Mark T. Sullivan – Toxic

Klappentext:
Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere. Er hat drei Mordfälle aufzuklären, Männer im besten Alter, die nackt ans Bett gefesselt wurden und am Gift einer der tödlichsten Schlangen der Welt starben. Was steckt dahinter? Der Killer hinterlässt jedes Mal eine Botschaft am Tatort.  Die Schlange als Instrument der Verführung? Welches Feuer lodert in den Adern des Killers, dass er seine Opfer auf so archaische Weise brutal zu Tode foltert? Je mehr Moynihan hinter die wahren Beweggründe des Killers blickt, umso gefährlicher wird es auch für ihn selbst.

Inhalt:
Drei Männer wurden durch das Gift einer Schlange ermordet. Detective Sergeant Moynihan und seine Kollegen begeben sich auf die Suche nach dem Killer, der mit einer so ausgefallene Waffe mordet. Dazu begeben sie sich auch in den Zoo von San Diego, denn sie müssen mehr über die Mordwaffe erfahren. Dabei stoßen sie auf einen ersten Verdächtigen, aber was für ein Grund sollte dieser haben, drei Männer zu töten? Oder ist es doch jemand ganz anders?

Meinung:
Ein sehr spannend geschriebener Thriller, mit einem sehr guten Plot und vielen Spannungsbögen sowie einen überraschenden Ende. Sullivans Charaktere sind vielschichtig und man erfährt im Laufe des Thrillers einiges aus ihrer Vergangenheit und weshalb, sie so handeln, wie sie handeln. So empfindet man für manche Charaktere direkt Sympathie und für andere überhaupt nicht. Ich lese viele Thriller und auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Buchinfo:
Mark T. Sullivan: Toxic (The Serpent’s Kiss)
Taschenbuch 461 Seiten
Fischer 2005
ISBN-13: 978-3596660964

Bewertung:

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Mikael Niemi – Populärmusik aus Vittula

Inhalt:
Eine Kindheit in Schweden ist nicht immer wie bei Pippi Langstrumpf oder Michel von Lönneberga. Sie kann auch anders sein, wie die von Matti aus Vittula im Norden Schwedens an der Grenze zu Finnland.
Er wächst in den 60er Jahren in einem Gebiet auf, dessen Wirtschaft sich auf Land- und Forstwirtschaft beschränkt. Kinder werden zwar zur Schule geschickt, aber lieber sehen es die Eltern, wenn sie auf dem Hof mitarbeiten.
Matti und sein Freund Niila, ein sehr stiller und depressiver Junge erleben das Erwachsenwerden zwischen Landwirtschaft, Kirche und den unruhigen 60er Jahren mit den gesellschaftlichen Umbrüchen und dem Aufkommen des Rock’n Roll.

Meinung:
Von der Leidenschaft zur Musik, vom Erwachsen werden in einem Jahrzehnt des Umbruchs handelt „Populärmusik aus Vittula“ von Mikael Niemi. Von der Abnabelung vom Elternhaus, von den Denkweisen der älteren Generation durch die Musik. Manche werden sicher die Aussagen von Eltern bzw. Großeltern in den Ohren haben „Mit der Musik konnte man damals anecken.“ So ergeht es Matti und Niila auch, Musik wurde nicht als Berufung angesehen, sondern mehr als unnützer Zeitvertreib.
Matti blickt auf seine Kindheit zurück ohne sie zu verklären oder zu verherrlichen.
„Populärmusik aus Vittula“ von Mikael Niemi verwundert über seinen Anfang, wenn man diesen Anfang mal überwunden hat, fesselt einen das Buch. Für alle die junge Literatur aus Skandinavien mögen oder mal was neues ausprobieren wollen, ist dieses Buch zu empfehlen.

Buchinfo:
Mikael Niemi: Populärmusik aus Vittula (Populärmusik fran Vittula)
Taschenbuch 303 Seiten
btb 2006
ISBN-13: 978-3442735488

Bewertung:

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Donna Leon – Venezianische Scharade. Commissario Brunettis dritter Fall.

Klappentext:
Eigentlich wollte Brunetti ja mit seiner Familie in die Berge fahren, statt den brütend heißen August in Venedig zu verbringen. Doch dann wird beim Schlachthof von Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Ein Transvestit? Wird Streitigkeiten mit seinen Freiern gehabt haben – so die allgemeine Meinung, auch bei Teilen der Polizei. Brunetti schaut genauer hin und lernt bei seinen Ermittlungen, weniger schnell zu urteilen als die ach so ehrenwerten Normalbürger.

Inhalt:
Es ist heiß in Venedig und anstatt wie alle anderen sich in die Berge zu flüchten, muss Commissario Brunetti in Venedig bleiben. Denn im Schlachthof in Mestre wird die Leiche eines Mannes in Frauenkleidung entdeckt. Das Gesicht des Mannes ist vollkommen zerstört. Da in Mestre kein Kommissar anwesend ist müssen nun Brunetti und seine Leute, allen voran Vianello und Pattas neue Sekretärin Ellettra, müssen nun auf dem Festland ermitteln. Er beginnt in der Homosexuellen-Szene zu ermitteln, denn das Motiv scheint eindeutig, auf einen Streit herauszulaufen. Nur die Ermittlungen führen ins Leere, erst als die Person identifiziert ist kommt Brunetti weiter. Es handelt sich um einen Bankdirektor aus Venedig. Die Ermittlungen führen Brunetti in ein wildes Intrigenspiel rund um Macht und sehr viel Geld.Wieder einmal ist nichts so wie es scheint und Brunetti deckt einen Korruptionsskandal auf, in dessen Verlauf einige ehrenwerte Venezianer als Verbrecher entlarvt werden.

Meinung:
Der dritte Brunetti spannend und gut geschrieben wie auch die beiden Vorgänger. In diesem Buch wird der Charakter von Guido Brunetti etwas deutlicher dargestellt und er gewinnt so noch mehr meine Sympathie. Ein Mensch, der erkennt, dass Vorurteile einen nicht weiterbringen und das nichts ist so wie es scheint. Das Auftauchen von Elettra als weiterer Charakter finde ich sehr gut, sie ist sympathisch beschrieben und bildet einen guten Gegensatz zu den ewig katzbuckelnden Patta.

Buchinfo:
Donna Leon: Venezianische Scharade
Taschenbuch 384 Seiten
Diogenes 1997
ISBN-13: 978-3257229905

Bewertung:

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