Mary Janice Davidson – Traummann an der Angel

Klappentext:
Meerjungfrau Dr. Frederika Bimm hat Angst vor dem offenen Meer. Doch auch wenn sie am liebsten in einem Aquarium schwimmt, findet sie es empörend, dass jemand den Hafen ihrer Heimatstadt mit Abwässern vergiftet. Bei der Suche nach dem Schuldigen wird Fred von zwei attraktiven Männern unterstützt: dem Meeresbiologen Thomas und dem ungezähmten Prinzen des Unterwasservolkes, Artur. Schnell schlagen die Wogen der Gefühle hoch, denn beide Männern wollen Freds Herz erobern…

Inhalt:
Frederika Bimm, von allen kurz Fred genannt, ist halb Mensch und halb Meerjungfrau und arbeitet als Meeresbiologin im Bostoner Aquarium.Von ihrem Wesen her ist sie impulsiv, eigenwillig und in manchen Dingen nicht wirklich erwachsen, trotz ihrer 29 Jahre. Ihre Arbeit macht ihr Spaß, auch wenn die Fische, die sie betreut, gerade in den Hungerstreik getreten sind, weil sie nicht ihre Lieblingssongs hören dürfen, oder gerade eine nervende Praktikantin bzw. ihre Chefin ihr den Weg kreuzt. Aber mit beiden hat sie es desöfteren zu tun. Vor allem als auch noch ein junger Meeresbiologe ins Bostoner Aquarium kommt und der Ursache der Wasserverschmutzung im Bostoner Hafen nachgeht, wird ihr Leben kompliziert. Denn Fred zeigt nicht, dass sie eine Meerjungfrau ist, aus Angst für abartig gehalten zu werden. Aber Thomas deckt ihr Geheimnis auf und verliebt sich in sie. Fred, die von Beziehungen nicht viel hält, zeigt ihm die kalte Schulter und dann taucht da auch noch Artur, der Prinz der Unterwasserwelt auf, der sie zu sich holen will und auch der Wasserverschmutzung auf den Grund gehen will, da sein Volk bedroht ist…

Meinung:
“Traummann an der Angel” ist das erste Buch, das ich von Mary Janice Davidson gelesen habe. Es ist der erste Teil der Mermaid-Reihe. Das Buch hat seine Höhen und Tiefen. Zum einen ist sehr humorvoll geschrieben und ich musste auch oft über Fred und die beiden Männer schmunzeln. Insgesamt ist die Geschichte um die Wasserverschmutzung im Bostoner Hafen ziemlich einfach gestrickt und auch die Auflösung der Handlung geht mir zum Ende etwas zu schnell. Da wären vielleicht ein paar Seiten mehr gut gewesen. Sehr gut hingegen haben mit die Charaktere der Handlung gefallen. Vor allem Fred wurde sehr detaillliert dargestellt und auch Thomas und Artur wurden gut beschrieben. Sehr schmunzeln musste ich auch über Jonas, Freds besten und ältesten Freund, er kommt einfach sehr sympathisch rüber und ist immer für eine Überraschung gut. Insgesamt betrachtet macht der Humor und die Gestaltung der Charaktere, die etwas flache Krimistory wieder weg. Ein guter erster Teil der Reihe und ich bin gespannt wie sich die Geschichte um Fred weiterentwickeln wird.
Die Bonustory “Monsterliebe” in der es um Werwölfe und Vampire geht fand ich hingegen sehr spannend geschrieben und sie hat einfach Freude gemacht zu lesen. Sie war irgendwie actionreicher und erotischer.

Buchinfo:
Mary Janice Davidson: Traummann an der Angel (Sleeping with the fishes)
Taschenbuch 304 Seiten
Lyx 2009
ISBN-13: 978-3802582509

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Veronika Bicker – Schmetterlingsschatten

Klappentext:
Im Wald hat man die Leiche eines Mädchens gefunden. Das ganze Dorf spricht von nichts anderem. Elena würde am liebsten davonrennen. Wieder kommt alles hoch, was sie krampfhaft zu vergessen versucht: der Tod ihrer Schwester Laura vor einem Jahr – ganz in der Nähe des Ortes, an dem Mann das tote Mädchen gefunden hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Und war Lauras Tod wirklich ein Unfall?

Inhalt:
Elena lebt nach dem Tod ihrer Schwerster Laura mit ihrer überängstlichen Mutter allein in einem kleinen Dorf, der Vater arbeitet in Afrika. Als Elena auf dem Schulhof erfährt das ein Mädchen unweit der Todesstelle ihrer Schwester aufgefunden wurde, ist sie geschockt. Nicht noch ein Mädchen. War es Mord? Elena, die sich noch nicht mit dem Tod ihrer Schwester abfinden kann und nicht glaubt, dass es ein Motorradunfall war fängt an nachzufragen. Nicht nur bei ihrer Mutter, die ihr etwas zu verheimlichen scheint, sondern auch in ihrer Umgebung! Plötzlich erhält sie anoyme Briefe und Anrufe, die ihr auf der einen Seite Angst einjagen, aber auf der anderen Seite auch neugierig machen. Wer ist dieser anonyme Hinweisgeber? Und was hat es mit Tristan auf sich, der ein paar Klassen über ihr ist, und sich auf einmal für sie interessiert? Ihrer Freundin Vivienne und ihren besten Freund Timo sind skeptisch über Tristan, der kein unbeschriebenes Blatt ist. Aber Elena ist begeistert von ihr, denn er benimmt sich ganz anders als die anderen Jungen in ihrem Alter. Kann sie ihm vertrauen?

