[WoW] Waiting on Wednesday – Blauer Hibiskus

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“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Mein heutiges WoW ist bereits 2003 erschienener Debutroman von Chimamanda Ngozi Adichif, der mittlerweile vergriffen ist. Der Fischer Verlag bringt ihn nun am 25. Juni 2015 mit einem anderen Cover als Taschenbuch heraus. Somit steht nun bei mir dieser Roman im neuen Layout auf der Wunschliste und ich brauche nicht mehr auf den Gebraucht-Bücher-Seiten zu stöbern und auch zu hoffen, dass er mal günstig angeboten wird. In letzter Zeit habe ich afrikanische Literatur für mich entdeckt, vielleicht auch die Auswirkungen der Weltenbummler-Challenge sowie der Weltenreisen-Challenge.  Jedenfalls bin ich gespannt.u1_978-3-596-03244-0_blauerhibiskus

Klappentext von der Verlagsseite:

Chimamanda Ngozi Adichies Debut – ein Meilenstein junger Weltliteratur: Jetzt als Fischer Taschenbuch!

Das Haus von Kambilis Familie liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern, die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15-jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versank, ihre Familie auseinanderfiel und ihre Kindheit zu Ende ging. Der erste viel gelobte Roman Adichies, verzweifelt schön und ganz gegenwartsnah.

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[WoW] Waiting on Wednesday – Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit

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“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Mein heutiges WoW ist der Autorin Elizabeth Kelly, von der bereits 2009 “Die verrückten Flanagans” erschienen ist. Nun legt sie mit “Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit” ihren zweiten Roman vor und der Klappentext hat mich direkt angesprochen und ich lese sehr gerne Familienromane. Am 25. Mai 2015 erscheint es als Hardcoverausgabe für 19,99€ im  Blessing Verlag.

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Klappentext von der Verlagsseite:

Eine geistreiche und unverwechselbare Geschichte um einen Mord, eine Ehekrise und ein quälendes Familiengeheimnis

Riddle Camperdown freut sich darauf, den Sommer 1972 vornehmlich faulenzend auf der Veranda ihres Elternhauses auf Cape Cod zu verbringen, und hofft , dabei nicht allzu oft von ihren exzentrischen Eltern gestört zu werden: Greer, der exaltierten, scharfzüngigen ehemaligen Hollywoodschauspielerin, und Godfrey „Camp“ Camperdown, dem Patriarchen und gewerkschaftsnahen Lokalpolitiker mit Hang zur großen Geste, der gerade mitten im Wahlkampf steckt.

Dann wird Riddle im Pferdestall des Nachbarn zufällig zur Zeugin eines Mordes. Verängstigt entscheidet sie sich dafür, niemandem davon zu erzählen. Doch als Camps Wahlkampf immer hitziger wird und einer seiner politischen Gegner Gerüchte über die Camperdowns in die Welt setzt, gerät Riddle immer mehr unter Druck, die Wahrheit zu sagen, obwohl sie gleichzeitig die Rache des Mörders fürchtet.

Das Porträt einer unvergesslichen, so skurrilen wie liebenswerten Familie, das sich vor dem Hintergrund eines Verbrechens und eines Familiengeheimnisses entfaltet – unterhaltsam, intelligent und spannend.

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[WoW] Waiting on Wednesday – Jagd

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“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Und der nächste Schweden-Krimi, der mich wieder brennend interessiert und dazu die Fortsetzung einer meiner liebsten Reihen um die Journalistin Annika Bengtzon. Wie schön, dass die Fortsetzung mit dem Titel “Jagd” von Liza Marklund bereits am 27. Februar im Ullstein in der Hardcover-Ausgabe erscheint. Es ist bereits der 10. Band und seit dem ersten Band “Studio 6”, der schon 1998 erschienen ist, bin ich ein großer Fan der Reihe. Denn Annika Bengtzon ist hartnäckig und versucht dabei auch immer Mensch zu bleiben, dazu gehört für sie auch ihr Privatleben auf die Reihe zu bekommen, und dies ist nicht immer leicht.
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Klappentext von der Verlagsseite:

Journalistin Annika Bengtzon ist die Ermittlerin der Stunde. Annika Bengtzon gilt unter ihren Kollegen als tough und unbestechlich. Sie liebt ihre Arbeit als Reporterin. Als sie zur Villa des Politikers Ingemar Lerberg gerufen wird, betritt sie eine andere Welt: wertkonservativ, traditionell und gediegen. Auf den erfolgreichen Geschäftsmann wurde ein Anschlag verübt. Für die Journalistin ist er kein Unbekannter, denn ein durch die Presse hochgeputschter Steuerskandal hatte Lerberg zum Rücktritt gezwungen. Annika Bengtzon folgt bald schon einer ganz eigenen Theorie und bringt gegen alle Widerstände Licht in ein Dunkel aus Gier und Verlogenheit.

 

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[Buchbesprechung] Margaret Atwood – Oryx und Crake

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Klappentext von der Verlagsseite:

Crake und Jimmy sind Freunde, und sie lieben dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie leben in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt in einer gar nicht so fernen Zukunft. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, ist Wissenschaftler und arbeitet an der Entwicklung neuer Medikamente, die die Menschen gegen Epidemien im Gefolge der Umweltkatastrophen immunisieren sollen, aber er verfolgt darüber hinaus ganz eigene Pläne.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize und dem Nelly-Sachs-Preis. Margaret Atwood lebt in Toronto.

Erster Satz:

Schneemensch, erwacht vor Tagesanbruch.

Aufbau:

“Oryx und Crake” der erste Teil der Madd-Addam-Trilogie umfasst 15 Kapitel mit 53 Unterkapiteln, die alle benannt sind. Insgesamt hat “Oryx und Crake” 384 Seiten.

Inhalt:

Die Erde, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Wir haben sie zerstört und der letzte Mensch auf Erden ist Schneemensch, ehemals Jimmy, hat die Zerstörung der Erde überlebt. Bei ihm ist eine Gruppe Craker, für die er sich verantwortlich fühlt, denn sie sind von Crake geschaffene Wesen, die nun auf der Erde leben sollen. Und er kannte Crake, der für dies alles verantwortlich ist und auch Oryx, die die Craker als ihrer Lehrerin und Beschützerin ansehen.

Meinung:

“Oryx und Crake” benannt nach einer Antilope und einer Rothalsralle ist ein düsterer und bedrückender Roman, aber auch unheimlich gut geschrieben. Margaret Atwood hat eine Welt erschaffen, die grauenvoller und düsterer nicht sein könnte. Nichts von unseren technischen und gesellschaftlichen Errungenschaften existiert mehr, denn wir haben es vernichtet.

Düster wahrlich, aber auch sehr kritisch beschreibt Margaret Atwood unsere Welt, die sie durch Rückblicke von Schneemensch uns deutlich macht. Eine hochtechnologisierte Welt, die sich abschottet in Bereiche, in die anderen keinen Zutritt haben, extremer Wohlstand auf der einen Seite und Armut auf der anderen Seite, Kriminalität bis ins äußerste und Wirtschaftsunternehmen, die immer nach nur mehr Gewinn streben. Wenn man es genauer betrachtet, sehr realistisch und nah an unserer heutigen Zeit.

Wo mich sonst Rückblenden stören, finde ich sie hier erhellend und einleuchtend. Man erkennt den ganzen Wahnsinn nach und nach, deutlicher wird dies nur noch durch die zynische bzw. sarkastische Erzählweise Schneemenschs. Margaret Atwood hält uns deutlich den Spiegel vor und schafft mit “Oryx und Crake” eine Medien-, Wissenschafts- und Gesellschaftskritik, die mehr als gut gelungen ist. Denn geht es heute nicht immer um mehr und noch mehr, nimmt die Gier in der Gesellschaft nicht immer mehr zu?

Neben dieser kritischen Herangehensweise an unsere Welt hat mich noch mehr die Charakterisierung der handelnden Personen begeistert und ihre Motive.
Schneemensch oder auch Jimmy genannt ist zynisch, aber auch sehr einfach gestrickt und denkt nicht viel über die Welt nach, er will eigentlich nur sein Leben leben.
Wäre da nicht Crake, sein Freund aus Schultagen, der sehr intelligent ist und sieht wie die Welt aus den Fugen gerät. Und genau diese Welt durch die Craker ersetzen will, nur dann könnten Flora und Fauna weiter existieren. Denn sie würden nicht so mit ihr umgehen.
Zu guter Letzt noch Oryx, die aus der Welt jenseits der gesicherten Gebiete stammt – den Plebsland – sie ist vielschichtiger in ihrem Charakter als Crake und Schneemensch. Sie ist der emotionale Part des dystopischen Romans von Margaret Atwood, wobei Crake die Kälte darstellt und Schneemensch die Gleichgültigkeit.

