#kehrwoche – Das war nichts in 2015

Kehrwoche16Die #Kehrwoche von Maike und Mareike von herzpotenzial startet wieder und ich bin mit dabei. Gelesen wird vom 04. Januar bis 08. Januar und endet mit der langen Nacht der aufgeschobenen Bücher #LndaB am Freitag.

Heute geht es um meine literarischen Flops des Jahres 2015. Bei 106 gelesenen Büchern sind es tatsächlich neun geworden. Die Quote geht noch, da sie unter zehn Prozent liegt, aber es war auch ein Buch dabei, von dem ich es nicht erwartet habe. Aber nun mal der Reihe nach.

Der Anfang mach “Leichenspuren” von Jörg Schmitt-Kilian. Sicherlich ein Krimi, der seine Leser findet, aber für mich dermaßen staubtrocken und stellenweise so unausgegoren, dass er mich gelangweilt hat. Auf den dritten Band und damit Abschluss der Reihe wartet man noch.

Den Hype um “Gone Girl” von Gillian Flynn verstehe ich nicht und werde ihn wohl auch nie verstehen, dass war ein zweiter Flop des Jahres und auch wenn ich die Idee und den Aufbau gut fand, so haben mich doch die Charaktere und vor allem das Ende dermaßen enttäuscht, dass das Buch zu meinen Flops gehört.

Ich habe nichts gegen Humor, ich schätze ihn sogar sehr, aber Tommy Jauds Humor in “Hummeldumm” ist mir einfach nur zu platt. Das Buch war für mich eine Qual und ich habe mich durchgekämpft, aber es hätte wirklich das erste sein können, das ich abgebrochen hätte, aber den Platz hat ein anderes errungen. Aber dazu später mehr.

Nun zu meiner Enttäuschung des Jahres “Auf Treu und Glauben” von Donna Leon. Ich liebe die Reihe um Guido Brunetti. Aber dieses Buch war so nichts sagend, dass ich heute ein knappes Jahr später keine Ahnung mehr habe, worum es in dem Buch ging. Ich weiß nur noch, dass ich es langweilig und langatmig fand. Überhaupt nicht wie die früheren Brunettis. Dennoch bleibe ich der Reihe weiter treu.

Lange Zeit gab es dann keine Flops mehr. Aber dann kam dieses Buch “Der Tag an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel” von Bradley Somer. Vorweg geniale Idee, aber schrecklich langweilig umgesetzt, jedenfalls in meinen Augen. Ich habe mich durchgekämpft und heute tut es mir um die verlorene Lesezeit Leid. Platte Charaktere, jede Szene wird hundert, wenn nicht sogar tausend Mal beleuchtet – ne das war einfach nichts für mich.

Brutal und einfach zu blutrünstig war für mich “Rattentanz” von Michael Tietz. Mehr als ein halbes Jahr habe ich mich durch diese Endzeit-Dystopie gekämpft, ein paar Seiten gelesen und dann wieder auf Seite gelegt. Mehr als 800 Seiten Horror war einfach zu viel für mich. Da habe ich einfach daneben gegriffen.

Historische Romane gehören zu meinen Lieblingsgenres und Schweden fasziniert mich einfach. Daher griff ich auch zum “Stockholm-Oktavo” von Karen Engelmann. Aber ich weiß einfach nicht, was die Frau wollte oder worauf sie hinaus wollte. Erwartet habe ich einen historischen Roman über Schweden nach der französischen Revolution, bekommen habe ich einen mystischen mit Tarot-Karten und allerlei Fächer ausgestatteten Roman, der mich nur gelangweilt und auch oft wütend werden gelassen hat.

Und nun komme ich zu meinem allerersten Abbruch des Jahres, äh nein, meiner Lesezeit. Ich bin normalerweise ein Leser, der ein Buch wieder zurück ins Regal stellt, wenn es ihn nicht gepackt hat und dem Buch auch noch eine zweite und dritte Chance gibt. Dann gibt es auch Autoren, denen ich immer wieder eine Chance gebe, da ich denke, es müsste mir doch gefallen. Oder Autoren aus einem bestimmten Sprachraum – aber scheinbar habe ich mit spanischsprachigen Autoren so meine Schwierigkeiten – 2014 erst “Sevillas bittere Orangen” die völlig daneben gingen und nun “Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafon. Zweimal bereits begonnen, zwei mal abgebrochen und dann wieder ins Regal gestellt. Immer geglaubt, dass es nicht der passende Zeitpunkt war. Dann im vergangenen Dezember wieder rausgezogen, wieder begonnen und wieder bei 290 Seiten, dieses Mal ganze 20 Seiten mehr als beim letzten Mal, hängen geblieben. Seufz, ich komme nicht mit seinem Stil, seiner Sprache, seiner Konstruktion, seinen Verschachtelungen zu recht. Es liegt an mir, da bin ich mir sicher, denn so viele finden es gut. Aber nun habe ich kapituliert und das Buch in die Kiste für den Bücherflohmarkt gelegt. Es kommt weg.

