Donna Leon – Venezianische Scharade. Commissario Brunettis dritter Fall.

Klappentext:
Eigentlich wollte Brunetti ja mit seiner Familie in die Berge fahren, statt den brütend heißen August in Venedig zu verbringen. Doch dann wird beim Schlachthof von Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Ein Transvestit? Wird Streitigkeiten mit seinen Freiern gehabt haben – so die allgemeine Meinung, auch bei Teilen der Polizei. Brunetti schaut genauer hin und lernt bei seinen Ermittlungen, weniger schnell zu urteilen als die ach so ehrenwerten Normalbürger.

Inhalt:
Es ist heiß in Venedig und anstatt wie alle anderen sich in die Berge zu flüchten, muss Commissario Brunetti in Venedig bleiben. Denn im Schlachthof in Mestre wird die Leiche eines Mannes in Frauenkleidung entdeckt. Das Gesicht des Mannes ist vollkommen zerstört. Da in Mestre kein Kommissar anwesend ist müssen nun Brunetti und seine Leute, allen voran Vianello und Pattas neue Sekretärin Ellettra, müssen nun auf dem Festland ermitteln. Er beginnt in der Homosexuellen-Szene zu ermitteln, denn das Motiv scheint eindeutig, auf einen Streit herauszulaufen. Nur die Ermittlungen führen ins Leere, erst als die Person identifiziert ist kommt Brunetti weiter. Es handelt sich um einen Bankdirektor aus Venedig. Die Ermittlungen führen Brunetti in ein wildes Intrigenspiel rund um Macht und sehr viel Geld.Wieder einmal ist nichts so wie es scheint und Brunetti deckt einen Korruptionsskandal auf, in dessen Verlauf einige ehrenwerte Venezianer als Verbrecher entlarvt werden.

Meinung:
Der dritte Brunetti spannend und gut geschrieben wie auch die beiden Vorgänger. In diesem Buch wird der Charakter von Guido Brunetti etwas deutlicher dargestellt und er gewinnt so noch mehr meine Sympathie. Ein Mensch, der erkennt, dass Vorurteile einen nicht weiterbringen und das nichts ist so wie es scheint. Das Auftauchen von Elettra als weiterer Charakter finde ich sehr gut, sie ist sympathisch beschrieben und bildet einen guten Gegensatz zu den ewig katzbuckelnden Patta.

Buchinfo:
Donna Leon: Venezianische Scharade
Taschenbuch 384 Seiten
Diogenes 1997
ISBN-13: 978-3257229905

Bewertung:

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Marc Levy – Bis ich dich wiedersehe

Klappentext:
Wer hat nicht schon davon geträumt, dass es irgendwo auf der Welt einen Seelengefährten gibt, der zu einem gehört und den es zu finden gilt? Als Jonathan, Kunstexperte aus Boston und Spezialist für die Gemälde eines geheimnisumwitterten russischen Malers, die Londoner Galeristin Clara zum ersten Mal sieht, glaubt er zunächst, dass nur die gemeinsame Leidenschaft für Kunst sie zusammengeführt hat. Doch bald fragt er sich, ob sie sich wirklich zum ersten Mal begegnen. Beide sind davon überzeugt, dass sie sich bereits kennen – wenn nicht aus diesem Leben, dann aus einem früheren…

Inhalt:
Jonathan, ein Kunstsachverständiger aus Boston, sucht das letzte gemalte Bild eines sagenumwobenen Malers. Leider ist dieses Bild schon seit langem verschollen. Schließlich findet er das Bild in einer Londoner Kunstgalerie und deren Besitzer ist diesem Bild, es scheint so schicksalhaft verbunden. Was hat es mit dem Bild auf sich und mit der magischen Verbindung zwischen Clara, der Galeristin, und dem Bild und nun auch mit Jonathan?

Meinung:
Marc Levy schreibt in diesem Roman über die Seelengefährten und das eine Liebe ewig dauern kann. Es ist ein leicht esoterisch angehauchter Roman, aber er hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Denn sucht nicht jeder irgendwie seinen Seelengefährten oder hofft ihn zumindest zu finden?

Buchinfo:
Marc Levy: Bis ich dich wiedersehe (La prochaine fois)
Taschenbuch 320 Seiten
Knaur 2006
ISBN-13: 978-3426633465

Bewertung:

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Cecelia Ahern – Zeit deines Lebens


Klappentext:
Lou Sufforn ist ein “BMW”, ein Beschäftigter Wichtiger Mann. So wichtig und beschäftigt, dass er den 70. Geburtstag seines Vaters vergisst, seine Frau leichthin betrügt und seinem kleinem Sohn noch nicht ein einziges Mal die Windeln gewechselt hat.
Eines Tages verwickelt ihn ein Obdachloser namens Gabriel in ein Gespräch. Lou fühlt sich von dem Unbekannten seltsam verbunden und verschafft ihm kurzerhand einen Job – was nun wirklich nicht seine Art ist. Doch auch Gabriel hat ein Geschenk für Lou: ein rätselhaftes Mittel, durch das Lou ein anderer wird…

Erste Meinung:
Zeit deines Lebens ist so völlig anders als die anderen Cecelia Ahern Romane. Beginnend schon mit dem ersten Kapitel in dem von einem Jungen berichtet wird, der einen Truthahn in das Wohnzimmerfenster seines Vaters wirft. Nicht nur dies ist eigenartig, sondern auch der Protagonist Lou Sufforn ist nicht gerade jemand, den man als Leser liebt, er ist quasi ein Anti-Held, man mag ihn einfach nicht, durch seine aufschneiderische Art und sein ganzes Verhalten. Hingegen hat Cecelia Ahern mit Gabriel, kurz Gabe, einen liebevollen Charakter geschaffen, der einem direkt ans Herz wächst.
Ich bin jetzt bei den letzten 100 Seiten und mittlerweile gefällt mir die Weihnachtsgeschichte richtig gut.

Erster Satz: Wer früh am Weihnachtsmorgen an der Zuckerstangenfassade einer Vorstadtsiedlung entlangschlendert, kann wohl kaum umhin wahrzunehmen, wie sehr die Häuser mit ihrem Schmuck und Geglitzer den Päckchen ähneln, die hübsch eingepackt unter den Weihnachtsbäumen drinnen in den Wohnzimmern liegen: Hier wie dort verbergen sich Geheimnisse.

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