Marian Keyes – Märchenprinz

Klappentext:
Vier Frauen. Ein Mann. Ein dunkles Geheimnis.
Lola scheint sich den Traummann gesichert zu haben: Paddy de Courcy ist charmant, mächtig und unglaublich gut aussehend. Und er gibt seine Verlobung bekannt! Nur leider mit einer anderen…
Lola ist am Boden zerstört. Sie zieht sich an die wilde irische Westküste zurück und trauert ausgiebig. Dann wird sie unvermutet von der Journalistin Grace aufgestöbert. Auch ihr wurde von Paddy übel mitgespielt. Sie braucht dringend Lolas Hilfe. Und konfrontiert sie mit einer schrecklichen Wahrheit.

Inhalt:
Paddy de Courcy,  ein irischer Politiker gibt seine Verlobung bekannt, aber seine zukünftige Frau ist nicht Lola, wie sie es sich erhofft hatte, sondern Alicia, eine für sie völlig unbekannte Person. Neben Lola sind noch zwei weitere Frauen schwer betroffen, denn Grace Gildee und Marny, ihre Schwester stehen in einem besonderen Verhältnis zu ihm.
Lola, die so geschockt darüber ist, dass Paddy heiratet, vermasselt einen Auftrag als Stylistin nach dem anderen, und zieht sich erst einmal in ein kleines Haus an der irischen Westküste zurück. Die ständigen Anrufe der Journalistin Grace Gildee ignoriert sie, da sie einfach nicht darüber reden will und alles erst einmal vergessen will. Aber Grace hat auch ihre Probleme,  denn auch sie hatte Kontakt zu Paddy und war als seine Ghostwriterin beschäftigt, aber nicht nur dies bereitet ihr Sorgen. Denn da ist noch ihre Schwester Marny, die zwar auf der einen Seite glücklich verheiratet ist und zwei Töchter hat, aber auf der anderen Seite über ihre Jugendliebe Paddy de Courcy immer noch nicht hinweg ist und immer weiter dem Alkohol verfällt.

Meinung:
“Märchenprinz” ist mein nun mittlerweile dritter Roman von Marian Keyes und selten habe ich einem Buch so ambivalent gegenüber gestanden. Auf der einen Seite ist es das grundlegende Thema “Gewalt in der Beziehung”, dass mit gut umgesetzt ist und all seine Facetten zeigt, auf der anderen Seite steht aber auch der teilweise furchtbare Schreibstil. Zugegeben Marian Keyes moralisiert nicht, aber wer ein typisches Chick-Lit-Buch mit Spaß und Liebe erwartet, der ist mit einem anderen Buch sicher besser bedient.
Die Idee mit den vier Frauen, die all ihre Geschichte mit Paddy und ihr derzeitiges Leben erzählen ist sicherlich auch gut gemacht und es wird auch deutlich abgegrenzt anhand den Kapitelüberschriften, aber teilweise war dennoch einfach zu viel. Vor allem die Parts von Lola waren für mich sehr schwer zu lesen, da ihre Sätze, die sie ins Tagebuch schreibt, sehr abgehackt sind, fand ich extrem nervend und furchtbar. Gelinde gesagt wären die Teile von Grace und Marny nicht im Erzählstil geschrieben, hätte ich das Buch schon nach wenigen Seiten zugeklappt worden.
Insgesamt gesehen fand ich die Story auch etwas langatmig. Die Lebensgeschichten der vier Frauen und wie sie zusammenhängen, waren sehr interessant geschrieben worden, aber irgendwie hatte ich immer wieder das Gefühl, dass Marian Keyes gar nicht weiß wie sie das Buch beenden soll. Soll es nun eine Lebensgeschichte der vier Frauen werden oder will sie doch noch Paddy de Courcys Verhalten aufdecken. Erst im letzten Drittel des Buches kommt dann so etwas wie Klarheit in die Sache und nun habe ich mich nur noch gefragt, wie lässt sie die Geschichte zu Ende gehen. Und ja der “Märchenprinz” hat ein Ende, aber erwartet man dies auch nach all den Seiten in dieser Form? Ich weiß es nicht, aber dennoch bin ich mit dem Ende zufrieden. Auch wenn dieses mich das Buch nicht in einem besseren Licht erscheinen lässt.
Fazit: Ein Buch mit einem brisantem Thema, aber das mich sprachlich und auch inhaltlich nicht restlos überzeugt hat.

