[Buchbesprechung] Jon Spence – Geliebte Jane

geliebte janeKlappentext von der Verlagsseite:

Bis heute begeistert Jane Austen die Welt mit ihren Werken, ihrem Witz und ihrer Weisheit. Inspiriert von der Begegnung zwischen der jungen Jane Austen und dem Iren Tom Lefroy, erzählt Geliebte Janeeinfühlsam, wie aus einer jungen Lady die berühmte Schriftstellerin Jane Austen wurde. Jon Spence’ vielgerühmte Biographie ist die erste – und bislang einzige – ausführliche Darstellung dieser schicksalhaften Liaison. Sie bildete die Vorlage für Julian Jarrolds Verfilmung.

Erster Satz:

1704 lag John Austen, der mutmaßliche Erbe des Austenschen Familienvermögens, im Sterben.

Aufbau:

“Geliebte Jane” von Jon Spence umfasst 12 Kapitel und eine kleine Geschichte zum Schluss auf insgesamt 379 Seiten. Hinzu kommt ein umfassender Anhang mit Anmerkungen, Bibliographie, Abbildungsnachweis und Danksagung. Zu Beginn gibt es ein Porträt von Jane Austen nach einem Aquarell ihrer Schwester Cassandra Austen. Außerdem zwei große Stammbäume der Familie Austen sind auf den Seiten 18 bis 21 zu finden.

Meinung:

Ich liebe und verehre Jane Austen und ihre Romane. So war es für mich auch verständlich, dass ich Jahre nach dem ich die Verfilmung der Biographie von Jon Spence mit Keira Knighteley als Jane Austen, zu der Vorlage greife.
So gut wie ich den Film in Erinnerung hatte, war das Buch leider nicht. Es ist eine Biographie ohne weiteres, aber für mich war sie unheimlich zäh zu lesen und ich habe mich peu à peu in den vergangenen fünf Monaten durch das Buch gekämpft. Wäre nicht mein Interesse und mein Wille gewesen dieses Buch zu beenden, wäre es sicher abgebrochen worden. Aber so kämpfte ich mich durch und vor allem der Stammbaum hat mir immer wieder aus der Patsche geholfen, wenn ich bei den vielen Namen durcheinander kam.
Mit der Zeit wurde es zwar besser, aber gepackt hat mich die Biographie. Vielleicht mag es seine teilweisen Vermutungen im Hinblick auf ihre Liebesgeschichte zu Tom Lefroy oder an den wirklich vielen Fußnoten. Es hat mich jedenfalls nicht überzeugt, wobei die Kapitel, die sich um ihre Romane drehen, wirklich interessant sind.
Und eins sollte man wirklich nicht das Buch mit dem gleichnamigen Film vergleichen, denn der Film gibt nur einen Auschnitt aus der Biographie Jane Austens wieder.

Fazit

Eine in meinen Augen nicht so gelungene Biographie zu Jane Austen.

Buchinfo:
John Spence – Geliebte Jane (Becoming Jane. A life)
Taschenbuch 379 Seiten
Insel 2007
ISBN-13: 978-3-458-35012-5
Preis: 10,00 €

Bewertung:

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[Buchbesprechung] Barbara Tuchman – August 1914

u1_978-3-596-19734-7_august1914Klappentext von der Verlagsseite:

Der Klassiker der zweifachen Pulitzer-Preisträgerin 

In ihrem bekanntesten Buch verzeichnet Barabara Tuchman, die Grande-Dame der amerikanischen Geschichtsschreibung, all die Fehleinschätzungen und Verblendungen, mit denen die Staatsmänner und Generäle in den Ersten Weltkrieg marschierten. Barbara Tuchman schreibt an den Fakten und Dokumenten entlang und kommt zu der unwiderlegbaren Feststellung, soweit es sich um den Ersten Weltkrieg handelt: Wer sich auf den Krieg als politisches Mittel einläßt, kommt darin um. In Europa gingen, nach dem berühmten Diktum, im August 1914 die Lichter aus. Ein grandioses Stück narrativer Geschichtsschreibung, das nach wie vor als der Klassiker zur Geschichte des Ersten Weltkriegs gilt.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Barbara Tuchman (1912-1989) war eine amerikanische Historikerin und Bestsellerautorin. Für ihr Buch »August 1914« wurde sie mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Ihre Werke gelten als moderene Klassiker der erzählenden Geschichtsschreibung. Weitere Bücher der Autorin im FISCHER Taschenbuch: »Bibel und Schwert.« (Bd. 15265), »Der erste Salut« (Bd. 15264), »Die Torheit der Regierenden« (Bd. 15394).

Erster Satz:

Die neun Majestäten, die an dem Maimorgen des Jahres 1910 hoch zu Roß dem Sarge Eduards VII. von England folgten, boten ein so überwältigendes Bild, daß ein Seufzer der Bewunderung durch die schwarzgekleidete Menge ging, die sich in ehrfurchtvolles Schweigen drängte.

