[Leseliste] April 2015

buecher1Da es mit der Leseliste im vergangenem Jahr so gut funktioniert hat, werde ich es auch in diesem Jahr beibehalten. Wie auch im letzten Jahr nehme ich wieder an zahlreichen Challenges teil und die Bücher dazu werden auch hier vorgestellt. Die Anzahl der Bücher wird in jedem Monat wohl variieren und es kann auch vorkommen, dass ich ein paar im Laufe des Monats austauschen werde. Aber dennoch hoffe ich, dass ich mich zumindest etwas an die Leseliste halten werde. Dabei steht jedoch das Lesen und die Freude an den Büchern im Vordergrund und nicht der Zwang sie unbedingt lesen zu müssen.

daslichtderphantasieKlappentext von der Verlagsseite:

Rincewind wird zum Retter der Welt.

Ein Fichtenstamm bewahrt den ungeschickten Rincewind vor dem Absturz vom Rand der Scheibenwelt. Der Zauberer findet sich in einem von intelligenten Bäumen bevölkerten Wald wieder und trifft erneut auf den Touristen Zweiblum. Währenddessen droht der Planet von einem roten Stern verschlungen zu werden. Nur ein Zauberspruch kann die Scheibenwelt noch retten, doch der befindet sich ausgerechnet in Rincewinds Kopf …

Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield, England, erfand in den Achtzigerjahren eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht, und hatte damit einen schier unglaublichen Erfolg: Ein Prozent aller in Großbritannien verkauften Bücher sind Scheibenweltromane. Jeder achte Deutsche besitzt ein Pratchett-Buch. Bei Piper liegen der erste Scheibenweltroman »Die Farben der Magie« sowie die frühen Bände um Rincewind, Gevatter Tod, die Hexen und die Wachen vor – Meisterwerke, die unter den Fans einhellig als nach wie vor unerreicht gelten. Terry Pratchett erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den »World Fantasy Lifetime Achievement Award« 2010. Zuletzt lebte der Autor in einem Anwesen in Broad Chalke in der Grafschaft Wiltshire, wo er am 12. März 2015 verstarb.

auftreuundglaubenKlappentext von der Verlagsseite:

Venedig kann sehr heiß sein: Im Sommer fliehen die Venezianer aus der stickigen Lagunenstadt. Doch aus Ferien in den kühlen Bergen wird für Commissario Brunetti nichts. Dafür sorgen eine Leiche und dubiose Machenschaften am Tribunale.

Ferragosto in Venedig: Commissario Brunetti will mit seiner Familie nach Südtirol in die Berge fahren. Er ist ferienreif, will unter dem Federbett verschwinden und Geschichtsbücher lesen. Für einen Moment scheint auch das Verbrechen eine Auszeit zu nehmen, nur zwei Leute bitten ihn um einen Freundschaftsdienst: Brusca macht sich Gedanken um unerledigte Gerichtsakten, Vianello um die eigene Tante. Aus heiterem Himmel ist Zia Anita dabei, das Familienvermögen durchzubringen. Vianello fürchtet, sie stehe unter dem Einfluss eines gefährlichen Betrügers. Durch welche Kanäle fließt das Geld? Brunetti will das nach den Ferien aufklären und sitzt schon im Zug – da gibt es einen Toten. Ein Mordfall, der den Commissario in brütender Hitze kreuz und quer durch Venedig führt. Brunetti kämpft gegen Hinterhältigkeit und Scheinheiligkeit, gegen Durchtriebenheit und Korruption. Donna Leons 19. Fall führt in ein Venedig der Scharlatane.

17476_Jaud_Hummeldumm_BS_FIN.inddKlappentext von der Verlagsseite:

Der Bestseller – mit Daumenkino!

»Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.«

Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses »irgendwas« ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.

»Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.«

9783548282787_coverKlappentext von der Verlagsseite:

Der Zarenhof in St. Petersburg ist die prunkvolle Kulisse von Petra Durst-Bennings bewegendem neuen Roman. Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplo-matie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg.
Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Ein ergreifender Roman über die Liebe und das Leben – und über eine junge Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihr Glück findet.

loveletterstothedeadKlappentext von der Verlagsseite:

Eine Geschichte voller Liebe und Weisheit: Das beeindruckendste Jugendbuch des Jahres

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Loading Likes...

[Top Ten Thursday] Eure 10 Highlights aus 2014

Top Ten ThursdayTop Ten Thursday ist von Steffis Bücher Bloggeria initiiert worden und nun habe ich mich entschlossen auch mal teilzunehmen.  Die Aufgabe für heute lautet:

Eure 10 Highlights aus 2014

 Oryxundcrake 9783462045277_breakingnews Die Orangen des Praesidenten von Abbas Khider

Oryx und Crake: Die gute Margaret Atwood hat damit für mich die Dystopie schlechthin geschrieben. Die Stimmung ist zum einen sehr erdrückend, aber den Schreibstil und die Charakterisierung ihrer Protas ist einmalig. Es ist ein richtiges Endzeitszenario mit nur noch wenigen Menschen auf der Erde.

Breaking News: Frank Schätzing hat mir mit diesem Buch den israelisch-palästinensischen Konflikt näher gebracht. Die historischen Fakten zu Israel sind gut recherchiert und was ich genial fand er wertet nicht, sondern erzählt einfach.

Die Orangen der Präsidenten: Abbas Khider beschreibt den Gefängnisaufenthalt eines zu Unrecht inhaftierten jungen Irakers, der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Erschreckend und traurig zu gleich.

diewahrheitüberdenfallharryquebert u1_978-3-8105-1951-1_rosie-projekt 9783550080418_cover

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Joel Dicker hat mich mit dem Buch total begeistert. Die Geschichte war so komplex erzählt, dass man bis zum Ende hin nicht wirklich wusste was passiert ist. Das Buch muss ich unbedingt noch einmal lese.

Das Rosie-Projekt: Selten habe ich während eines Buches so gelacht und den Kopf geschüttelt wie bei Graeme Simsion und seinen Protagonisten Don Tillman, der mit Hilfe eines selbst erdachten Fragebogens eine Ehefrau sucht. Sehr humorvoll und ein traumhaftes Buch.

Darm mit Charme: Guilia Enders erzählt so locker und flockig von unserem Darm, dass hier Lachen einfach vorprogrammiert war. Ein Sachbuch, dass mich sehr begeistert hat.

9783551313331_0_undinmirderunbesiegbaresommer Joyland von Stephen King Der Aussenseiter von Sadie Jones

Und in mir der unbesiegbare Sommer: Steht für alle Jugendbücher des vergangenen Jahres, die ich zum Thema 2. Weltkrieg und Vertreibung gelesen habe. Ruta Sepetys hat die Geschichte um Lina und ihre Familie, die während der Stalinzeit aus Litauen vertrieben wurden und ins Arbeitslager nach Sibirien mussten, packend und eindringlich erzählt.

Joyland: Stephen King hat mich mit diesem Buch in den Bann gezogen. Es nicht unbedingt ein Krimi, obwohl Krimi-Elemente vorkommen, sondern vielmehr ein Roman über das Erwachsenwerden.

Der Außenseiter: Ein super trauriges, aber auch ein tolles Buch über das Sittenbild und Standesdenken der 50er Jahre in England.

9783746630786_dieheilerinundderfeuertod
Die Heilerin und der Feuertod:
Ein historischer Roman mit Krimielementen um die junge Aleke, die um 1370 in Braunschweig, versucht ihren Halbbruder aus dem Kerker zu bekommen. Die Geschichte wurde gekonnt in das Zeitgeschehen zur zweiten Schicht in Braunschweig eingefügt.

Loading Likes...

