[Gelauscht] Simon Beckett – Der Hof

simonbeckett_derhof

Beschreibung von Audible:

Auf der Flucht vor der Vergangenheit strandet der Engländer Sean auf einem einsamen Hof in Frankreich. Es ist brütend heiß, die Schweine wühlen im Dreck. Nur widerwillig duldet man den Fremden, denn die Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen – etwas, das man besser für immer ruhen lässt…

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2014 Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg (P)2014 Argon Verlag GmbH, Berlin

Autoreninfo von der Argon Verlagsseite:

Simon Beckett, geboren 1968, versuchte sich nach Abschluss eines Englischstudiums als Immobilienhändler, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. 1992 wurde er freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie Times, Daily Telegraph oder Observer. Im Laufe seiner journalistischen Arbeit spezialisierte Beckett sich auf kriminalistische Themen. Seine Thriller um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter Die Chemie des Todes, Kalte Asche, Leichenblässe und Verwesung standen monatelang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Sprecherinfo von der Argon Verlagsseite:

Johannes Steck, als Theater- und Fernsehschauspieler sehr erfolgreich, widmet sich heute vorrangig seiner vielgelobten Sprechertätigkeit. Seine ausdrucksstarke, tiefe Stimme mit dem rauen Timbre zieht jeden Hörer in ihren Bann.

Meinung:

Vorweg ich liebe die David-Hunter-Krimireihe von Simon Beckett und mir war auch bewusst, dass “Der Hof” ein völlig eigenständiges Buch ist. Dennoch waren meine Erwartungen hoch, denn schließlich wurde die Geschichte von Simon Beckett geschrieben. Bereits nach den ersten beiden Stunden hören, war ich schwer am überlegen, ob dies überhaupt ein Beckett sein kann: Von Spannung keine Spur, die Charaktere merkwürdiger als man ihm je zutrauen konnte. Trotzdem weiterhören, es kann nur noch besser werden. Leider wurde es dies nicht, denn bis zu zwei Dritteln dümpelt die Geschichte vor sich hin.

Die Charaktere werden zwar mittlerweile stärker ausgeleuchtet, aber ein Sympathieträger ist nicht dabei. Wobei mir Gretchen, die jüngste Akteurin, am meisten auf den Geist ging, mit ihrer nervenden und kindischen Art. Auch der Gutsherr war ein richtiger Unsympath, wer allerdings meint, dass zumindest der Rucksacktourist Sean mir sympathisch war, muss ich dies verneinen. Bis zu diesem Zeitpunkt überzeugte mich von der Handlung nur das Setting in Südfrankreich und dass, wohl irgendetwas mit dieser Familie nicht stimmen musste. Die Neugier, die herauszufinden, war Grund genug für mich, das Hörbuch zu Ende zu hören.
Im letzten Drittel geht es dann zügig voran, es wird schneller und auch etwas spannender, aber irgendwie kam mir dann das Ende im Hinblick auf der langen Vorgeschichte, dann doch zu abrupt und mir kam es schwer vor, dass Simon Beckett einfach nur noch fertig werden wollte.

Die Grundidee, die beiden Handlungsstränge um Sean, erzählt in den Rückblicken, und der eigenartigen Familie auf dem französischen Gutshof, hat mir gut gefallen, aber irgendwie hat er es nicht so umgesetzt wie ich es sonst von Simon Beckett gewohnt bin.

Ein Lichtblick und der Hauptgrund, weshalb ich “Der Hof” überhaupt zu Ende gehört habe, ist der grandiose Sprecher Johannes Steck. Seine Stimme hat mich angenehm durch das Hörbuch geführt. Er hat grandios verstanden den verschiedenen Charakteren durch seine Stimme ein Gesicht zu geben. Auch hat die Sprechgeschwindigkeit zur jeweiligen Handlungssituation optimal gepasst.

Hörbücher von Johannes Steck werde ich immer wieder hören, allerdings muss dann auch die Geschichte stimmen.

