daneben gegriffen.

Historische Romane gehören zu meinen Lieblingsgenres und Schweden fasziniert mich einfach. Daher griff ich auch zum “Stockholm-Oktavo” von Karen Engelmann. Aber ich weiß einfach nicht, was die Frau wollte oder worauf sie hinaus wollte. Erwartet habe ich einen historischen Roman über Schweden nach der französischen Revolution, bekommen habe ich einen mystischen mit Tarot-Karten und allerlei Fächer ausgestatteten Roman, der mich nur gelangweilt und auch oft wütend werden gelassen hat.

Und nun komme ich zu meinem allerersten Abbruch des Jahres, äh nein, meiner Lesezeit. Ich bin normalerweise ein Leser, der ein Buch wieder zurück ins Regal stellt, wenn es ihn nicht gepackt hat und dem Buch auch noch eine zweite und dritte Chance gibt. Dann gibt es auch Autoren, denen ich immer wieder eine Chance gebe, da ich denke, es müsste mir doch gefallen. Oder Autoren aus einem bestimmten Sprachraum – aber scheinbar habe ich mit spanischsprachigen Autoren so meine Schwierigkeiten – 2014 erst “Sevillas bittere Orangen” die völlig daneben gingen und nun “Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafon. Zweimal bereits begonnen, zwei mal abgebrochen und dann wieder ins Regal gestellt. Immer geglaubt, dass es nicht der passende Zeitpunkt war. Dann im vergangenen Dezember wieder rausgezogen, wieder begonnen und wieder bei 290 Seiten, dieses Mal ganze 20 Seiten mehr als beim letzten Mal, hängen geblieben. Seufz, ich komme nicht mit seinem Stil, seiner Sprache, seiner Konstruktion, seinen Verschachtelungen zu recht. Es liegt an mir, da bin ich mir sicher, denn so viele finden es gut. Aber nun habe ich kapituliert und das Buch in die Kiste für den Bücherflohmarkt gelegt. Es kommt weg.

Das waren sie nun meine Flops des Jahres 2015. Hoffen wir mal das 2016 besser wird.

Heute morgen habe ich dann “In Vino Veritas” von Carsten Sebastian Henn beendet.

invinoveritasKlappentext von der Verlagsseite:

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maischebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants »Zur Eiche«, gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit der ihm eigenen Spürnase macht er sich auf die Spur des Täters und kommt ihm mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei näher – bis es für ihn zu heiß wird. Heißer sogar als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

Ein mit Witz erzählter kulinarischer Krimi voller liebenswerter Charaktere und tiefer Einblicke in die Geheimnisse der Winzer von der Ahr. Verziert mit einer Haube Lokalkolorit und gespickt mit bekannten Sehenswürdigkeiten – ein Genuss!

Ein gelungener Auftakt für die Julius-Eichendorff-Buchreihe, undurchsichtig bis zum Schluss und dann sehr gut aufgelöst und nun kenne ich auch den Ahr-Wein etwas besser.

Die Woche steht ja bei mir nicht nur unter dem Motto #Kehrwoche, sondern auch unter eine Woche lesen und so ist nun auch das zweite Buch an der Reihe. Es ist ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter und allein das Cover sowie der Klappentext haben mich schon zum Schmunzeln gebracht.

330000xxx_Burnett_Lord_FIN.inddKlappentext von der Verlagsseite:

Szenen einer Ehe

Marten Endlich, Autor von Ratgebern über Haustiere, hat ein Problem: Er weiß plötzlich nicht mehr, ob seine Frau Silke ihn noch liebt, obwohl – oder weil? – sie seit gut zwanzig Jahre verheiratet sind. Was tun? Soll er versuchen, seine Frau eifersüchtig zu machen? Soll er eine Überraschungsparty planen und sie auf die Probe stellen? Marten entscheidet sich, aufs Ganze zu gehen. Er lässt sich mit Renate, einer Kollegin, ein, die ihn seit geraumer Zeit anhimmelt, doch dann geht alles auf grandiose Weise schief, denn seine Frau Silke hat ihre eigenen Pläne. 
Ein wunderbar komischer Eheroman – für alle, die Loriot lieben.

„Matthias Keidtel ist ein herzenswarmer, zum Verzweifeln komischer, mitunter regelrecht weltweiser Schriftsteller. Der damit klarkommen muss, dass ich ihn verehre.“ Jörg Thadeusz

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#kehrwoche – meine Blogneuentdeckungen 2015

Kehrwoche16Die #Kehrwoche von Maike und Mareike von herzpotenzial startet wieder und ich bin mit dabei. Gelesen wird vom 04. Januar bis 08. Januar und endet mit der langen Nacht der aufgeschobenen Bücher #LndaB am Freitag.

