Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind


Klappentext:
Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Inhalt:
Emma „Emmi“ Rothner schickt eine Email an den falschen Adressaten, daraus entwickelt sich eine E-Mail-Freundschaft mit dem Sprachpsychologen Leo Leike. Was zunächst ein harmloses Geplänkel zwischen zwei Fremden war, entwickelt sich zu einer E-Mail-Romanze. Ob daraus mehr werden kann ist die Frage, die sich beide stellen. Denn Emmi ist verheiratet und hat zwei Kinder und Leo ist gerade mal wieder frisch getrennt.

Meinung:
Ein sehr schön geschriebener Roman in E-Mail-Form. Man sieht wieviel Gefühl man in eine E-Mail packen kann. Sehr gut gefallen hat mir das ewige hin und her zwischen Emmi und Leo sowohl der non-verbale Emailverkehr als auch die Schwierigkeiten mit dem Treffen. Außerdem hat mir der Einschub mit Mia, Emmis Freundin, sehr gut gefallen und die daraus resultierenden Verwicklungen. Überrascht hat mich der Schluss mit dem ich nicht in dieser Form gerechnet habe. Ein sehr toller kurzweiliger Roman.

Buchinfo:
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
Taschenbuch 224 Seiten
Goldmann 2008
ISBN-13: 978-3442465866

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Vilborg Davidsdottir – Das Feueropfer

Klappentext:
Island im 14. Jahrhundert: Im nebligen Morgengrauen setzt ein Priester unter Tränen und Segenssprüchen ein neugeborenes Kind in der unbewohnten Heide aus. Als er die Glocken zum ersten Gottesdienst rufen hört, eilt er hastig zurück ins Kloster. Ist er der Vater des Kindes? Ist die Mutter vielleicht eine Nonne von dort? Was wird aus dem kleinen Mädchen werden?

Inhalt:
Die alte Gudrun liegt im Sterben und ihre Tochter Katrin, wartet was passieren wird, denn der Tod der Mutter wäre eine Katastrophe, denn diese unterhielt eine Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann, obwohl dies verboten wurde durch die Priester. Daher wurde Gudrun exkommuniziert und sie musste mit ihrer Tochter Katrin, dem Kind dieser Liebesbeziehung allein auf einen Hof wohnen. Katrin stellt sich viele Fragen über ihre Zukunft und auch religiöse. Denn irgendwie ahnt sie das in dieser Nacht ihr Schicksal besiegelt wird. Sie muss am Sterbebett ihrer Mutter ein Testament unterschreiben in dem ihr gesamtes Hab und Gut an die Kirche geht und selbst muss sie ins Kloster eintreten. Dadurch will ihre Mutter erreichen, dass ihre Taten gesühnt werden. Katrin fügt sich, um Gott gnädig zu stimmen.

Meinung:
Das Buch habe ich vor einiger Zeit in unserer Ortsbuchhandlung entdeckt und da ich schon immer mal gerne etwas über das historische Island lesen wollte, hatte ich es gekauft. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Es ist sehr schön geschrieben und auch die Personen sehr gut dargestellt. Entsetzt hat mich die Bigotterie und das düster gehaltene Bild von der Zeit damals in Island. Wer sich für Island interessiert, dem lege ich das Buch ans Herz.

Buchinfo:
Vilborg Davidsdottir: Das Feueropfer
Taschenbuch 200 Seiten
btb 2003
ISBN-13: 978-3442727940

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Jan Weiler – Maria, ihm schmeckt’s nicht

Klappentext:
»Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süditalienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen.«

Inhalt:
Es geht um einen jungen deutschen Mann, der sich in eine schöne Halb-Italienerin verliebt. Und als er später mit ihr vor den Traualtar tritt, heiratet er nicht nur sie, sondern auch ihre beträchtliche italienische Sippe aus Campobasso. Und die will ihn natürlich sofort kennenlernen! Vor allem sein Schwiegervater Antonio Marcipane, von dem er beim ersten Treffen befürchtet, er könne ihm einzelne Finger  abschneiden und damit Lösegel von seinen Eltern erpressen, stellt sich als sehr redselig heraus. Die beiden fahren nach Campobasso, dort erzählt ihm Antonio seine Lebensgeschichte, die eines italienischen Gastarbeiters, der in den 60er Jahren mit großen Träumen nach Deutschland kommt und bleibt.

Meinung:
Ein wunderbar humoriges Buch. Ich habe selten so gelacht! Einfach
schön! Nur zu empfehlen.

Buchinfo:
Jan Weiler: Maria, ihm schmeckt’s nicht
Taschenbuch 256 Seiten
Ullstein 2005
ISBN-13: 978-3548364865

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