RuB-Zuwachs VIII/2011

Selbst wenn ich am RuB-Abbauen bin habe ich mir die Möglichkeit offen gehalten neue Bücher zu kaufen. Gestern habe ich in meiner Lieblingsbuchhandlung zwei neue Bücher erstanden. Beides sind Bücher von Bücherserien: Einmal ist es Fantasy und einmal der erste Band einer deutschen Regionalkrimi-Reihe, bei der ich mit dem vierten Band angefangen habe. Tja, nun ist der erste Band da und wird auch bald gelesen. Aber nun möchte ich euch auch die beiden neuen Errungenschaften vorstellen:

Klappentext:
Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.

Der erste Band der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe von Nele Neuhaus. Ich freue mich drauf, denn vielleicht verstehe ich so ein paar Zusammenhänge besser. Denn mir hat eindeutig Hintergrundwissen beim vierten Fall gefehlt.

Klappentext:
Dämonische Kräfte sind am Werk…
Nachdem Sophie erfahren hat, dass sie ein Dämon ist, reist sie nach London zu ihrem Vater. Dort hofft sie den gut aussehenden Archer vergessen zu können, der ganz Hex Hall verraten hat. Doch bei einem Angriff der Dämonenjäger taucht Archer unerwartet wieder auf, und Sophie muss feststellen, dass sie trotz allem noch Gefühle für ihn hegt …

Bis vor einiger Zeit konnte ich mit Fantasy und der magischen Welt überhaupt nichts oder nur sehr wenig anfangen. Nun hat sich dies allerdings geändert und so konnte ich es nicht erwarten, dass endlich der zweite Teil der Hex Hall Reihe von Rachel Hawkins erscheint. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit der jungen Dämonin Sophie weitergeht und ob sie ihre eigenen Kräfte auf gibt.

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Gabriele Keiser – Engelskraut

Klappentext:
Tödliches Paradies. Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten – nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord?
Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft…

Inhalt:
Die Bundesgartenschau findet in Koblenz statt und für die Stadt ein Großereignis, dementsprechend stört es gewaltig, dass auf die Blumenrabatten immer wieder Giftangriffe verübt werden. Aber damit hat sich Franca Mazzari, Kommissarin in Koblenz, nicht zu beschäftigen. Viel mehr ist ihr zur Zeit etwas langweilig, da nicht viel geschieht. Dies soll sich aber bald ändern, sowohl im Privatleben der alleinerziehenden Mutter einer Teenagerin als auch im beruflichen. Bei ihrem Weg durch den Entenpfuhl begegnet ihr ihre alte Schulkameradin Milla wieder, mit der sie damals nicht gerade freundlich umgegangen ist. Milla klinkt sich immer mehr in Francas Leben ein.
Neben dem plötzlichen Wiedersehen mit einer Schulkameradin hat Franca auch beruflich auf einmal so einiges um die Ohren. Im Paradiesgarten liegt auf einen weggeätzten Blumenfeld der Koblenzer Apotheker Jürgen Klaussner: tot. Franca Mazzari und ihr Team stehen vor einem Rätsel: War es Mord oder inszenierter Selbstmord?
Während ihrer Recherchen finden sie unter anderem heraus, dass Jürgen Klaussner nicht einfach nur ein braver Familienvater war, sondern ein Doppelleben führte.

Meinung:
“Engelskraut” ist der dritte Krimi um Kommissarin Franca Mazzari. Gabriele Keiser hat mit ihr einen sympathischen Charakter geschaffen, der Ecken und Kanten hat und nicht einfach eine Frau, die alles kann und alles weiß. Sie hat ihr Profil gegeben und man erfährt so einiges über sie. Dadurch ist sie für den Leser direkt greifbar und man leidet mit ihr. Sei es beim Ausgehen ihrer Tochter mit einer unbekannten Person aus dem Internet oder der neuen Beziehung ihres Ex-Mannes. Franca Mazzari ist menschlich und kein Übermensch. Entspannend im Hinblick auf all die Superhelden um einen herum.
Neben dieser sehr toll dargestellten Kommissarin hat sie ihre Nebenfiguren nicht vergessen. Sehr gut gefallen hat mir auch die junge Praktikantin Clarissa bei der Polizei, mit ihrem Witz, frechen Art und ihrem Verstand. Auch Francas Schulkameradin Milla hat sie sehr schön charakterisiert in all ihren Facetten.
Aber nicht nur die Charaktere der Handlung sind besonders, auch der Aufbau des Buches hat einiges zu bieten. Zum einen drei Handlungsstränge: Erstens die Ermittlung in dem Mordfall Klaussner, zweitens die aufkeimenden Gefühle von Hans Kleinkauf gegenüber der Witwe des Verstorbenen und dann immer wieder eingeflochten der dritte Handlungsstrang von einer Person, die sich in Foren und im Netz tümmelt. Alle drei Handlungsstränge hat sie gekonnt miteinander verwoben, so dass es dem Leser bis zum Ende offen blieb, wer der eigentliche Täter war und worin das Motiv lag.