[Top Ten Thursday] 10 Bücher, auf dessen Cover ein Tier abgebildet ist

Top Ten ThursdayTop Ten Thursday ist von Steffis Bücher Bloggeria initiiert worden und nun habe ich mich entschlossen auch mal teilzunehmen.  Die Aufgabe für heute lautet:

10 Bücher auf dessen Cover ein Tier abgebildet ist!

Zunächst dachte ich noch oh gut, aber dann musste ich doch suchen, da ich nicht jedes Mal eine Katze als Coverbild haben wollte. ;-)

aufsiemitgebell aberbittefuerimmer allevögelfliegenhoch

Spencer Quinn – Auf sie mit Gebell: Erst vor kurzem auf dem Mängelexemplartisch erstanden. Der erste Teil der Bernie & Chet Reihe hat mir gut gefallen

Meg Cabot – Aber bitte für immer: Ist der vierte Band der Boy/New York-Reihe und hat mir als bisherigen Abschlussband gut gefallen. Wieder einmal frech geschrieben.

Michaela Seul – Alle Vögel fliegen hoch: Der erste Band der Flipper-Reihe hat mich überzeugt, mal eine andere Form der Ermittlung, die mich gut unterhalten hat.

arkadienerwacht derstreuner diebienenhüterin

Kai Meyer – Arkadien erwacht: Was für ein Auftakt der Arkadien-Reihe, da fällt mir ein, dass ich die unbedingt mal weiter lesen muss.

A.N. Wilson – Der Streuner: Eine wundervolle Katzengeschichten aus dem Leben einer Katze. Ich kann sie jedem nur empfehlen.

Sue Monk Kidd – Die Bienenhüterin: Ein wundervoller Roman über Liebe, Vertrauen und das Verhältnis von zwischen den Menschen unterschiedlicher Hautfarbe in den 60er Jahren der USA.

diemöwejonathan dietoteamwatt draußenwartetdiewelt

Richard Bach – Die Möwe Jonathan: Ein ruhiges und besinnliches Buch, das zum Nachdenken anregt

Gisa Pauly – Die Tote am Watt: Der erste Band der Sylt-Reihe um Mamma Carlotta, die sich kräftig in die Ermittlungen ihres Schwiegersohnes einmischt.

Nancy Grossman – Draußen wartet die Welt: Ein Amish-Mädchen bekommt die Möglichkeit eine zeitlang in “unserer” Welt zu leben. Ein besonderes Buch, dass mir sehr gut gefallen hat.

zehnzärtlichekratzbürsten

Arto Paasilinna – Zehn zärtliche Kratzbürsten: Sicherlich nicht sein bestes Buch. Sehr viele Wiederholungen und irgendwie hat mir auch sein Humor bei diesem Band gefehlt. Dennoch kann ich den finnischen Autor empfehlen.

Loading Likes...

[Aktion] Gemeinsam Lesen #81

Gemeinsam Lesen 2Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade u. a. “Die Buchmagier” von Jim C. Hines und bin auf Seite 246.Hines_Die_Buchmagier.indd

Klappentext von der Verlagsseite:

DER ZAUBER, DER EINER GESCHICHTE INNEWOHNT, IST NICHT ZU BRECHEN … Die Magie der Bücher gibt es wirklich — ebenso wie Buchmagier. Sie haben die Fähigkeit, in Romane hineinzugreifen und Gegenstände aus den Geschichten in unsere Welt zu holen.

Der Buchmagier Isaac gehört zu den Pförtnern, jener Organisation, die seit Jahrhunderten die Menschheit vor übernatürlichen Gefahren beschützt. Als einige mysteriöse Morde geschehen, entdeckt er, dass gefährliche Wesen – die so genannten Verschlinger – dahinterstecken. Doch noch schlimmer: Als nächstes haben sie es auf Isaacs Lebensgefährtin, die Dryade Lena, abgesehen! Und Lenas Magie kann in den falschen Händen zu einem gefährlichen Werkzeug werden … “Rasante Action und viel Humor … Hines gibt dem Leser alles, was er braucht!” — PUBLISHERS WEEKLY

