Linda Howard – Mister Perfekt

Klappentext:
Prustend vor Vergnügen stellen die Freundinnen Jaine, Marci, Luna und T.J. bei ihrem allwöchentlichen Freitagabend-Treffen in einer Bar eine Liste der Eigenschaften zusammen, die einen perfekten Mann auszeichnen. Die Kolleginnen in der Firma finden diesen Gag sogut, dass die Liste in Windeseile über E-Mail verbreitet wird, wie eine Lawine die Öffentlichkeit erreicht, sogar Presse und Fernsehen elektrisiert – und aus den anfänglichen Spaß bitterer Ernst wird. Irgendjemand scheint sich nämlich von der Liste persönlich angegriffen zu fühlen.

Inhalt:
Jaine lebt erst seit kurzem in ihrem ersten eigenen Haus und hat schon direkt Ärger mit ihrem Nachbarn Sam, der ihr den letzten Nerv raubt, mit seinem nächtlichen Krach. Sie ahnt ja nicht, dass er als Polizist arbeitet. So kommt es zunächst zu einigen Streitigkeiten, aber er steht ihr zur Seite, als zwei Freundinnen von Jaine, die mit ihr die Liste von „Mister Perfekt“ erstellt haben, ermordet werden. Irgendjemand scheint die Liste wahnsinnig zu stören. Aber wer? Ist Jaine in Gefahr und kommt ihr Sam so Nahe wie sie es sich wünscht?

Meine Meinung:
Ich hatte das Buch schon eine Weile im Regal stehen und habe es nun vergangenen Monat gelesen. Und ich muss sagen, einfach genial. Erst habe ich gedacht, ich hatte das Buch geschenkt bekommen, ach ein Frauenroman. Aber als ich angefangen habe zu lesen habe ich bemerkt, dass es ein richtig guter Thriller ist. Sehr flott geschrieben und sehr frech. Die Dialoge zwischen den vier Frauen einfach genial. Es war spannend bis zum Ende.

Buchinfo:
Linda Howard: Mister Perfekt
Taschenbuch 384 Seiten
Blanvalet 2001
ISBN-13: 978-3442357000

Loading Likes...

Arne Dahl – Tiefer Schmerz

Klappentext:
Ein toter Nobelpreiskandidat und eine verstümmelte Leiche in einem Stockholmer Freizeitpark – haben sie etwas miteinander zu tun? Fieberhaft suchen die Sonderermittler um Paul Hjelm und Kerstin Holm nach dem Verbindungsglied in einer bizarren Mordserie. Der Fall führt sie durch halb Europa bis hin zu einem monströsen Verbrechen vor langer Zeit.

Inhalt:
Wo ist der Zusammenhang zwischen dem bestialischen Mord an einem international agierenden Zuhälter, der in Skansen – einem Zoo in Stockholm – den Vielfraßen zum Fraß vorgeworfen wurde und dem Mord an einem 90jährigen Gehirnforscher und Nobelpreiskandidat, der aufgehängt an einem Baum auf dem jüdischen Friedhof gefunden wird? Paul Hjelm und Kerstin Holm, Ermittler bei der A-Gruppe, einer Spezialeinheit der schwedischen Kriminalpolizei – die Verbrechen von internationalen Charakter auflösen, machen sich mit ihren Kollegen an die Arbeit das Rätsel zu lösen. Erst der Mord an einem Kleinkriminellen in der Stockholmer U-Bahn, der kaltblütig von einer Frau zusammengeschlagen und auf die Gleise geworfen wurde, bringt sie auf eine erste Spur. Diese Spur führt sie durch halb Europa und das was sie herausfinden schockiert sie zu tiefst…

