RuB-Zuwachs X/2012

Da ich noch ein Buch für eine Verwandte brauchte war ich mal wieder in meiner Stammbuchhandlung und irgendwie hat es mich magisch zu diesem Buch gezogen. Es hat förmlich nach mir geschrien: Nimm mich mit! Ich wollte standhaft bleiben und habe ihm mitgeteilt, dass ich noch viele Bücher hier stehen hätte und sicher ein anderer kommen wird und es mit mit zu sich nach Hause holen wird. Aber es beharrte darauf unbedingt zu mir nach Hause zu müssen: Ich mache mich so gut bei deinen anderen Büchern und ich nimm auch nicht viel Platz weg. Und ich bin ganz toll. Seufz, das so ein Buch auch so beharrlich sein muss. Es jammerte immer weiter und na gut, dachte ich mir dann auf eins mehr oder weniger kommt es nun auch nicht an. Jetzt hoffe ich nur, dass es auch hält was es versprochen hat…

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Tee, thé or tea…

Es geht doch nichts über Tee. Zum Tee gehört für mich Kandis und bei schwarzem Tee auch Milch bzw. Sahne für die Wolke. Eine Teestunde muss für mich auch schön zelebriert werden: Kerze an, Kuscheldecke (bei dem Aprilwetter immer noch angebracht), ein gutes Buch, Kekse oder Schokolade und natürlich der Hauptdarsteller: Tee, sei es grüner, schwarzer, mit oder ohne Aroma, Rooibos oder Früchtetee.Eine schöne Teekanne gehört natürlich auch dazu, wobei mir die folgende die ich hier zeige einfach zu schade für eine Teestunde wäre:

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Donna Leon – Schöner Schein


Klappentext:
An einem eisigen Winterabend bemerkt Brunetti eine Blondine im Pelz und Highheels, als er mit Paola zu einer Essenseinladung bei den Faliers unterwegs ist. Die blonde Frau erweist sich als seine Tischnachbarin und trotz ihrer maskenhaften Züge als unerwartet profund: Sei hat sowohl Cicero als auch Ovid gelesen und beeindruckt damit Brunetti mehr, als ihm selbst lieb ist.
Dochnicht nur hinter die Fassade von Franca Marinelli – “la Superlifta” – zu blicken ist schwer. Es gibt auch undurchsichtige Giftmüllgeschäfte, die immer weitere Kreise ziehen. Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima.

Erste Meinung:
Donna Leons Commissario Brunetti ermittelt in “Schöner Schein” bereits zum achtzehnten Mal in der Serenissima – Venedig – und mittlerweile ist mir der etwas andere Kommissar und seine Familie richtig ans Herz gewachsen. Da macht es auch nichts, dass es mal wieder um einen Giftmüllskandal geht. Denn die Bücher leben nicht allein durch die Krimihandlung, sondern auch durch das Zwischenmenschliche. Sei es zwischen Patta und Brunetti, wo man immer wieder das Gefühl hat, als würde man mit einem kleinen Kind reden – oder zwischen Brunetti und seiner Frau Paola bei den kleinen Neckereien und dem Verhalten des lieben Schwiegervaters Falier.
Auch dieser Fall ist wieder wie ankommen in einer geliebten Welt und auch jetzt verfolge ich schon nach wenigen Seiten gebannt das Verhalten von “la Superlifta” und Brunetti. Mal sehen wie es weitergeht.

Erster Satz: “Die Frau fiel ihm auf, als sie beide sich zu ihrer Abendeinladung auf den Weg gemacht haben.”

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