Daniel Glattauer – Alle sieben Wellen

Klappentext:
1.) Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also “Gut gegen Nordwind” gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben.
2.) Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo!
3.) Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende verdient hätten? Bitte, hier haben Sie’s?
4.) Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Sie steigen ohne Nordwind-Kenntnisse in “Alle sieben Wellen” ein? Kein Problem. Sie erfahren alles…

Erste Meinung:
Lange habe ich auf die Taschenbuch-Ausgabe gewartet. Nun liegt sie vor mir und ich bin jetzt genau so zwiegespalten zu Beginn wie am Ende von “Gut gegen Nordwind”. Das damalige Ende hat mir irgendwie zugesagt, vielleicht weil es nicht das typische Ende einer Liebesromanschnulze war: Und am Ende bekommen sie sich doch! Als dann die Meldung kam, dass es eine Fortsetzung geben wird, konnte ich nicht sagen, ob gut oder schlecht. Einerseits interessiert es mich, ob meine Befürchtung eintritt, andererseits habe ich Angst, dass sie eintritt. Jetzt habe ich wieder das Gefühl das Glattauer den zweiten Teil nur geschrieben hat um doch noch ein positives Ende für die beiden Charaktere Leo und Emmi zu schaffen. Gut ich bin erst bei Kapitel drei und es sieht bisher nicht so aus. Aber das ungute Gefühl bleibt!
Aber nun zum Buch: Das Cover ist wieder einmal toll und auch der Witz in den Mails ist wieder vorhanden. Man liest die Freude, die Angst, die Vorwürfe und man fühlt sich wieder dabei und doch komme ich nicht richtig in das Buch hinein. Vielleicht wegen meinem schlechten Gefühl, vielleicht auch weil für mich die Geschichte von Emmi und Leo bereits abgehakt war. Wer weiß?! Ich lese mal weiter, vielleicht gefällt es mir am Ende doch.

Erster Satz: Drei Wochen später


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RuB-Abbau Update I

Ich hatte mir ja vorgenommen regelmäßig über den RuB-Abbau zu berichten. Anfang März hatte ich einen RuB von 411 Bücher und da ich am Ende des Jahres gerne nur noch 349 Bücher im RuB stehen haben möchte, muss ich etwas tun. Über mein Vorhaben habe ich bereits hier berichtet. Nun ist es Zeit für ein erstes Update.

Geplant habe ich bis Ende März auf einen RuB-Stand von 405 zu kommen. Dies ist mir bereits heute gelungen. Gelesen habe ich bereits 8 Bücher und da ich mir vorgenommen habe, nach jeweils drei Bücher mir ein Buch aus meiner wirklich nicht enden wollenden Wunschliste zu kaufen sind auch zwei neue Bücher hinzu gekommen.
Eins davon ist bereits gelesen und zwar der 4. Teil der Tal-Reihe von Krystyna Kuhn. Das zweite Belohnungsbuch ist “Alle sieben Wellen” von Daniel Glattauer und wird auch schon in kürze werden.

Ich hoffe, dass mein Enthusiasmus, was den Abbau angeht so bleibt und ich am Ende des Jahres einen Erfolg vermelden kann.

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Gabriele Keiser – Engelskraut

Klappentext:
Tödliches Paradies. Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten – nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord?
Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft…

Inhalt:
Die Bundesgartenschau findet in Koblenz statt und für die Stadt ein Großereignis, dementsprechend stört es gewaltig, dass auf die Blumenrabatten immer wieder Giftangriffe verübt werden. Aber damit hat sich Franca Mazzari, Kommissarin in Koblenz, nicht zu beschäftigen. Viel mehr ist ihr zur Zeit etwas langweilig, da nicht viel geschieht. Dies soll sich aber bald ändern, sowohl im Privatleben der alleinerziehenden Mutter einer Teenagerin als auch im beruflichen. Bei ihrem Weg durch den Entenpfuhl begegnet ihr ihre alte Schulkameradin Milla wieder, mit der sie damals nicht gerade freundlich umgegangen ist. Milla klinkt sich immer mehr in Francas Leben ein.
Neben dem plötzlichen Wiedersehen mit einer Schulkameradin hat Franca auch beruflich auf einmal so einiges um die Ohren. Im Paradiesgarten liegt auf einen weggeätzten Blumenfeld der Koblenzer Apotheker Jürgen Klaussner: tot. Franca Mazzari und ihr Team stehen vor einem Rätsel: War es Mord oder inszenierter Selbstmord?
Während ihrer Recherchen finden sie unter anderem heraus, dass Jürgen Klaussner nicht einfach nur ein braver Familienvater war, sondern ein Doppelleben führte.

Meinung:
“Engelskraut” ist der dritte Krimi um Kommissarin Franca Mazzari. Gabriele Keiser hat mit ihr einen sympathischen Charakter geschaffen, der Ecken und Kanten hat und nicht einfach eine Frau, die alles kann und alles weiß. Sie hat ihr Profil gegeben und man erfährt so einiges über sie. Dadurch ist sie für den Leser direkt greifbar und man leidet mit ihr. Sei es beim Ausgehen ihrer Tochter mit einer unbekannten Person aus dem Internet oder der neuen Beziehung ihres Ex-Mannes. Franca Mazzari ist menschlich und kein Übermensch. Entspannend im Hinblick auf all die Superhelden um einen herum.
Neben dieser sehr toll dargestellten Kommissarin hat sie ihre Nebenfiguren nicht vergessen. Sehr gut gefallen hat mir auch die junge Praktikantin Clarissa bei der Polizei, mit ihrem Witz, frechen Art und ihrem Verstand. Auch Francas Schulkameradin Milla hat sie sehr schön charakterisiert in all ihren Facetten.
Aber nicht nur die Charaktere der Handlung sind besonders, auch der Aufbau des Buches hat einiges zu bieten. Zum einen drei Handlungsstränge: Erstens die Ermittlung in dem Mordfall Klaussner, zweitens die aufkeimenden Gefühle von Hans Kleinkauf gegenüber der Witwe des Verstorbenen und dann immer wieder eingeflochten der dritte Handlungsstrang von einer Person, die sich in Foren und im Netz tümmelt. Alle drei Handlungsstränge hat sie gekonnt miteinander verwoben, so dass es dem Leser bis zum Ende offen blieb, wer der eigentliche Täter war und worin das Motiv lag.

Als Bewohnerin der Region fand ich es sehr toll viele Orte der Handlung wieder zu erkennen. Öfters habe ich auf einen Stadtplan den Weg der Handlung verfolgt und noch etwas die Bundesgartenschau 2011 findet auch in der Realität von April bis Oktober hier statt.

Buchinfo:
Gabriele Keiser – Engelskraut
Taschenbuch 274 Seiten
Gmeiner 2011
ISBN-13: 978-3839211175

Bewertung:

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