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Im achten Monat unserer Beziehung kam ich nach Hause und traf Nidhi auf der Couch sitzend an, die Hände über einem Buch auf ihrem Schoß gefaltet.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

“Angriff der Verschlinger” ist der zweite Teil der Buchmagier-Reihe. Bereits der erste Band  hat mir gut gefallen, aber dieser hier ist noch einen Deut besser. Sehr toll finde ich die zu Beginn eines jeden Kapitels in kursiver Schrift geschriebenen Rückblicke zu Lena, der Dryade des Buches. So erfährt man so einiges über ihre Vergangenheit und ihrem Wesen, dass mir bisher ziemlich undurchsichtig war, wirklich deutlicher wird es bisher auch nicht, aber einiges an ihrem Verhalten kann ich jetzt besser nachvollziehen.
Ansonsten sind die Charaktere gut ausgestaltet und auch der Humor des ersten Bandes ist wieder da. Gespannt bin ich weiter auf das Verhältnis zwischen Isaac, Nidhi und Lena, diese Dreiecksbeziehung ist schon etwas speziell. ;-)

4. Liest du Reihen lieber am Stück oder hast du gerne noch andere Bücher zwischen den einzelnen Bänden?

Am Stück muss nicht sein, da können ruhig andere Bücher dazwischen kommen, allerdings muss ich sie in der richtigen Reihenfolge lesen. Durcheinander erst Band 6 und dann Band 3 oder Band 1 geht bei mir nicht. Gerne habe ich auch Abwechselung zwischen den Genres, daher ist ein striktes eine Reihe am Stück bei mir nicht möglich.

Loading Likes...

[Kurz notiert] Die Leiden einer jungen Kassiererin, Sevillas bittere Orangen

Kurz-Notiert_LogoHier ist sie nun die neue Rubrik für Bücher, die ich gelesen habe, aber über die ich nicht genug für eine Buchbesprechung zu sagen habe.

Die Leiden einer jungen Kassiererin von Anna SamKlappentext von der Verlagsseite:

Niemand sieht Tag für Tag so viele unterschiedliche Menschen an sich vorbeiziehen wie die Kassiererin im Supermarkt. Und niemand ist besser geeignet, eine Kunden-Typologie zu erstellen wie sie entlarvender kaum sein kann. Vom notorischen Stänkerer über den lästigen Fragesteller mit der langen Leitung bis hin zum Möchtegern-Charmeur. Anna Sam beschreibt Skurriles und Banales auf der anderen Seite des Warenlaufbands und würzt ihre Beobachtungen mit trockenem Humor. Der Wiedererkennungseffekt ist verblüffend.

 

 

Der trockene Humor muss gegen Ende sehr trocken gewesen sein, denn da habe ich ihn nicht mehr gefunden. Zu Beginn war das Büchlein, mehr als 176 Seiten sind es schließlich nicht, da kann ich getrost davon sprechen, noch recht amüsant und ich habe auch wirklich manches wiedererkannt an meinen eigenen Beobachtungen beim Einkaufen. Aber letztlich war es nur teilweise amüsant, zunehmend ermüdete mich, der immer gleiche Tonfall und irgendwie war nach mehr der Hälfte nichts neues mehr dazu gekommen, was man nicht eh schon ahnte oder bereits über die Medien erfahren hat.

Sarabia+Sevillas-bittere-OrangenKurzbeschreibung von Booklooker:

Sevilla, 1500. Wie eine einsame Wacht erhebt sich die prächtige Silhouette der Torre del Oro am Ufer des Guadalquivir, um die aus indischen Landen zurückkehrenden Karavellen zu begrüßen. Jubelnd empfängt die Menge die heimkehrenden Seefahrer und lauscht gespannt ihren Erzählungen von der Entdeckung der “Neuen Welt” und ihren Bewohnern: dunkelhäutigen Wesen, die keine Kleidung tragen und kannibalischen Neigungen nachgehen. Als zwei von ihnen – gerade auf die Namen Cristobalillo und Catalina getauft – als Sklaven in Sevilla eintreffen, sind sie zunächst befremdet von den Abfallhaufen und den Elendshütten außerhalb der Stadtmauer. Hat man ihnen die neue Heimat doch als kulturelles Vorbild gepriesen. Und wie sollen sie, die sie überhaupt nicht wissen, was das Wort “Besitz” bedeutet, verstehen, dass sie plötzlich keine freien Menschen mehr sind? Die Wilden treffen auf die Zivilisation – sollte man meinen. Doch die Welt der Eroberer ist längst nicht so kultiviert, wie sie zu sein vorgibt, und hält für die Indios noch so manche Überraschung bereit.

Was habe ich mich auf ein Buch über Sevilla im Mittelalter gefreut, denn der Klappentext gab so einiges her. Aber leider war “Sevillas bittere Orangen” so gar nicht meine Welt. Die Sprache viel zu langatmig und schwerfällig. Viel zu viele Dinge wurden in die 256 Seiten hineingepackt. Christoph Kolumbus, Buchdruck, Religion, Inquisition, Kannibalismus und die Integration der Indios.
Die Idee von Sarabia beide Welten zeigen zu wollen, unsere christliche Welt und die des Kannibalismus bei den Indios, war sicher gut gemeint, aber leider hat er sie durch seine langatmige Erzählweise und den unheimlich vielen Fakten zu Tode gequetscht.

 

Loading Likes...

Robert Löhr – Erika Mustermann

erikamustermannKlappentext von der Verlagsseite:

Eine liebevolle literarische Abrechnung mit der Politik 2.0.

Friederike (Grüne) verabscheut die Piraten: Raubkopierer, Rollenspieler und Einzelgänger, die sich den Teufel um die Umwelt scheren, solange das Netz nur frei bleibt. Also startet sie einen Feldzug gegen die Piratenpartei. Ihr erstes Opfer: Volker Plauschenat, der harmloseste der 15 Berliner Abgeordneten. Aber je tiefer Friederike in dessen Keller nach Leichen buddelt, desto mehr lernt sie das piratische Paralleluniversum schätzen. Und als sie erst ihr Herz an einen dieser Freaks verliert, wird es verdammt schwer, wieder von Bord zu gehen …

Mit »Erika Mustermann« gelingt Robert Löhr zweierlei: ein geschliffenes Portrait von Parlamentariern und Basis in der Hauptstadt der Orientierungslosigkeit. Und der erste Roman über eine Partei, die entweder das langersehnte Update des Systems ist – oder das hellste politische Strohfeuer unserer Zeit.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Robert Löhr, geboren 1973, ausgebildeter Journalist und Drehbuchautor, lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben zahlreichen Filmskripten und Theaterstücken verfasste er die Romane »Der Schachautomat«, »Das Erlkönig-Manöver« , »Das Hamlet-Komplott«, »Krieg der Sänger« und »Erika Mustermann«. Seine Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt.

Erster Satz:
Who killed Facebook? war mittlerweile bnei 3 460 726 Klicks.

Inhalt:

Friederike Wolf, Lehrerin und Bündnisgrüne, erlebt wie die Piratenpartei am 18. September 2011 zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses mehr Stimmen erhält als ihre Partei. So etwas kann doch gar nicht sein und dann ist auch noch Volker Plauschenat, dieser dreiste Urheberechtsverletzer, einer der fünfzehn neu gewählten Piratenabgeordneten. Friederike sinnt auf Rache und verbringt ihre knapp bemessene Freizeit als alleinerziehende Mutter einer Tochter damit genug Material über Volker Plauschenat zusammen zustellen, dass schließlich ihn und so hofft sie, auch seine Partei zu Fall bringen wird. Sie geht sogar so weit, dass sie Mitglied bei den Piraten wird. Sie erkennt, dass es dort nicht nur Nerds gibt und verliebt sich sogar in einen Piraten. Immer mehr lernt sie die unverblümte, frische Art der Piraten zu schätzen, die ihrer Partei mittlerweile abhandengekommen ist.