Das waren sie nun meine Flops des Jahres 2015. Hoffen wir mal das 2016 besser wird.

Heute morgen habe ich dann “In Vino Veritas” von Carsten Sebastian Henn beendet.

invinoveritasKlappentext von der Verlagsseite:

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maischebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants »Zur Eiche«, gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit der ihm eigenen Spürnase macht er sich auf die Spur des Täters und kommt ihm mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei näher – bis es für ihn zu heiß wird. Heißer sogar als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

Ein mit Witz erzählter kulinarischer Krimi voller liebenswerter Charaktere und tiefer Einblicke in die Geheimnisse der Winzer von der Ahr. Verziert mit einer Haube Lokalkolorit und gespickt mit bekannten Sehenswürdigkeiten – ein Genuss!

Ein gelungener Auftakt für die Julius-Eichendorff-Buchreihe, undurchsichtig bis zum Schluss und dann sehr gut aufgelöst und nun kenne ich auch den Ahr-Wein etwas besser.

Die Woche steht ja bei mir nicht nur unter dem Motto #Kehrwoche, sondern auch unter eine Woche lesen und so ist nun auch das zweite Buch an der Reihe. Es ist ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter und allein das Cover sowie der Klappentext haben mich schon zum Schmunzeln gebracht.

330000xxx_Burnett_Lord_FIN.inddKlappentext von der Verlagsseite:

Szenen einer Ehe

Marten Endlich, Autor von Ratgebern über Haustiere, hat ein Problem: Er weiß plötzlich nicht mehr, ob seine Frau Silke ihn noch liebt, obwohl – oder weil? – sie seit gut zwanzig Jahre verheiratet sind. Was tun? Soll er versuchen, seine Frau eifersüchtig zu machen? Soll er eine Überraschungsparty planen und sie auf die Probe stellen? Marten entscheidet sich, aufs Ganze zu gehen. Er lässt sich mit Renate, einer Kollegin, ein, die ihn seit geraumer Zeit anhimmelt, doch dann geht alles auf grandiose Weise schief, denn seine Frau Silke hat ihre eigenen Pläne. 
Ein wunderbar komischer Eheroman – für alle, die Loriot lieben.

„Matthias Keidtel ist ein herzenswarmer, zum Verzweifeln komischer, mitunter regelrecht weltweiser Schriftsteller. Der damit klarkommen muss, dass ich ihn verehre.“ Jörg Thadeusz

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[WoW] Waiting on Wednesday – Knochen lügen nie

New WoW“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Mein heutiges WoW ist der siebzehnte Krimiband der Buchreihe um die forensische Anthropologin Tempe Brennan von Kathy Reichs. Er trägt den Titel “Knochen lügen nicht” und erscheint am 11. Januar 2016 in der Taschenbuchausgabe für 9,99 € im Heyne Verlag. Das Cover ist wie die letzten sehr einfach gehalten und zeigt nicht viel mehr als den Titel und einen menschlichen Knochen. Übersetzt wurde “Bones never lie” von Klaus Berr. Da ich die Krimis um Tempe sehr liebe, kann ich es nicht mehr erwarten bis ich ihn in den Händen halte.

Knochen luegen nie von Kathy Reichs

Klappentext von der Verlagsseite:

Tempe Brennan kann mit ihrer Arbeit für die Gerichtsmedizin Tote nicht wieder lebendig machen. Doch zumindest kann sie Mordopfern Gerechtigkeit widerfahren lassen, indem sie den Tätern mit forensischer Wissenschaft und weiblicher Intuition auf die Spur kommt. Nur in einem einzigen Fall entkam ihr ein Killer: Anique Pomerleau, eine junge Frau, die selbst traumatische Misshandlungen hatte durchleben müssen. Und die sich an der Welt rächte, indem sie Mädchen entführte, quälte, tötete. Jetzt, zehn Jahre später, tauchen in Montreal die Leichen mehrerer vermisster Teenager auf. Tempe erkennt das Mordmuster, die grauenerregende Handschrift: Anique ist zurück. Sie will ein letztes Mal Rache nehmen. Und sie kommt Tempe immer näher …

 

 

 

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