Lexington, Kentucky, 1964: In einer stürmischen Winternacht entbindet der Arzt Dr. David Henry seine hochschwangere Frau. Zuerst bringt sie einen kerngesunden Sohn auf die Welt. Doch dann setzen die Wehen erneut ein, und dem Jungen folgt seine Zwillingsschwester nach. Dieses Kind ist behindert. In Sekundenschnelle trifft David eine Entscheidung, die das Leben aller Beteiligten folgenreich verändert: Während seine Frau Norah in Narkose liegt, bittet er die die Krankenschwester Caroline, den Säugling stillschweigend in ein Heim zu bringen. Aber Caroline flieht mit dem Mädchen und zieht es allein groß. So beginnt die ergreifende Geschichte, die mehr als ein Vierteljahrhundert umspannt und die Schicksale ganz außergewöhnlicher Menschen erzählt. Erst am Schluss treffen alle Lebenswege wieder zusammen, die in jener verschneiten Nacht so grausam getrennt wurden.
Erste Meinung:
Ich bin noch zu Beginn des Buches, aber soviel kann ich schon einmal sagen, dass mir der Schreibstil von Kim Edwards sehr zu sagt. Es kommt einen so vor, als sei man ein Teil der Geschichte.
Erster Satz: “Es schneite bereits seit mehreren Stunden, als ihre Wehen einsetzten.”
An der Universität von Jerusalem geht die Angst um: Ein junger Literaturdozent verunglückt bei einem Tauchunfall, der sich als Mord entpuppt. Und dann am selben Wochenende wird Professor Scha’ul Tirosch, Israels berühmtester Dichter und Leiter des Instituts für Hebräische Literatur, in seinem Büro erschlagen aufgefunden. Auf der Suche nach den Zusammenhängen gerät Inspektor Ochajon immer tiefer in die akademische Welt – eine Welt, in der Worte töten können…
Inhalt:
An der Jerusalemer Universität sterben am selben Wochenende zwei Literaturdozenten. Zum einen der junge Doktorand Ido Dudai und dann der Leiter des Fachbereichs für Hebräische Literatur Scha’ul Tirosch. Während Dudai bei einem Tauchunfall ums Leben kommt, der sich schnell als Mord rausstellt, wird Tirosch erschlagen in seinem Büro aufgefunden. So undurchsichtig wie die elitären Strukturen, Beziehungen und wissenschaftliche Arbeit sind, so schwierig gestaltet sich auch die Ermittlung für Inspektor Michael Ochajon. Er sieht sich einen Geflecht gegenüber, dass sich aus Indizien und Andeutungen immer undurchdringbarer wird. Nach einer gewissen Zeit stößt er auf die geheimnisvolle Vergangenheit von Tirosch, dem Literaturgott und Frauenversteher. Denn Dudai scheint auch dem Geheimnis auf der Spur gewesen zu sein…
Meinung:
Vor einigen Jahren ist dieses Buch in mein Regal gewandert, nach dem ich zwei andere Krimis mit Inspektor Ochajon gelesen habe, und stehen geblieben. Jetzt ist irgendwie die passende Zeit dafür es zu lesen und ich kann schon einmal sagen ich bin bisher nicht enttäuscht worden. Die Namen bereiten mir zwar wieder mal Schwierigkeiten, aber der Schreibstil von Batya Gur mit ihrem Detailreichtum ist einfach schön. Aber gerade dieser Detailreichtum macht das Buch im folgenden schwer zu lesen. Zuviele mögliche Spuren, Details und Andeutungen werden gemacht. Es wird immer komplexer und man verliert schnell den Überblick über das Geschehen. Denn zu viele Informationen, Personen und Begebenheiten prasseln auf dem Leser ein, weniger wäre in diesem Fall besser gewesen. Allerdings hat mir wiederum die Beschreibung der Personen sehr gut gefallen, da sie sie vielschichtig und widersprüchlich angelegt hat. Ein besonderes Highlight ist Inspektor Ochajon, der mehr intuitiv handelt, als wie ein typischer beinharter Polizist. Ein spannendes psychologisch geschriebener Krimi, der für alle interssant ist, die sich auch nicht vor vielen Handlungssträngen, Indizien und Akteuren durcheinander bringen lassen.
Buchinfo:
Batya Gur: Am Anfang war das Wort Taschenbuch: 480 Seiten Goldmann 1997 ISBN-13: 978-3442436002 Preis: 8,00 €
Bis auf diese schreckliche Notiz hat Kommissar Yngvar Stubo nichts, worauf er sich stützen könnte: Die amerikanische Präsidentin hält sich zum Staatsbesuch in Norwegen auf. Nun ist sie entführt worden. Politischer Terror oder private Hintergründe? Stubo bleibt wenig Zeit, das herauszufinden – unerwartet kommt ihm seine Kollegin Hanne Wilhelmsen zur Hilfe …
Erste Meinung:
Der erste Fall in dem Hanne Wilhelmsen und Yngvar Stubo gemeinsam ermitteln, ist ausgerechnet sehr brisant, niemand anders als Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika ist entführt worden und dies auch noch in Norwegen, im Lande ihrer Vorfahren. Wie auch in den anderen Holt-Krimis werden schon zu Beginn verschiedene Handlungsstränge dem Leser dargeboten. So findet man sich zu Beginn bei der Vereidigung der Präsidentin wieder, dann wechselt man zu einem Tierarzt vor den Toren New Yorks, dann nach Riad zu einem reichen Araber und dann nach Oslo ins Zentrum der Sicherheitspolizei und zur norwegischen Regierung. Auf den Leser prasseln zu Beginn viele Namen und Bilder ein, und man fragt sich, wie alles zusammenhängen wird. Bisher gefällt mir das Buch sehr gut, es ist spannend geschrieben und wie immer zeigen die Kapitelüberschriften die Tage der Handlung auf. Mal sehen wie es weitergeht.
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