Aufbau:

Die broschierte Ausgabe ist aufgeteilt in drei Teile: Kaltstart, Standby und Neustart. Im Anschluss an den Roman gibt es eine Danksagung und einen Disclaimer. Gespickt ist das Buch mit Auszügen aus Wikipedia-Artikel, Twitter-Meldungen und Briefen.

Meinung:

Bereits das schwarze Cover mit dem Totenkopfsymbol aus Blumen zeigt einen Bezug zwischen Piraten und Grünen. Auch hat mich der Titelschrift zunächst an einen Stephen King Roman erinnert. Das Cover ist gut gemacht und hat direkt mein Interesse geweckt.

Wer kennt sie nicht die Piraten? Seit ihren ersten Auftritten auf der politischen Bühne stehen sie unter Beobachtung. Können die überhaupt Politik, fragt man sich immer wieder. Sie wollen anders sein als die etablierten Parteien und diese Andersartigkeit beschreibt Robert Löhr in seinem Roman “Erika Mustermann” gekonnt. Teilweise bedient sich Löhr allgemeinen Klischees, die man als Leser genauso wie seine Protagonisten Friederike hat, und bildet daraus ein gutes Bild über das Innenleben und den Wandel der Partei ab, zunächst der Zusammenhalt und aber auch wie sich langsam im Politikbetrieb selbst zerstören. Gerade die Bereitschaft die Basis überall miteinzubinden, birgt Gefahren, dies erfährt man auch Robert Löhrs Protagonist Volker Plauschenat am eigenen Leib. Nirgendswo wird so schnell hochgejubelt und auch wieder niedergerungen wie in dem Buch. Dank Facebook, Twitter und den Livestreams im Internet weiß die Basis immer genau Bescheid: Anerkennung und Ablehnung erfolgt dann auf dem Fuße.

Dies alles bringt Robert Löhr mit einer gehörigen Portion Humor und Witz dem Leser näher. “Erika Mustermann” ist unterhaltsam geschrieben und sehr oft habe ich mich gefragt, ob dies nun nur reine Satire oder nicht auch ein stückweit ernst gemeint ist. Erkennbar ist jedenfalls, dass die vollständige Transparenz der Piratenpartei zumindest bei Löhrs Protagonisten Plauschenat zu Veränderungen führt.

Zu dem witzigen Schreibstil passen auch die gut gezeichneten und überzeugend agierenden Protagonisten. Allen voran Friederike, die sich nicht so leicht unterbuttern lässt und ihre eigenen Ziele verfolgt. Dabei sei es mal dahingestellt, ob dies wirklich so sein muss. Auch der zweite Hauptprotagonist Volker Plauschenat wurde gut charakterisiert, hat man zunächst noch den Eindruck einem Nerd vor sich zu sehen, der sich für Computerspiele und die Veranstaltung von Steampunk-Rollenspiel interessiert, so wird er im Laufe des Romans vielschichtiger und auch für mich persönlich begreifbarer.

Fazit

“Erika Mustermann” ist ein unterhaltsamer und witziger Roman, der einen in die Welt und Denkweise der Piraten entführt.

Buchinfo:
Robert Löhr – Erika Mustermann
Broschiert 272 Seiten
Piper-Verlag 2013
ISBN-13: 978-3-492-05452-2
Preis: 16,99  €

Bewertung:

Loading Likes...

Reading in English…

ist mein Projekt für die nächste Zeit. Auf dem realen SuB und auch im E-Book-SuB tummeln sich so einige englischsprachige Bücher. Und diese wollen auch mal gelesen werden. Daher hat die Wörterkatze für sich ein Projekt überlegt:

readinginenglish

Jeden Monat will ich ein Buch in Englisch lesen und werde hier darüber berichten.