Heute geht es um meine drei Neuentdeckungen des vergangenen Jahres. Dabei sind die Blogs schon länger, aber die drei habe ich neben meinen liebsten Blogs besonders ins Herz geschlossen.

findosbuecherwelt

Der erste ist Findos Bücherwelt bei ihm finde ich immer wieder geniale Besprechungen zu Sachbüchern, aber auch zu Krimis und Erzählungen. Außerdem reist und fotografiert Findo sehr gerne und ich liebe es mir in seiner Fotogalerie seine Aufnahmen anzuschauen. Ihm ist auch die Weltreise-Challenge im Büchertreff zu verdanken, die auch hier auf meinen Blog eine eigene Challengeseite hat.  An Start ging der Blog im April 2015 und ich möchte ihn auch nicht mehr missen.

 

cutepieliest

Anna von cute pie liest ist aus meiner Bloggerwelt nicht mehr weg zu denken. Sie ist seit Oktober 2014 aktiv und auf ihrem Blog finde ich immer wieder Bücher, die bei mir auf die Wunschliste kommen oder auch direkt in mein Buchregal. Ihre Besprechungen sprechen mich an und manchmal denke ich, dass das Buch doch etwas für mich sein kann, auch wenn es für sie nicht das passende war. Allein von ihren Lieblingsbüchern 2015 liegen noch drei bei mir ungelesen, daher werden sie dieses Jahr dran glauben müssen . :-)

aigantaighUnd dann ist da noch Mina von Aig an taigh, die die gleichen Genres liest und mich immer wieder durch ihre Besprechungen und Beiträge begeistert. Gemeinsam haben wir uns am “Stcokholm-Oktavo” von Karen Engelmann versucht und sind beide gescheitert. Die Idee gemeinsam Cattons “Die Gestirne” zu lesen, steht noch aus. Mal sehen, ob und wann wir dazu kommen werden. Interessant ist auch ihr anderer Blog worldoffolk, der über die Welt der Folkmusik erzählt und den ich auch regelmäßig lese.

Alle drei Blogs sind mir im vergangenen Jahr ans Herz gewachsen und ich möchte sie wirklich nicht mehr missen, da sie mich immer gut unterhalten. Und jeder von den dreien ist verantwortlich für mein SuB-Wachstum, so dass sie dies auch mal wissen. Obwohl dafür viele Blogs verantwortlich sind. ;-)

Außerdem geht es noch etwas mit dem Buch weiter. Es ist immer noch Carsten Sebastian Henn.

invinoveritasKlappentext von der Verlagsseite:

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maischebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants »Zur Eiche«, gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit der ihm eigenen Spürnase macht er sich auf die Spur des Täters und kommt ihm mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei näher – bis es für ihn zu heiß wird. Heißer sogar als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

Ein mit Witz erzählter kulinarischer Krimi voller liebenswerter Charaktere und tiefer Einblicke in die Geheimnisse der Winzer von der Ahr. Verziert mit einer Haube Lokalkolorit und gespickt mit bekannten Sehenswürdigkeiten – ein Genuss!

Ein Teil ist noch zu lesen und dann sollte auch bald das nächste Buch folgen, denn SuB-Abbau Extrem verfolgt mich immer noch in meinen Gedanken. :-D

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#kehrwoche – eine Woche lesen

Kehrwoche16Die #Kehrwoche von Maike und Mareike von herzpotenzial startet wieder und ich bin mit dabei. Gelesen wird vom 04. Januar bis 08. Januar und endet mit der langen Nacht der aufgeschobenen Bücher #LndaB am Freitag.

Was ist denn nun die Kehrwoche?

Die Idee hinter der Kehrwoche ist es, auf das vergangene Lese- und Blogjahr zu blicken und sich – ganz klassisch – von Altlasten zu befreien, um das neue Jahr mit frischem Elan und aufgeräumten Bücherregalen bzw. SUBs zu beginnen. Gemeinsam mit euch wollen wir schauen, welche Bücher das Lesejahr 2015 bereichert haben und welche abgebrochen oder aufgeschoben worden sind. Letzteren wollen wir in der Lesenacht noch mal eine Chance geben und dann entscheiden, ob sie vielleicht doch noch beendet werden oder leider gehen müssen.

