[Buchbesprechung] Alfred Döblin – Berlin Alexanderplatz

Kurzbesprechung Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz

Moin Moin,

Ich lese gerne Klassiker und es gibt Klassiker, die liegen seit dem Studium bei mir im Regal, weil ich sie einfach nicht lesen mochte. Zu allererst #BerlinAlexanderplatz von Alfred Döblin. Nach nun mehr zwanzig Jahren habe ich Döblins Großstadtroman mit Franz Biberkopf aus dem Regal gezogen und gelesen. Wie es mir letztendlich gefallen hat, erfahrt ihr, wenn ihr weiterliest.


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Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz

Klappentext von der Verlagsseite:

Ein Klassiker der literarischen Moderne
›Berlin Alexanderplatz‹ gehört neben dem ›Ulysses‹ von James Joyce und ›Manhattan Transfer‹ von John Dos Passos zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur. Erstmals 1929 im S. Fischer Verlag erschienen, erzählt der Roman die bewegende Geschichte des Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in einen Strudel aus Verrat und Verbrechen gerät. Darüber hinaus aber erzählt der Roman auch vom Berlin der zwanziger Jahre und findet zum ersten Mal in der deutschen Literatur eine eigene, ganz neue Sprache für das Tempo der Stadt.Mit einem Nachwort von Moritz Baßler und Melanie Horn.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Alfred Döblin, 1878 in Stettin geboren, arbeitete zunächst als Assistenzarzt und eröffnete 1911 in Berlin eine eigene Praxis. Döblins erster großer Roman erschien im Jahr 1915/16 bei S. Fischer. Sein größter Erfolg war der 1929 ebenfalls bei S. Fischer publizierte Roman ›Berlin Alexanderplatz‹. 1933 emigrierte Döblin nach Frankreich und schließlich in die USA. Nach 1945 lebte er zunächst wieder in Deutschland, zog dann aber 1953 mit seiner Familie nach Paris. Alfred Döblin starb am 26. Juni 1957.

Erster Satz:

Dies Buch berichtet von einem ehemaligen Zement- und Transportarbeiter Franz Biberkopf in Berlin.

Meinung:

Gelesen ja oder besser gesagt mich durchgequält. Ich wusste schon, dass es nicht einfach wird mit den verschiedenen Ebenen, Einschüben von Zeitungsmeldungen, Szenenwechsel und einer Sprache, die nicht immer leicht ist und war.

Das Buch konnte mich nicht fesseln. Nicht Franz Biberkopf mit seinem Leben, das stetig den Bach runterging, woran er nicht unschuldig war. Nicht der religiöse Aspekte mit der Wiedergutmachung, Wiederauferstehung und alles Leid ertragen wie Hiob. Einzig die Darstellung von Berlin hat mir zugesagt, aber dies ist einfach zu wenig um mich begeistern zu können.

Zwar war die Aufteilung über neun Bücher gelungen und jedes Buch hatte eine Einleitung, aber die nahm schon einfach zu viel weg vom Roman. Dementsprechend hatte ich oft, das Gefühl, dass man die 560 Seiten wesentlich kürzer hätten fassen können.

Gefallen hat mir die Darstellung von Babylon Berlin, mit der düsteren Darstellung von Berlin. Jeder versucht sich auf irgendeine Weise durchzubringen: Franz all zu häufig mit illegalen Geschäften, obwohl er ehrlich bleiben will.

Döblin thematisiert viel Antisemitismus, Arbeiterschaft, Armut, gesellschaftliche Verhältnisse und es ist interessant, aber ich wusste nie genau,  was will Döblin mir sagen. Will er ein Sittenbild von Berlin darstellen,  ein religiöser Roman oder eine Lebensgeschichte eines armen Teufels niederschreiben.

Die Charaktere sind ordentlich dargestellt, aber alle nur negativ, naiv oder einfach gestrickt. Keine positive Darstellung, als ob alles nur schlecht war. So war auch die Handlung trostlos.

“Berlin Alexanderplatz” von Alfred Döblin  war damals ein Renner auf dem Buchmarkt und sehr erfolgreich. Vielleicht war der Roman damals modern, aber das kann ich heute mehr als neunzig Jahre nicht mehr sagen.

Fazit

Ich bin einfach nicht warm mit dem Buch geworden. Empfehlen kann ich es daher nicht, da es mich auch einfach ratlos zurückgelassen hat.

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Bibliografische Angaben
Autor: Döblin, Alfred Übersetzer: Titel: Berlin Alexanderplatz Originaltitel: —- Reihe:Band:  — Seiten: 264  ISBN: 978-3-10-402293-2 Preis: 14,00 € (Taschenbuch), 9,99 (E-Book) Erschienen: 17.01.2013 bei Fischer Verlag

 

Eure

Kerstin

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