Buchinfo:
Marian Keyes – Märchenprinz (This charming Man)
Taschenbuch 864 Seiten
Heyne 2010
ISBN-13: 978-3453406377
Preis: 9,99 €

Bewertung:

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Mini-SuB August

Aufgrund einiger Lese-Challenges (Anti-Age dem SuB, Büchertreff-Challenge, Gaymax-Challenge 2012) werde ich mal wieder einen Mini-SuB erstellen. Ich habe mir für diesen Monat einiges vorgenommen und dies sollte auch mit viel Glück auch zu schaffen sein. Neben vielen Erzählungen, gibt es auch Thriller und Krimis auf dem Mini-SuB. Da mir dies immer noch zu langweilig wäre, gibt es auch noch Jugendfantasy und ChicLit. Bei letzterem wird Marian Keyes mal wieder eine Chance bekommen und ich hoffe, dass mich “Märchenprinz” gut unterhalten wird. Los geht es mit der Cover-Schau:

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Marian Keyes – Wassermelone

Klappentext:
Bis zu dem Tag an dem ihre Tochter zur Welt kam, war Claires Leben eitel Sonnenschein (glaubt sie). Jetzt ist sie eine verlassene Mutter mit einem ständig schreienden Säugling und sieht dazu noch aus wie eine Wassermelone in Stiefeln (findet sie). Verzweifelt flüchtet sie zurück ins elterliche Heim und durchleidet dort die notwendigen Phasen der Trennung mit einer Intensität, die Außenstehende zum Wahnsinn treiben kann (behauptet ihre Familie). Doch die Zeit heilt alle Wunden, und als Ehemann James plötzlich wieder vor der Tür steht, erwartet ihn eine Überraschung…

Erste Meinung:
“Wassermelone” ist Marian Keyes Debütroman und der Auftakt zu der Reihe um die Walsh-Schwestern. Bisher ist er sehr locker geschrieben und Claires manchmal etwas durchgeknallte Art gefällt mir. Dadurch, dass die Geschichte aus Claires Sicht geschrieben ist, hat man auch einen Einblick in ihre Gedanken, diese werden von Marian Keyes dann in kursiver Schrift dargestellt. Claire gibt auch immer wieder einen Rückblick auf ihr bisheriges Leben, so dass man einen guten Einblick in ihren Charakter bekommt. Auch die anderen handelnden Personen sind liebevoll gezeichnet, wie Claires Eltern, ihre verrückten jüngeren Schwestern Helen und Anna. James, der untreue Ehemann, wird hingegen bisher kaum charakterisiert. Bin mal gespannt, ob dies im Laufe der Handlung noch passieren wird. Jedenfalls ist es bis jetzt ein gutes Debüt.


Erster Satz: Der 15. Februar ist für mich ein ganz besonderer Tag.

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Weihnachtszeit – Bücherzeit

Auch an diesem Weihnachtsfest hat mein RuB zugenommen. Denn meine Lieben haben mich reich mit Büchern beschenkt und dadurch hat mein RuB die 400er-Marke geknackt. Sollte zwar so nicht passieren ist, aber nun auch nicht mehr zu ändern. Dafür habe ich viele schöne Bücher erhalten. :-) Im folgenden stelle ich Euch meine Schätzchen kurz vor:

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Marian Keyes – Sushi für Anfänger

Klappentext:
Lisa kann es nicht fassen. Anstatt in den aufregenden Wirbel New Yorks wird sie ins nasskalte Dublin geschickt, um dort eine neue Stelle als Chefredakteurin anzutreten. Wie soll sie dort, wo man ihrer Meinung nach weder von Mode noch von Lifestyle etwas versteht, ein erfolgreiches Frauenmagazin aufbauen? Lisa nimmt die Herausforderung an – sie fest entschlossen, es den irischen Provinzlern so richtig zu zeigen. Doch bald merkt sie, dass sie ihre neuen Kollegen gewaltig unterschätzt hat …

Meinung:
Das Buch hatte ich in Sommer auf Ebay ersteigert als ich es günstig sah. Bisher gefällt mir der pfiffige Schreibstil von Marian Keyes sehr. Es ist locker und flockig geschrieben und ich freue mich auf ein paar Musestunden mit “Sushi für Anfänger”.

Erster Satz: “Verdammt”, dachte sie, “ich glaube, das hier ist ein Nervenzusammenbruch.”

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