Meinung:
“Schmetterlingsschatten” von Veronika Bicker gehört zu der Arena-Mädchenthriller-Reihe. Wie auch bei den anderen Bücher ist das Cover sehr schön gestaltet. Sehr gut gefallen hat mir auch kurzen Notizen zu Beginn eines jeden Kapitels. Diese kurzen Notizen werfen Fragen auf, die im Laufe der Handlung geklärt werden, und so mit einen Handlungsfaden schaffen. Denn sie bilden teilweise einen Rückblick oder auch Gedankengänge der beteiligten Charaktere. Veronika Bicker hat ihre Charaktere sehr gut dargestellt. Sei es die junge Elena, die noch unter dem Tod ihrer Schwester leidet und sich verliebt, die Mutter, die Angst hat ihre einzige Tochter auch noch zu verlieren und ihr aufgrund der Angst strenge Grenzen zieht. Aber auch der Charakter von Timo, den besten Freund Elenas, ist sehr schön dargestellt. Faszinierend und unheimlich finde ich den Charakter von Tristan, man weiß einfach nicht woran man bei ihm ist und dies zieht sich durch die gesamte Handlung. Er ist einfach nicht greifbar, es bleibt nur immer ein eigenartiges Gefühl, wenn er in die Geschichte eingreift. “Schmetterlingsschatten” ist ein sehr schöner Jugendthriller für zwischendurch und mit einem leichten Gänsehautfeeling.

Buchinfo:
Veronika Bicker: Schmetterlingsschatten
Taschenbuch 206 Seiten
Arena 2009 4. Aufl.
ISBN-13: 978-3401061771

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Kerstin Gier – Für jede Lösung ein Problem


Klappentext:
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka – und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!

Inhalt:
Gerry hat gelinde gesagt, die Schnauze gestrichen voll: Vom Leben, ihrer Familie und den ständigen Fragen “Wann heiratest Du denn endlich”.
Gerry von Beruf “Groschenromanautorin” für Ärzteromane erfährt, dass ihr Verlag von einem anderen aufgekauft wurde und ihre Romanreihe eingestellt wird. Statt dessen sollen nur noch Vampirromane verlegt werden.
Für sie bricht eine Welt zusammen, denn wenn sie noch etwas am Leben gehalten hat, dann ihr Beruf, das einzige was sie kann: Schreiben. Denn ihr Studium der Germanistik hat sie abgebrochen.
Als wenn der Verlust ihres Jobs nicht schon schlimm genug für Gerry ist, verliebt sich ihre ältere Schwester in einen Typen, den Gerry glaubt aus der Internet-Single-Börse zu kennen und mit dem sie schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ihre Schwester hält sie für neidisch, da sie keinen Mann abbekommt. Für Gerry besonders schlimm ist, dass ihre beste Freundin schwanger ist. Eigentlich ein frohes Ereignis, aber nicht für Gerry, die sich jetzt als einzige Single-Frau in der Clique sieht. Kurzum beschließt sie ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Sie schreibt an alle einen Abschiedsbrief, wo sie mit den Lügen aufräumt und jedem ihre Meinung sagt. Briefe gehen an ihre Mutter, an ihre beste Freundin, ihre Schwestern, Freunden, Vermietern und auch an ihren Lektor heraus.
Die Frage ist nur, wie soll sie ihrem Leben ein Ende setzen? Wie es der Zufall so will, kommt ausgerechnet ihre Mutter ihr zu Hilfe mit Schlaftabletten. Diese soll Gerry eigentlich in die Apotheke zurückbringen für Menschen in der Dritten Welt. Aber so ist Gerrys Problem gelöst. Denkt sie zumindest.
Sie entschließt sich in einem Hotel ihr Leben ein Ende zu setzen. Aber erstens kommt anders als man denkt. Denn der Selbstmordversuch scheitert und sie sieht sich jetzt dem Problem mit den Abschiedsbriefen gegenüber, die sie alle schon vorher in den Briefkasten geworfen hat.
Was oder wer ihren Selbstmordversuch verhindert, wie sie mit der Konfrontation der Abschiedsbriefe und wie es mit Gerry weitergeht liest ihr am besten selbst.

Meinung:
Kerstin Giers “Für jede Lösung ein Problem” ist mehr als nur ein Liebesroman, er ist eine Komödie. Es ist witzig geschrieben, mit einem guten Schuss schwarzen Humor. Auch wenn es ein ernstes Thema ist, so bringt sie es mit viel Humor und Ironie rüber. Vor allem die Briefe haben es in sich und erst Recht die daraus resultierende Konfrontation mit den Menschen nach dem gescheiterten Selbstmordversuch. Ein gutes haben die Abschiedsbriefe von Gerry, sie verändern ihr Leben und das ihrer Mitmenschen.
Manchmal ist es einfach besser die Wahrheit zu sagen, als sie zu verschweigen und immer alles hinzunehmen. So die Kernaussage dieses Buches. Denn wer wirklich zu einem steht, merkt man meistens erst dann.

Buchinfo:
Kerstin Gier: Für jede Lösung ein Problem
Taschenbuch 304 Seiten
Bastei Lübbe 2006
ISBN-13: 978-3404156146

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