Joel Haahtela: Sehnsucht nach Elena

SehnsuchtnachElena
Klappentext:
“Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.” In einem Park sieht er Elena zum ersten Mal. Sofort erscheint sie ihm seltsam vertraut, und seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Für sie tritt er eine Reise an in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.

Inhalt:
Ein Mann trifft im Park auf eine junge Frau und ist von ihr so fasziniert, dass er nur noch an sie denkt und sie jeden Tag wiedersehen muss. Allerdings spricht er sie nicht an, sondern beobachtet sie nur. Nach einiger Zeit gelangt er in den Beitz eines Buches von ihr und erfährt so ihren Namen: Elena. Nun möchte er noch mehr über sie erfahren und begibt sich auf die Suche nach ihrem Wohnort. Als die Semesterferien beginnen ist er enttäuscht, dass er ihr nicht mehr begegnet und fällt in ein schwarzes Loch. Schließlich begibt er sich auf die Suche nach Elena und erfährt, dass sie auf einer Insel während der Ferien arbeitet. Obwohl er kein Geld hat, um sich die Reise zu leisten, fährt er zu Elena…

Meinung:
Joel Haahtelas Ich-Erzähler lebt allein in seiner Wohnung mit einem großen Garten, auf den er gedankenversunken hinausschaut. Ein Zimmer in seiner Wohnung ist immer verschlossen. Die Suche nach Elena und die Frage, was sich im verschlossenen Zimmer befindet, beschäftigt den Leser während des Buches.
“Sehnsucht nach Elena” ist ein sehr zart und fein geschriebener Roman. Er bringt uns die Gedankenwelt eines Menschen näher, der alleine lebt und sich mit dieser Gegebenheit auseinandersetzen muss. Durch den Aufbau des Buches mit seinen sehr kurzen Kapiteln ist man viel stärker in die Welt des Ich-Erzählers eingebunden. Man sieht seine Welt durch seine Augen.
Ein wunderbares Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe und für mich ein Highlight ist.

Buchinfo:
Joel Haahtela: Sehnsucht nach Elena (Elena)
Gebundene Ausgabe: 147 Seiten
Piper 2009
ISBN: 978-3492052382

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Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte

gefährlichegeliebte

Klappentext:
Hajime hatte eigentlich keinen Grund zum Klagen: Er ist Ende Dreißig, verheiratet, hat zwei Töchter und besitzt einen erfolgreichen Jazzclub in einem schicken Tokioter Viertel. Trotzdem ist er unzufrieden und trauert den verpassten Gelegenheiten in seinem Leben nach, jenen Momenten, als er mit seiner Jugendliebe Shimamoto Händchen hielt und bei Nat King Coles schmalzigen Liedern ist träumen geriet. Wie eine Halluzination taucht Shimamoto eines Tages in seiner Bar auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Sie erscheint immer an regnerischen Abenden, wie eine Sendbotin aus einer fremden Welt. Die Frau mit dem bezaubernden Lächeln rührt verloren geglaubte Seiten bei Hajime an. Er ist bereit, sein bisheriges Leben aufzugeben.

Inhalt:
Hajime wächst als ein Einzelkind auf und hat damit so manche Probleme, denn in seiner Schulklasse gibt es nur ein weiteres Kind ohne Geschwister, Shimamoto, ein Mädchen, das hinkt. Sie freunden sich an und als er dann auf eine andere Schule geht verlieren sie sich aus den Augen. Hajime wird erwachsen und die Zeit der Orientierunglosigkeit beginnt, er verliebt sich in ein junges Mädchen und verletzt sie, er fängt an Literatur zu studieren und findet auch nach einem schlecht abgeschlossenen Studium eine Stelle im Verlag, aber er ist immer unglücklich und auf der Suche. Schließlich heiratet er und wird durch die Mithilfe seines reichen Schwiegervaters, Besitzer zweier Jazzclubs in Tokio. Und plötzlich ist sie wieder da: Shimamoto, das Mädchen aus seiner Jugendzeit. Sein einmal so geregeltes Leben kommt aus den Fugen und er befindet sich wieder im Strudel seiner verloren geglaubten Gefühle.

Meinung:
Gefährliche Geliebte ist ein sehr sanftes und leises Buch. Mir hat Marukamis Schreibstil sehr gut gefallen und auch die Darstellung von Hajime. Mit Shimamoto bin ich allerdings nicht richtig warm geworden, irgendwie war sie für mich nicht greifbar und auch viele Sachen und Begebenheiten sind unklar geblieben. Ich hätte mir gerne mehr Antworten auf meine Fragen gewünscht, auch wenn man sich manches am Ende herleiten konnte.

Buchinfo:
Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte (Kokkyo no minami Taiyo no Nishi)
Taschenbuch: 224 Seiten
btb 2002
ISBN: 978-3442727957

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Eva Maaser: Die Fehde der Königinnen

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Klappentext:
Europa im Jahr 566: Königin Brunichild führt einen erbitterten Kampf mit ihrer Schwägerin Fredegunde. Seit Jahren tobt nun schon die Fehde zwischen den beiden Königinnen um Gebietsansprüche, Macht und Ansehen. Brunichild jedoch hat Wittiges, einen jungen Landadligen, als Verbündeten und treuen Vasallen an ihrer Seite. Er hat sein Herz in der ersten Stunde an die Königin verloren, doch müssen sie ihre unstandsgemäße Beziehung verbergen… Wie weit wird er in seiner Liebe für sie gehen? Ein lebendiger historischer Roman aus einer Zeit, um die sich bis heute viele Geheimnisse ranken.
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Liza Marklund: Kalter Süden

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Klappentext:
Marbella. Stadt der Superreichen. Millionärsvillen, wie Hochsicherheitstrakte. Plötzlich erschüttert ein tödlicher Giftgasanschlag, die Idylle der VIPs. Opfer sind der schwedische Eishockey-Star Sebastian Söderström und seine Familie. Die spanische Polizei gibt bald auf, in Schweden aber hält das Entsetzen an. Die Journalistin Annika Bengtzon übernimmt die Berichterstattung und lässt nicht locker. Hinter der prächtigen Fassade stößt sie schließlich auf eine Parallelwelt aus Hass, Gier und Verbrechen.
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[Buchbesprechung] Ulrich Wickert: Der nützliche Freund

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Kurzbeschreibung:
Jacques Ricou, der grimmig-charmante Pariser Richter, untersucht den Tod von Marc Leroc, einer Schlüsselfigur im größten Korruptionsfall der deutsch-französischen Geschichte. Unvermittelt gerät Jacques in einen Sumpf aus Verrat und politischen Intrigen in dem auch das Leben seiner Freundin Margaux auf dem Spiel steht. Ulrich Wickert glänzt als Kenner französischer Lebensart und zeigt sich einmal mehr als brillanter Krimiautor.

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