Aufbau:

Das 528 Seiten umfassende “August 1914” ist in drei große Themen (Pläne, Kriegsausbruch, Kämpfe) mit 21 Kapiteln aufgeteilt. Voran gestellt ist noch das Kapitel “Begräbnis”, dass so etwas wie den Prolog bildet. Weiterhin gibt es einen Anhang mit Literaturverzeichnis, Karten, Anmerkungen, Namens- und Sachregister.

Meinung:

Barbara Tuchman berichtet gekonnt von den Vorbereitungen zum ersten Weltkrieg und es wird auch besonders deutlich, wie verblendet und mit wie viel Fehleinschätzungen die Generäle und Staatsmänner Europas in den ersten Weltkrieg zogen. Alle davon überzeugt jeweils das Beste für ihr Land herauszuholen. Was für eine Fehleinschätzung!

Es war der erste große Krieg auf Europas Boden im 20. Jahrhundert und es sollte nicht der letzte sein. Falsche Loyalität, Bündnisse und Großmannsucht führten ins Verderben. Barbara Tuchman gelingt es durch die Analyse von Dokumenten dem Leser nicht nur die ersten 30 Tage des Krieges darzustellen, sondern auch den Weg dahin. Sie zeigt dabei die Fehler auf und auch die Möglichkeiten, die es durchaus gegeben hat, diesen Krieg zu verhindern.

Sie berichtet detailreich und umfangreich sowohl von dem raschen Vorstoß des deutschen Militärs, den Gegenangriff Frankreichs, dem Kriegseintritts Russlands. Dabei beleuchtet sie alle vier Akteure genau. Man erlebt Ausschnitte aus Kabinettssitzungen der Briten mit, Diskussionen bei den Franzosen und dem Irrglauben  eines jeden Einzelnen, einen schnellen Sieg zu erringen. Manche Szenen sind mir zu ausführlich beschrieben, denn sie seziert die 30 Tage bis ins kleinste. Andere Dinge hat sie hingegen auch sehr spannend berichtet. Vor allem gelingt ihr eins, den Irrsinn der Zeit festzuhalten und dies mit historischen Fakten belegt. Einiges habe ich nachgeschlagen und ich bin durch das Buch besser informiert worden über den Beginn des 1. Weltkriegs und seinem Entstehen als durch manchen Geschichtsunterricht an der Schule.

Fazit

“August 1914” beginnt mit dem Begräbnis von König Eduard VII und endet mit der Marne-Schlacht. Ein gut recherchiertes Buch über die Entstehung und den Beginn des Ersten Weltkriegs.

Buchinfo:
Barbara Tuchman – August 1914
Taschenbuch 528 Seiten
Fischer 2014
ISBN-13: 978-3596197347
Preis: 12,99 €

Bewertung:

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[WoW] Waiting on Wednesday – Ein ganz neues Leben

New WoW
“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet!  “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes habe ich geliebt, auch wenn ich das Ende traurig fand. Umso glücklicher bin ich, dass es nun eine Fortsetzung geben wird. Es geht also weiter mit Louisa und ich bin schon so gespannt, was mit ihr in der Zwischenzeit geschehen ist und wie es ihr nun ergeht. Die Fortsetzung erscheint im Wunderlich Verlag am 24. September 2015 im Hardcover. Kosten wird es 19,95 € und umfasst 512 Seiten.
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Klappentext von der Verlagsseite:

Liebe Leser,

ich hatte eigentlich nie vor, eine Fortsetzung von „Ein ganzes halbes Jahr“ zu schreiben. Aber seit Jahren werde ich immer wieder gefragt, wie Louisas Leben weitergegangen ist. Und auch mich hat ihr Schicksal einfach nicht losgelassen. Was ist aus ihr geworden – danach? Wie geht man damit um, wenn man einen geliebten Menschen unter solchen Umständen verliert? Wie lebt man weiter? Mir war klar, Lous Weg würde nicht einfach sein. Aber ich wollte kein Buch schreiben, in dem es ausschließlich um Trauer geht und das überschattet wird von jemandem, der nicht mehr da ist.

Die zündende Idee kam mir dann, wie das ja manchmal so ist, um halb sechs Uhr morgens. Ich musste sofort meinen Stift schnappen und loslegen. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich verspreche: Es wird keinen Dallas-Moment geben. Es war kein Traum. Will wird auch nicht von den Toten auferstehen. Ich hoffe und glaube trotzdem, dass alle, die Will geliebt haben und ihn vermissen, Freude an diesem Buch finden werden.

Mir hat es viel Spaß gemacht, Lou und ihre Familie – aber auch die Traynors – wiederzutreffen. Wie immer haben sie mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Ich hoffe, dass es euch genauso gehen wird.

Jojo Moyes

 

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