Donna Leon – Endstation Venedig. Commissario Brunettis zweiter Fall


Klappentext:
Die aufgedunsene Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und der italienische Machtapparat sind gleichermaßen verwickelt. – Eine harte Nuss für Commissario Guido Brunetti, der sich nicht unterkriegen lässt: Venedig durchstreifend und seine Connections nutzend, ermittelt er ebenso sympathisch wie unkonventionell.

Inhalt:
In Venedigs Kanälen findet man eine Leiche. Bei der Leiche handelt es sich um einen amerikanischen Soldaten, der auf den Stützpunkt in Vincenza lebt und arbeitet. Als Brunetti beginnt zu ermitteln, stößt er auf eine Mauer des Schweigens beim amerikanischen Militär. Bei seiner weiteren Tätersuche entdeckt er Verwicklungen im amerikanischen Militär und der Mafia. Immer wieder bekommt er falsche Informationen und mittlerweile glaubt er, dass niemand will, dass er den Mordfall aufklärt. Schafft er es trotzdem?

Meinung:
Der zweite Fall mit Commissario Guido Brunetti ist Donna Leon sehr gut gelungen. Mir gefallen auch dieses Mal sehr die Figuren der Handlung, sei es Brunetti und seine Kollegen als auch die Darstellung des amerikanischen Militärs. Mir hat der Krimi rundum gut gefallen und er war ein netter Zeitvertreib.

Buchinfo:
Donna Leon: Endstation Venedig. Commissario Brunettis zweiter Fall
Taschenbuch 400 Seiten
Diogenes 1996
ISBN-13: 978-3257229363

Bewertung:

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Karin Slaughter – Gottlos


Klappentext:
Als die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Chief Jeffrey Tolliver die Leiche des jungen Mädchens im Wald finden, sind sie entsetzt: Sie wurde lebendig begraben. Ihr Tod muss langsam und unvorstellbar grausam gewesen sein. Doch die Ermittlungen sind mehr als schwierig. Abigails Familie gehört einer überaus fromm lebenden Sekte an, die nur wenig Kontakt zur Außenwelt hat.
Da entdeckt die Polizei einen zweiten Sarg, der bereits vermodert ist. An der Innenseite finden sich Kratzspuren. Jeffrey wird klar, dass Abigail nicht das erste Opfer des Killers war…

Inhalt:
Wie so oft geraten Sara und Jeffrey in Streit miteinander, und wie immer ist der Auslöser Jeffreys Seitensprung vor ein paar Jahren, nur dieses Mal ist es schlimmer, denn er kann sich bei seiner Geliebten mit Hepatitis infiziert haben. Sara ist aufgebracht, dass er ihr das so lange verschwiegen hat und rennt wütend weg. Jeffrey, der sie so nicht gehen lassen will, rennt ihr nach und stolpert dabei über eine Erhebung im Waldboden und reißt dadurch Sara zu Boden. Sie sind erstaunt und fangen an zu graben und was sie dort finden, erschreckt sie: Ein Mädchen lebendig begraben, dass unter unsäglichen Ängsten und Qualen gestorben sein muss. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Abigail, so der Name des Mädchen, letztendlich an einer Zyankalivergiftung gestorben ist. Sara und Jeffrey fangen mit Hilfe von Lena an zu recherchieren und erfahren, dass sie mit ihrer Familie in einer streng religiösen Gemeinschaft gelebt hat. Und es offenbart sich noch etwas: Sie war schwanger. Musste sie sterben wegen moralischer Verfehlungen? Oder hat sie etwas in der Gemeinde entdeckt, was sie nicht wissen sollte und musste deshalb ihr Leben verlieren? Dann verschwindet auch noch Abigails jüngere Schwester und ein packender Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn wenn sie auch lebendig begraben wurde, da läuft ihnen die Zeit davon…

Meinung:
“Gottlos” ist spannend geschrieben. Karin Slaughter gibt wieder einen Einblick in die Gerichtsmedizin, aber dies ist nicht das wichtige an dem Buch. Eher das dichte Familiengeflecht der Verdächtigen und auch Saras eigene Familie. Es freut mich, dass Lena endlich in Bezug auf ihren Freund Ethan aufgewacht ist und sich endlich beginnt zu wehren, auch wenn dies erst einen Auslöser braucht. Mir sind mittlerweile die Charaktere der Handlung richtig ans Herz gewachsen und dementsprechend traurig bin ich, dass ich auf den sechsten Teil noch eine Weile warten muss.

Buchinfo:
Karin Slaughter: Gottlos (Faithless)
Taschenbuch 512 Seiten
Rororo 2008
ISBN-13:978-3499240744

Bewertung:

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Martin Suter – Der letzte Weynfeldt


Klappentext:
Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, großbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen.
Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie – entgegen seinen Gepflogenheiten – mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien.
Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schließlich merkt, dass nichts ist, wie es scheint.

Meinung:
Adrian Weynfeldt ist ein gradliniger Mensch, vermögend und immer bereit Menschen aus ihrer Not zu helfen, vor allem mit Geld, denn davon hat er ja zu Genüge. So ist es für den Leser nicht verwunderlich, dass Weynfeldt Naivität und Großzügigkeit nicht nur von seinen jüngeren Freunden, alle Mitte dreißig, sondern auch von seinen älteren Freunden, alle über sechzig, ausgenutzt wird. Erst durch durch einen Sicherheitsbeamten der Bank, wird ihm klar was für ein falsches Spiel seine Geliebte Lorena mit ihm spielt.
Mir hat die Erzählung von Suter sehr gut gefallen. Vor allem die Figur Weynfeldts und sein Umfeld haben mich fasziniert. Erfreut war ich über das Ende der Erzählung und den Wesenswandel von Adrian Weynfeldt.

Buchinfo:
Martin Suter: Der letzte Weynfeldt
Hardcover 320 Seiten
Diogenes 2008
ISBN-13: 978-3257066302

Bewertung

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