Ein weiteres Plus des Romans ist die Sprache. Sie ist einfach gehalten und “Oryx und Crake” lässt sich trotz der Thematik leicht und flüssig lesen. Bis zum Ende hin hat mich das Buch gepackt, denn die sich stetig verknüpfenden Handlungsstränge haben mich auch emotional gepackt.

“Oryx und Crake” ist mehr als nur ein dystopischer Roman, er spielt mit den Gegensätzen und hat mich auf eine Achterbahnfahrt an Emotionen mitgenommen. Manches machte mich nachdenklich, manches erkannte ich wieder, bei anderen Dingen dachte ich nur, kann dies wirklich passieren, dann gab es wieder Momente des Humor und der Entspannung ehe es wieder heftiger und kritischer wurde.

Worauf ich mich einließ, konnte ich schon an  den beiden vorangestellten Zitaten aus “Gullivers Reisen” von Jonathan Swift und “Der Leuchtturm” von Virginia Woolf erkennen. Mit beiden gibt sie den Hinweise auf ihr Buch. Darauf, dass sie “reine Tatsachen in schlichtester Art und Weise und einfachsten Stil zu erzählen” vermag und auch dass, man nicht einfach “auswendig lernen [kann], wie es in der Welt zuging” . Beide Zitate passen genau zum Buch. Eines zum Erzählstil und das andere eindeutig zur Handlung und unserer Welt.

Fazit

“Oryx und Crake” ist anders als andere Dystopien, realitätsnaher, wissenschaftlicher und hat mich restlos überzeugt, so dass ich es gutes Gewissens weiter empfehlen kann. Absolut Lesenswert!

Buchinfo:
Margaret Atwood – Oryx und Crake
Taschenbuch 384 Seiten
Berlin Verlag  2014
ISBN-13: 978-3-8333-0963-2
Preis: 10,99 €

Bewertung:

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Donna Leon – Schöner Schein


Klappentext:
An einem eisigen Winterabend bemerkt Brunetti eine Blondine im Pelz und Highheels, als er mit Paola zu einer Essenseinladung bei den Faliers unterwegs ist. Die blonde Frau erweist sich als seine Tischnachbarin und trotz ihrer maskenhaften Züge als unerwartet profund: Sei hat sowohl Cicero als auch Ovid gelesen und beeindruckt damit Brunetti mehr, als ihm selbst lieb ist.
Dochnicht nur hinter die Fassade von Franca Marinelli – “la Superlifta” – zu blicken ist schwer. Es gibt auch undurchsichtige Giftmüllgeschäfte, die immer weitere Kreise ziehen. Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima.

Erste Meinung:
Donna Leons Commissario Brunetti ermittelt in “Schöner Schein” bereits zum achtzehnten Mal in der Serenissima – Venedig – und mittlerweile ist mir der etwas andere Kommissar und seine Familie richtig ans Herz gewachsen. Da macht es auch nichts, dass es mal wieder um einen Giftmüllskandal geht. Denn die Bücher leben nicht allein durch die Krimihandlung, sondern auch durch das Zwischenmenschliche. Sei es zwischen Patta und Brunetti, wo man immer wieder das Gefühl hat, als würde man mit einem kleinen Kind reden – oder zwischen Brunetti und seiner Frau Paola bei den kleinen Neckereien und dem Verhalten des lieben Schwiegervaters Falier.
Auch dieser Fall ist wieder wie ankommen in einer geliebten Welt und auch jetzt verfolge ich schon nach wenigen Seiten gebannt das Verhalten von “la Superlifta” und Brunetti. Mal sehen wie es weitergeht.

Erster Satz: “Die Frau fiel ihm auf, als sie beide sich zu ihrer Abendeinladung auf den Weg gemacht haben.”

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