Meinung:
Arne Dahls “Tiefer Schmerz” ist der vierte Band um die A-Gruppe, einer Spezialeinheit der schwedischen Polizei. Wie auch seine Vorgängerromane brilliert er durch temporeiches erzählen und den verschiedenen Handlungssträngen. Auch die derbe und heftige Art der Beschreibung einzelner Szenen ist wiederum vorhanden. Arne Dahl wirft auch in diesem Krimi um Paul Hjelm und Kerstin Holm wieder einen kritischen Blick auf die schwedische Gesellschaft und scheut auch nicht davor zurück der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten.
Nicht nur das kritische fasziniert einen, sondern auch das er die einzelnen Charakter immer deutlicher darstellt. Sei es Hultin, den alten Chef der A-Gruppe, mit seinen Gedächtnisproblemen oder Waldemar Mörner, der Polizeidirektor, mit seinem Hang zur Überheblichkeit und Selbstdarstellung. Die einzelnen Charaktere gewinnen immer mehr an Konturen und kommen so dem Leser näher.
Ein spannendes Buch mit vielen Handlungssträngen, die sich zum Ende hin auflösen. Empfehlenswert!

Buchinfo:
Arne Dahl: Tiefer Schmerz (Europa Blues)
Taschenbuch: 416 Seiten
Piper 2006
ISBN-13: 978-3492246972

Loading Likes...

Judith O’Reilly – Stadt, Land – Schluss

Klappentext:

Judith O’Reilly liebt ihr Leben in London über alles. Nur eines liegt ihr noch mehr am Herzen, das Glück ihrer Familie. Deshalb folgt sie dem Traum ihres Mannes und zieht, hochschwanger mit dem dritten Kind, in ein Cottage in Northumberland – und lernt High Heels und Karriere durch Schafescheren und Gummistiefel zu ersetzen.
“Mein Mann war derjenige, der unbedingt auf dem Land leben wollte. Als ich meinen jüngsten Sohn fragte, was er davon hält, sagte er mit großen ängstlichen Augen: ‘Ein Bär könnte mich fressen!’ ‘Es gibt keine Bären’, beruhigte ich ihn, schaute aus dem Fenster in der Dunkelheit und hörte das Brummen …”

Inhalt:

Judith O’Reilly folgt mit den Kindern ihren Mann in den Norden, da er dort immer leben wollte. Judith selber eine erfolgreiche Journalistin ist sich nicht sicher, dass ihr das dortige Leben zu sagen wird, da sie eine echte Großstadtpflanze ist und London überalles liebt. Aber nichtdestotrotz erfüllt sie den Wunsch ihres Mannes und versucht sich dort einzuleben. Was ihr nicht sehr gut gelingt, da es zum einen ungewohnt für sie ist und zum anderen einfach sich nicht zu recht finden will. Außerdem ist gerade ihr Mann, selbst  auch Journalist, nicht sehr oft in Northumberland, sondern viel öfter in London bei der Arbeit. So ist Judith, hochschwanger und mit zwei kleinen Kindern, dabei Ordnung in ihr Northumberland-Leben zu bringen…

Meinung:

Das Buch wurde vor einiger Zeit bei vorablesen vorgestellt, schon damals war ich mir nicht sicher, ob es das richtige für mich wäre. Allerdings, da ich gerne Blogs lese und das Buch wie ein Blog aufgebaut ist, wollte ich es mit dem Buch mal versuchen. Ich hätte es besser bleiben gelassen.
Zum einen verstehe ich nicht, wie ein Mensch sich auf ein solches Unternehmen einlassen kann, wenn man zum einen schwanger und dann noch allein die Sache zu bewältigen hat, da der liebe Göttergatte auf der Arbeit in London ist. Zum anderen ist mir einfach, das ewige Gejammer und Nachgetrauere um London und ihr Leben dort unheimlich auf den Keks gegangen.
Zu Beginn ging es ja noch, da war es noch spannend und man wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Aber je länger man das Buch las, umso langweiliger wurde es. Denn im Prinzip wurde nur noch gejammert.
Ein Buch, welches ich niemanden weiter empfehlen möchte, da ich es einfach langweilig und nervend fand.

Buchinfo:

Judith O’Reilly – Stadt, Land – Schluss
Taschenbuch: 352 Seiten
Fischer 2009
ISBN-13: 978-3596178773

Loading Likes...