Für den Dezember habe ich mir  “A boyfriend before christmas” von Caedem Marquez rausgesucht. Es liegt auf meinen Kindle bereit und ich freue mich schon darauf. Die Geschichte ist laut Amazon gerade mal 60 Seiten lang und soll humorvoll sein. Dann lasse ich mich mal überraschen.

Loading Likes...

Virginia Ironside – Nein! Ich will keinen Seniorenteller

ironside_neinichwillkeinenseniorenteller

Klappentext von der Verlagsseite:
Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen – sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben…

Erste Meinung:
Vorweg ein tolles Buch. Es bringt einem zum Schmunzeln, zum Lachen und auch zum Kopfschütteln. Ironsides humorvolle Art zu schreiben, tut dabei ein übriges. Bereits nach wenigen Seiten ist mir Marie Sharp sympathisch geworden durch ihre freundliche Art, Neugier und ihr Durchsetzungsvermögen. Dabei ist sie keinsterweise knallhart, sondern hat auch ihre weichen Seiten. Dies merkt man vor allem bei ihren skurrilen Gedanken und auch ihre Ängste sei es um ihren Sohn Jack, ihren Enkel Gene, ihre Freunde oder um die Austauschstudentin Michelle. Ironside hat dies alles toll beschrieben und die Idee Marie Sharps Geschichte in Tagebuchform darzustellen hat mir gut gefallen. Ich freue mich auf die vielen weiteren Tagebucheinträge die noch kommen werden.

Erster Satz: “Also gut.”

Loading Likes...

Wochenrückblick 7/2012

Endlich mal wieder eine gute Lesewoche. Zwei Bücher beendet, eins wieder zurück ins Regal gestellt und eins noch am lesen. Dazu noch die Entscheidung getroffen mich nicht mehr wegen Challenges verrückt machen zu lassen und einfach nur noch das lesen auf das ich gerade Lust habe. Aber nun mal zu meiner Lektüre.

Gelesen:
“Plötzlich Shakespeare” von David Safier ist ein sehr humorvolles Buch über das Eintauchen in einem anderen Charakter. In dem Fall trifft es die liebeskummergeplagte Rosa, die durch Hypnose in den Körper von William Shakespeare landet. Nur ist es so, dass Shakespeare ja nicht aus seinem Körper verschwinden kann und so sich zwei sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Gedanken einen Körper teilen. Auch wenn Rosa am liebsten wieder sofort aus Shakespeares Körper verschwinden würde, kann sie dies erst, wenn sie die wahre Liebe gefunden hat. Natürlich ist dies auch eine schwierige Aufgabe für den armen William. Safier hat wieder zurück gegriffen auf eine alte Idee, das Eintauchen in eine andere Figur, war es bei “Mieses Karma” noch Kim Lange, die in die Gestalt einer Ameise wiedergeboren wurde um später wieder ein Mensch werden zu können – so ist es dieses Mal das “Frauenklischee” Rosa. Sie ist unglaublich derb und sie wurde mir auch im Laufe der Handlung nicht sympathischer. Die Szenen mit Shakespeare sind gut gelungen, aber so richtig begeistern konnte mich das Buch leider nicht. Nicht nur wegen den Protagonisten, sondern auch wegen den historischen Mängeln (ja – er hat es schon vorher mitgeteilt, dass er es historisch nicht so genau nehmen würde), aber vieles passt einfach nicht zum elisabethanischen Zeitalter. Daher nur ein Buch für zwischendurch.

