Wladimir Kaminer – Russendisko


Klappentext:
„Mein Vater sehnte sich nach Deutschland nach neuen Aufgaben, nach Verantwortung und Kampf um Leben und Tod. So kam er auf die Idee, den Führerschein zu machen. Damit war er erst einmal für die nächsten zwei Jahre beschäftigt. Sein erster Fahrlehrer sprang mitten im Verkehr aus dem Auto. Sein zweiter Fahrlehrer weigerte sich schriftlich, mit ihm selben Wagen zu sitzen. ‘Beim Fahren betrachtet Herr Kaminer unentwegt seune Füße’, schrieb er in einer Erklärung an den Fahrschulleiter. Der dritte Fahrlehrer war ein mutiger Kerl. Nachdem beide mehrere Stunden zusammen im Auto verbracht haben und dem Tod ins Gesicht gesehen hatten, wurden sie wie Brüder. Der Fahrlehrer schafft es, meinem Vater die Führerschein-Idee endgültig auszureden.“

Meinung:
Dieses Mal gibt es keinen Inhalt zum Buch. Es ist das erste Buch von Wladimir Kaminer und leider merkt man dies auch. Ich hatte es gekauft, weil es gute Kritiken bekommen hat und hoch gelobt wurde. Aber leider fand ich es nicht so gut. Die einzige Geschichte über die ich noch halbwegs Schmunzeln konnte, war die Geschichte vom Klappentext. Ansonsten fand ich diesen ganzen Erzählband sehr dürftig. Er war einfach nicht nach meinem Geschmack.

Buchinfo:
Wladimir Kaminer – Russendisko
Taschenbuch 191 Seiten
Goldmann 2002
ISBN-13: 978-3442541751

Bewertung:

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Eileen Goudge – Labyrinth der Liebe


Klappentext:
Als ein Säugling mitten in der Nacht gekidnappt wird, verändert sich das Leben von drei Frauen für immer. 25 Jahre nach der Entführung ihres Kindes leidet Ellie, inzwischen eine namhafte Therapeutin, noch immer unter dem Verlust. Da sie keine eigenen Kinder mehr bekommen kann, versucht sie verzweifelt eines zu adoptieren. Kate kennt die grausame Wahrheit von Ellies Schicksal. Doch sie schweigt – aus Angst, ihr eigenes fragiles Familienglück zu gefährden. Als Skyler schwanger wird, fällt sie die schmerzliche Entscheidung das Kind zur Adoption freizugeben, da Tony ihre Liebe offensichtlich nicht erwidert. Tony wiederum kennt eine Therapeutin, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind – eine Sehnsucht, die schließlich zum explosiven Ausbruch führt.

Meinung:
Eileen Goudge gelingt es die Verzweiflung der drei Frauen in ihrer jeweiligen Lebenssituation einzufangen, Zum einen Ellie, die nach der Entführung ihrer kleinen Tochter, auf allen Wegen versucht ein Kind zu bekommen und daran bald ihre Ehe zerbrechen lässt. Dann ist da Kate, die sich mit der Situation konfrontiert sieht, dass Skyler, Ellies entführte Tochter ist und mit ihrem Mann nicht darüber reden kann, weil dieser alles abblockt. Und letztendlich Skyler, die ihr Baby zur Adoption freigeben will, da ihre Liebe zu Tony nicht erwiedert wird. Skylers Baby wird ausgerechnet von der Frau adoptiert – die ihre eigene Mutter ist – Ellie. Aber davon ahnt Skyler nichts, erst als sie ihr Baby wieder haben will und vor Gericht deswegen muss, erfährt sie die ganze Wahrheit.
Mir gefällt ganz gut die Verknüpfung zwischen den einzelnen Handlungssträngen und Personen. Es hat nicht nur jede Person ihren Platz in der Erzählung, sondern ist auch mit fast allem verknüpft. Ich denke dabei an Tony, der der Freund eines Aids-Patienten aus Ellies Therapiegruppe ist und zugleich der Vater von Skylers Baby ist.
Mit ihrem Schreibstil, dem Erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven, ist es ihr gut gelungen, dass man sich nicht auf die Seite einer Akteurin oder Akteur schlagen kann. Mir ist es jedenfalls so gegangen.

Buchinfo:
Eileen Goudge – Labyrinth der Liebe
Taschenbuch 604 Seiten
Lübbe 2000
ISBN-13: 978-3404143535

Bewertung:

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Gwen Cooper – Homer und ich

Klappentext:
Liebe sehen wir nicht mit den Augen.
Das Letzte, was Gwen Cooper wollte, war noch eine Katze. Zwei hatte sie schon, außerdem einen schlecht bezahlten Job und ein frisch gebrochenes Herz. Doch in Homer, ein nur wenige Wochen altes, blindes Kätzchen, das niemand wollte, verliebt sie sich auf der Stelle Der winzige Teufelskerl mit dem riesigen Herzen wächst zum Lebenselixier für Gwen heran. Homer erweist sich mit seiner Treue und seiner Freude als ein regelrechter Lehrmeister für Leben und versöhnt Gwen schließlich sogar mit der Liebe…

Erste Meinung:
Angezogen hat mich schon das Cover mit der kleinen Katze auf der Hand und dann hat der Klappentext sein übriges dazu beigetan. Gwen Coopers Erzählstil ist sehr erfrischend, sie schreibt locker und flockig und man spürt die Liebe, die sie für den kleinen blinden Kater empfindet. Gut gemacht finde ich auch das es zu jedem Kapitel einen Auszug aus Homers Odyssee gibt. Nebenbei ist bereits das Vorwort sehr interessant, in dem die Tierärztin Patricia Khuly von ihrer ersten Begegnung mit Homer in ihrer Praxis berichtet. Wäre sie nicht gewesen, der arme Homer.

Erster Satz: “Als ich das Katerchen zum ersten Mal sah, war es ein winziges Etwas aus schwarzem Flaum in der ausgestreckten Hand einer jungen Frau.”

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