Hörbuchinfo:

Simon Beckett – Der Hof (Stone Bruises)
Gesprochen von Johannes Steck
Spieldauer 10 Std. 37 Min. (ungekürzte Hörbuchfassung Audible exklusiv)
Veröffentlicht: 20.02.2014
Anbieter Argon Verlag
Regulärer Preis 21,95 €
Im Premium Abo: 1 Guthaben
Im Flexi-Abo: 9,95 €

Bewertung:

Handlung:
woerterkatzewoerterkatze
Sprecher:
woerterkatzewoerterkatzewoerterkatzewoerterkatzewoerterkatze
Gesamt:
woerterkatzewoerterkatzewoerterkatzewoerterkatzehalb

 

Loading Likes...

Aktion – Gemeinsam Lesen #73

gemeinsam_lesenDienstag und es ist damit Zeit für Asaviels Aktion “Gemeinsam Lesen” .

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Gerade lese ich “August 1914” von Barbara Tuchman und bin auf Seite 110.

u1_978-3-596-19734-7_august1914

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Im Safe des Herrn von Below-Saleske, des deutschen Botschafters in Brüssel, lag ein versiegelter Umschlag, der ihm am 29. Juli von einem Sonderkurier aus Berlin gebracht und mit dem Befehl übergeben worden war, ihn “erst zu öffnen, wenn Sie telegraphisch von hier aus dazu angewiesen werden”.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

“August 1914” beschreibt den ersten Monat des 1. Weltkriegs. Barbara Tuchman zeigt den Weg bis dahin auf und zeichnet in einer erzählenden Geschichtsschreibung auch jenen ersten Monat des Krieges auf. Bisher gefällt mir ihr Tonfall sehr gut, sie zeigt nüchtern die Fehler von England, Frankreich, Russland und Deutschland auf, und auch das der Krieg verhindert hätte werden können. Aber auch das niemand von Beginn an mit offenen Karten gespielt hat und ein Abwägen auf allen Seiten da war. Mir kommt es fast so vor, als ob sie alle doch noch überrascht waren, dass es los ging, obwohl sie alle schon Jahre darauf hingearbeitet hatten.

4. Kommen in deinem aktuellen Buch Tiere vor? Wenn ja, welche und haben sie eine besondere Rolle? Wenn nein, welches Tier würdest du gerne hineindichten, wenn du der Autor wärest?

Bisher kommen die Pferde nur als Reittiere vor. Aber ich meine mich zu erinnern, dass sie im 1. Weltkrieg mit in den Krieg gezogen sind.

Loading Likes...

Waiting on Wednesday – Femme fatale

New WoW“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Auf die Taschenbuchausgabe des fünften Bandes der “Bruno, chef de police”-Reihe  “Femme fatale” von Joyce Maynard freue ich mich schon sehr. Ich mag Bruno und sein Perigord einfach. Die Art wie Martin Walker die Menschen beschreibt und immer wieder etwas typisches aus der Region beschreibt hat mich seit dem ersten Band “Bruno, chef de police” gepackt.  “Femme fatale” erscheint bereits am 24. Mai im Diogenes Verlag.

femmefataleKlappentext von der Verlagsseite:

Der fünfte Fall für Bruno, Chef de police
Aus dem Englischen von Michael Windgassen

Das Périgord ist ein Paradies für Schlemmer, Kanufahrer und Liebhaber des gemächlichen süßen Lebens. Doch im April, kurz vor Beginn der Touristensaison, stören ein höchst profitables Touristikprojekt, Satanisten und eine nackte Frauenleiche in einem Kahn die beschaulichen Ufer der Vézère. Und Bruno, den örtlichen Chef de police, stören zusätzlich höchst verwirrende Frühlingsgefühle.

In Martin Walkers fünftem ›Bruno‹-Roman geht es um Wasser: Um glasklare, gemütliche Flüsse im Périgord, auf denen statt Kanufahrern eine schöne nackte (leider tote) Frau mit einem satanistischen Tattoo heruntertreibt. Um undurchsichtige Finanzflüsse. Um ein Labyrinth prähistorischer Grotten und ein internationales Ferienressort an lauschigen Ufern. Es geht um Fischspezialitäten, mit denen Bruno die Frauen verführt, und um große Fische einer Rüstungslobby, die ihm fast wieder von der Angel springen. Und schließlich um Teufelsweiber, die seit Ludwigs XIV. Mätresse Madame de Montespan die französischen Staats- und Finanzgeschäfte zu lenken versuchen.

Loading Likes...