Mein zweites Buch wurde der erste Band der Franca-Mazzari-Reihe von Gabriele Keiser. Ein gut gemachter Regionalkrimi, der im Moselort Winningen spielt. Ein junges Mädchen wird tot in den Weinbergen aufgefunden. Franca Mazzari, mal wieder etwas voreilig, aber leider auch dem Verhalten von Andreas Killian geschuldet, hat auch direkt den Täter parat. Sehr zum Leidwesen ihres bayerischen Kollegen Bernd Hinterhuber mit dem sie immer noch ein paar Probleme hat. Mir gefallen die beiden Kommissare Mazzari und Hinterhuber sehr gut. Die eine dickköpfige und laut, der andere der ruhige Denker und ordnungsliebend. Zwei Charaktere bei denen es automatisch zu Spannungen kommen muss, die sich allerdings immer wieder schnell abflauen. Der eigentliche Krimi plätschert eine Weile vor sich hin, man erfährt einiges über die Familie der Toten und den dort herrschenden Schwierigkeiten mit einer diktatorischen Mutter, die ihren Töchtern das Leben schwer macht und über den Weinbau. Neben dem Weinbau spielt ein kleiner Schmetterling der Apollofalter, der im Moselort Winningen heimisch ist, eine Rolle. Nicht nur die Tote, sondern auch Andreas Killian, der Gast auf dem Löwenhof der Verstorbenen war, sind von dem Schmetterling fasziniert. Ein rundum guter Regionalkrimi.

Zurück ins Regal:

Tja, das Buch ist erst einmal wieder ins Regal gewandert. Der erste Teil hat mich zu gleich gefesselt, als auch abgestoßen. Aber dennoch bekommt das Buch irgendwann wieder eine Chance.

Aktuelle Lektüre:
Schon lange wollte ich ein Buch von Karen Duve lesen. 2008 stand sie auf der Longlist des Deutschen Buchpreis mit ihrem Roman “Taxi”. Und genau dieses Buch liegt nun neben mir. Bereits das schlichte Cover hat mich angesprochen und bereits die ersten Zeilen um Alex, die ihren Lebensunterhalt als Taxifahrerin verdient, haben mich in den Bann gezogen. Gerade die kurzen Kapitel aufgeteilt in zwei Teile – einmal von 1984-1986 und dann wieder vom September 1989 bis Juni 1990 – finde ich sehr gut. Alex weiß nichts mit ihrem Leben anzufangen, ihre Ausbildung bei einer Versicherung hat sie abgebrochen, studieren will sie nicht und da sie von irgendetwas leben muss, beschließt sie Taxi zu fahren. Für jemanden der sich keine Straßen und Strecken merken kann eine Herausforderung. Karen Duve erzählt von Taxifahrern, Fahrgästen und den Umgang zwischen Mann und Frau. Sie beschreibt ihre Protagonisten sehr gut und schon öfters wollte ich Rüdiger oder Dietrich am liebsten die Meinung sagen, zwei unmögliche Typen.

Gekauft/Geschenkt:
Gekauft habe ich mir in dieser Woche kein Buch. Aber dennoch sind zwei zu mir ins Regal gewandert. Meine Nachbarin schenkte mir folgende zwei Bücher aus ihrem Bücherreich:

Loading Likes...

Wochenrückblick 6/2012

Auch in der vergangenen Woche wurde nicht viel gelesen. Aber zumindest habe ich ein Buch beendet und zwar “Ich. Darf. Nicht. Schlafen.” ein toller Thriller, der zu Beginn ruhig verläuft, aber dennoch unterschwellig ein verdammt schlechtes Gefühl hinterlässt. Mit der Zeit wird es immer spannender und man fiebert der Auflösung richtig entgegen.

Aktuelle Lektüre:
“Der Übergang” liegt immer noch auf meinem Lesetisch und ich bin keine einzige Seite weiter gekommen. Dabei hat mich der erste Teil der Handlung interessiert, auch wenn es sehr gruselig war. Da ich da nicht so recht weiterkomme und ich mich auch nicht zwingen möchte, lese ich nun noch “Plötzlich Shakespeare” von David Safier. Bisher gefällt es mir sehr gut, auch wenn Rosa etwas schräg ist. Aber Shakespeare lockert die ganze Sache auf, mit seinem Witz und seiner Gabe immer in eine Sache hinein zu stolpern.

Gekauft:
Neu in mein Regal gewandert sind “Die Gewürzhändlerin” von Petra Schier und “Das Alphabethaus” von Jussi Adler-Olsen.

Loading Likes...