Jeden Tag der Kehrwoche gibt es eine andere Aktion und ihr werdet folgendes von mir erfahren:

05.01.2016 Meine 3 Neuentdeckungen des Jahres 2015 werde ich euch vorstellen

06.01.2016 meine liegen gelassenen, aufgeschobene, abgebrochene, quälende Bücher in 2015

07.01.2016 meine Lesehighlights aus 2015

08.01.2016 die lange Nacht der aufgeschobenen Bücher

Das sind die Eckdaten für die Woche, aber bei mir gibt es noch mehr. Ich habe mir vorgenommen in jedem Beitrag auch etwas zu meiner aktuellen Lektüre zu posten, das Buch vorstellen und auch regelmäßige Updates zu geben. Außerdem werde ich twittern mit dem Hashtag #kehrwoche.

Und nun *trommelwirbel* bitte, doch nicht so, einen richtigen *trommelwirbel*. Na, also geht doch:

invinoveritasKlappentext von der Verlagsseite:

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maischebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants »Zur Eiche«, gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit der ihm eigenen Spürnase macht er sich auf die Spur des Täters und kommt ihm mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei näher – bis es für ihn zu heiß wird. Heißer sogar als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

Ein mit Witz erzählter kulinarischer Krimi voller liebenswerter Charaktere und tiefer Einblicke in die Geheimnisse der Winzer von der Ahr. Verziert mit einer Haube Lokalkolorit und gespickt mit bekannten Sehenswürdigkeiten – ein Genuss!

Bereits beim #Lesewochenende vom #jdtb16 angefangen und durch einen stressigen Sonntag nicht weiter gelesen – wird mich das Buch nun heute begleiten.

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[Buchbesprechung] Nicola Förg – Schussfahrt

Schussfahrt von Nicola FoergKlappentext von der Verlagsseite:

Der fulminante Auftakt einer sechsbändigen Krimi-Serie um Kommissar Gerhard Weinzirl und Johanna Kennerknecht.

Der kleine Ort Gunzesried im Allgäu ist ein Idyll. Das soll allerdings nicht so bleiben, denn der schwäbische Baulöwe Rümmele will einen gigantischen Freizeitkomplex errichten, um den Tourismus anzukurbeln. Die riesige Anlage verheißt aber nicht nur satte Einkünfte, sondern zerstört auch die Schönheit der Landschaft, und so ist die Bevölkerung in zwei Lager gespalten. Doch dann macht die einheimische Jo eines Morgens bei einem Ausritt eine schockierende Entdeckung – sie stößt auf Rümmeles Leiche im Schnee. Während die örtliche Polizei noch im Dunklen tappt, beginnt Jo auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei unterläuft ihr jedoch ein fataler Fehler, denn sie hätte niemals an die Mordstelle zurückkehren dürfen …

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Nicola Förg ist im Oberallgäu aufgewachsen. Neben ihren sehr erfolgreichen Krimis hat sie auch Reiseführer und Bildbände veröffentlicht. Als freie Reisejournalistin arbeitete sie für namhafte Tageszeitungen und Magazine. Mit ihrer Familie sowie Ponys, diversen Kaninchen und Katzen lebt die Autorin auf einem Anwesen im südwestlichen Eck Oberbayerns, dort, wo man schon mit dem Ostallgäu flirtet. Bei Goldmann erscheint ihre Kommissar-Weinzirl-Reihe.

Erster Satz:

“Wir sind doch hier nicht in Disneyland!”

Aufbau:

“Schussfahrt” umfasst 24 Kapitel sowie ein Nachwort, das ein Glossar der verwendeten allgäuerischen Ausdrücke enthält und diese erklärt. Die Erzählperspektive ist der allwissende Erzähler.

Cover und Titel:

Das Cover mit dem Hirsch im Fenster hat mich direkt angesprochen. Es vermittelt den Eindruck von einem Regionalkrimi, der mich auch erwartet hat. “Schussfahrt” als Titel ist mehr als treffend, denn er bietet eine Doppeldeutigkeit, die mir im Laufe des Lesens deutlich wurde.

