Markus Zusak – Der Joker

Klappentext:
Kurz bevor ich in den Bankraub geraten bin, habe ich Bilanz über mein Leben gezogen. Ein Taxifahrer, der schwindelt, was sein Alter angeht. (Eigentlich muss man zwanzig sein, um Taxi fahren zu dürfen.) Keine Ausbildung. Keine Freundin. Nur eine schäbige Hütte und ein sabbernder Hund namens Türsteher.
Ed Kennedys eintöniges, richtungsloses Dasein ändert sich schlagartig als er eines Tages einen Banküberfall verhindert und ein Ass im Briefkasten findet – die erste von vier Spielkarten, die seinem Leben eine höchst denkwürdige Wendung geben.

Inhalt:
Ed, der sich älter macht um als Taxifahrer arbeiten zu können, gerät mit seinen Freunden in einen Bankraub und wird unfreiwillig zum Helden als er den Bankräuber aufhält. Damit beginnt dann Eds Geschichte, denn er findet in seinem Briefkasten eine Spielkarte – ein Karo-Ass mit drei Adressen auf. Er weiß zunächst nicht was das soll, aber von der Neugier getrieben macht er sich auf den Weg zu den Adressen. Was er dort vorfindet ist nicht einfach zu verdauen und er fragt sich was er da soll. Er erkennt, dass er eingreifen muss und verändert das Leben von drei Menschen. Gerade als er die erste Karte vollständig ausgeführt hat, flattert ihm schon die nächste Karte ins Haus mit drei neuen Aufgaben. Er weiß zwar nicht, wem er diese Karten zu verdanken hat, aber wiederum ergreift er die Initiative…

Meinung:
Markus Zusak “Der Joker” ist frech geschrieben und zumindest vom Schreibstil ein Jugendbuch. Vom Inhalt her würde ich es eher in den Erwachsenbereich einordnen, da es schon etwas tiefgründig ist. Der Joker handelt von Zivilcourage und Freundschaft und von dem Mut sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zusak beschreibt das Leben von Ed sehr humorvoll und auch das Gefühlchaos, was Ed in Bezug auf sein Verhältnis zu Audrey hat, wird gut dargestellt. Überhaupt gelingt es Zusak, die einzelnen Charaktere gut darzustellen, sie sind deutlich mit all ihren Facetten beschrieben und man erfährt im Laufe der Geschichte auch einiges aus der Vergangenheit.
Sehr schön fand ich die Idee mit den Karten, die als Botschaft für Ed dienten. Überhaupt hat Zusak gute Idee, mir fällt da direkt wieder die Bücherdiebin, in der er den Tod die Geschichte erzählen lässt. Zusak schreibt einfach anders als andere Autoren.
Nur zu Recht hat das Buch 2007 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten. Absolut empfehlenswert und eines meiner absoluten Jahreshighlights.

Buchinfo:
Markus Zusak: Der Joker (The Messenger)
Taschenbuch 448 Seiten
cbt 2008
ISBN-13: 978-3570305393

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8 Antworten auf „Markus Zusak – Der Joker“

  1. Okay, das wandert gleich auf meine Wunschliste. Bisher habe ich noch kein Buch von Zusak gelesen, aber es scheint ja als würde es reichen wenn sie mir nur halb so gut gefallen wie dir ;) Schöne Rezension! Dass das Buch den KJL Preis 2007 gewonnen hat wusste ich garnicht. In diesem Jahr hat “Die Bücherdiebin” ja gleich wieder in der Kategorie “Jugendjury” abgeräumt :)

    Viele liebe Grüße
    Katrin

    1. Hallo Katrin,
      ich kann Dir nur beide Bücher sehr empfehlen. Ich mag einfach seinen Schreibstil und den Humor, den er in seinen Bücher rüberbringt.
      Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!
      Liebe Grüße,

      wörterkatze

  2. “Der Joker” hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Aber “Die Bücherdiebin” bleibt mein Zusak-Highlight. Mal sehen, was der Autor uns Lesern als nächstes bietet. ;-)

    Viele Grüße vom BT-gaensebluemche

    1. Hallo Martina,
      “Die Bücherdiebin” ist auch mein absolutes Lieblingsbuch von ihm. Einfach traumhaft geschrieben und auch so traurig.

      Liebe Grüße
      wörterkatze

  3. Die Bücherdiebin ist heute noch eines meiner Lieblingsbücher. Der Joker hat mir aber auch sehr gefallen. Sonst sind aber meines Wissens nach bis heute keine nennenswerten Bücher mehr von Zuzak erschienen oder?

    1. Hallo,
      “Die Bücherdiebin” ist wirklich toll. Und von Markus Zuzak sind noch im cbt “Vorstadtfighter” und “When dogs cries” erschienen!
      Liebe Grüße
      Kerstin

        1. Ich habe eben erst danach recherchiert, daher habe ich sie auch nicht gelesen. Aber die beiden Bücher gehören zusammen, so wie ich es sehe. “Vorstadtfighter” ist der 1. Band und “When dogs cries” der 2.

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