Als Bewohnerin der Region fand ich es sehr toll viele Orte der Handlung wieder zu erkennen. Öfters habe ich auf einen Stadtplan den Weg der Handlung verfolgt und noch etwas die Bundesgartenschau 2011 findet auch in der Realität von April bis Oktober hier statt.

Buchinfo:
Gabriele Keiser – Engelskraut
Taschenbuch 274 Seiten
Gmeiner 2011
ISBN-13: 978-3839211175

Bewertung:

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Markus Stromiedel – Feuertaufe

Klappentext:
In Kreuzberg wird ein Anschlag auf ein vierstöckiges Mietshaus verübt, nur ein neunjähriger Junge überlebt. Kommissar Paul Selig soll die Wogen in der Öffentlichkeit glätten. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf verschwörerische Machenschaften im Innenministerium. Doch die Drahtzieher schlagen zurück: Durch Datenmanipulation im System der Terrorabwehr wird Selig vom Jäger zum Gejagten. Ein fast aussichtsloser Kampf beginnt…

Inhalt:
Vor einem Jahr explodierte auf dem Savignyplatz in Berlin eine Bombe. Berlin ist auch jetzt noch nicht zu Ruhe gekommen und schon passiert wieder etwas. In Kreuzberg wird ein Brandanschlag auf ein Haus verübt, der einzige überlebende ist ein neunjähriger türkischer Junge und dies auch nur weil er sich nicht in der Wohnung aufgehalten hat. Selig mittlerweile zum Chef der Abteilung Sonderermittlung ernannt, soll die Berliner Bevölkerung beruhigen. Paul Selig will allerdings nicht nur beruhigen, sondern auch die Tat aufklären. Zusammen mit seiner Kollegin Maria macht er sich auf die Suche nach den Täter. Als er ihnen zu nah kommt, wird er von oberster Stelle ausgebremst. Denn die neuen Terrorgesetze bieten so einige Möglichkeiten für den machthungrigen Innenminister und seine Untergegebenen.

Meinung:
Nach “Zwillingsspiel” ist Markus Stromiedel ein weiterer Coup mit “Feuertaufe” gelungen. Bereits “Zwillingsspiel” war ein spannender Politthriller, dem “Feuertaufe” nun nichts nach steht. Schon das Cover mit dem roten Bundesadler ist ein Hingucker.
Vorweg, auch wer Zwillingsspiel nicht gelesen hat, kann dieses Buch getrost lesen. Es wird zwar ab und zu auf das vorherige Buch verwiesen, aber dennoch kann man der Handlung auch ohne Vorwissen gut folgen.
Stromiedel ist ein komplexer Politthriller gelungen, der sowohl Spannung verspricht und auch hält, als auch den Leser erschreckt. Denn ein solcher Überwachungsstaat, wie Stromiedel hier aufbaut wünscht sich kein Mensch. Man stellt sich oft die Frage, wie weit darf der Staat gehen um seine Bürger zu schützen. Wirklich eine lückenlose Überwachung?
Gerade durch die kurzen Kapitel baut sich die Spannung immer mehr auf und man wünscht sich am Ende richtig, dass Paul Selig wieder Erfolg hat und das, dass ganze Schreckensszenario, welches Stromiedel aufbaut nie Wirklichkeit wird.

Buchinfo:
Markus Stromiedel – Feuertaufe
Taschenbuch 496 Seiten
Knaur 2010
ISBN-13: 978-3426501146

Bewertung:

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