Inhalt:

Jo Kennerknecht, Direktorin des Tourismusverbandes, findet beim Ausritt mit ihrem Fjordwallach Falco im Wald von Gunzesried den Baulöwen Rümmele tot an einem Baum gelehnt. Jo, die sich an den vorhergehenden Abend im Gasthaus erinnert und den legendären Auftritt für das Event Castle, macht sich direkt weg und informiert Gerhard Weinzirl, ihren alten Schulkameraden und Polizisten über den Todesfall. Weinzirl, der gut alleine mit den Ermittlungen zu recht kommen würde, bekommt Unterstützung von Kriminalkommissar Reiber aus Kempten und auch Jo fängt an zu ermitteln. Wer hat Rümmele umgebracht und hat es etwas mit dem Event Castle zu tun?

Meinung:

Nicola Förg kenne ich bereits durch ihre Bücher mit Irmi Mangold und Kathi Reindl als Protagonistinnen, da mir diese Reihe schon so gut fällt, konnte ich auch an der Weinzirl-Buchreihe nicht vorbeigehen.

“Schussfahrt” ist der erste Band, der nun mittlerweile neunbändigen Reihe um den im Allgäu lebenden Kommissar Gerhard Weinzirl und der Tourismusverbandsdirektorin Jo Kennerknecht. Mit diesen beiden hat sie zwei Figuren geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gerhard Weinzirl ruhig, gelassen und akribisch arbeitend auf der einen Seite und Jo Kennerknecht laut, neugierig und immer mit dem Kopf durch die Wand auf der anderen Seite. Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein und gerade dies macht den Krimi aus. Wer jetzt allerdings denkt, dass die Beziehung der beiden konfliktreich sei, der irrt sich, sie kommen gut miteinander aus, jedenfalls dann, wenn Jo nicht ganz so extrem ist. Das ist sie leider des Öfteren und für eine Frau über 30 auch manchmal etwas zu unvorsichtig in ihrer Ermittlungsarbeit und bringt sich dadurch öfters in Bredouille.

Der Mordfall den Nicola Förg konstruiert hat ist spannend und nicht eintönig. Während des Lesens habe ich mir so meine Gedanken gemacht, in welche Richtung es gehen könnte, wer der Täter ist und ob wirklich das Event Castle, der ausschlaggebende Punkt ist. Denn Nicola Förg hat mich oft irritiert und sprachlos zurückgelassen, wenn ich dachte, gerade eine Fährte zu haben, brachte sie jemanden Neues mit ins Spiel und mir erging es teilweise mit Kommissar Reiber, der auch oft im Dunkeln tappte.

Neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit spielt Jo Kennerknechts Privatleben in diesem ersten Band eine große Rolle. Manche Szenen ihres privaten Bereichs wurden mir dabei zu deutlich ausgeschmückt und genau beschrieben, etwas weniger wäre da besser gewesen. Amüsant fand ich die Szenen mit ihren Haustieren und die Dialoge zwischen ihr und Weinzirl oder Reiber, die oft sehr humorvoll waren und mich zum Lachen brachten. Auch gab es ein paar Spitzen in Richtung Kempten, ein weiterer Aspekt, der mir schon aus anderen Regionalkrimis geläufig ist.

Die allgäuerischen Einschübe störten ab und an meinen Lesefluss, obwohl der Krimi ansonsten flüssig zu lesen war, und mich musste im Glossar nachschauen, was so mancher Ausspruch bedeutete, wenn ich ihn nicht gerade aus dem Zusammenhang erschließen konnte.

Trotz dieser in meinen Augen kleinen Mängel werde ich auch noch den zweiten Teil der Reihe lesen, denn auf die weitere Entwicklung von Jo Kennerknecht und Gerhard Weinzirl bin ich gespannt.

Fazit

“Schussfahrt” ist ein solider und gut durchdachter Whodunit-Krimi, der mich bis zum Ende hin gut unterhalten hat.

Buchinfo:
Nicola Förg – Schussfahrt
Taschenbuch 288  Seiten
Goldmann 2008
ISBN-13: 978-3442469130
Preis: 7,95 €

Bewertung:

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RuB-Zuwachs XXII/2012

Heute war mal wieder Bücherflohmarkt unserer Kirche und die von mir sehr geschätzte Verkäuferin hatte auch tatsächlich wieder tolle Bücher da. Ganz glücklich darüber war ich, dass ich einen Teil der fehlenden Inspektor Jury Bücher von Martha Grimes gefunden habe. Hinzu kamen dann noch diverse andere Funde, die man soll es nicht glauben auf meiner Wunschliste standen. So ist mein lieber RuB wieder um einige Bücher angewachsen, auch wenn es mich zur Zeit einfach nicht stört. Ich freue mich auf all die Geschichten, die noch auf mich warten.

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