[Buchbesprechung] Gillian Flynn – Gone Girl

u1_978-3-596-18878-9_gonegirlKlappentext von der Verlagsseite:

›GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER‹ – Der Megaseller aus den USA –
Nun auch im Taschenbuch!

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?
Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe – ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

 

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Gillian Flynn wuchs in Kansas City, Missouri, auf. Nach College und Universitäts-Studium in Kansas und Chicago zog es sie nach Kalifornien, anschließend nach New York. Sie war zehn Jahre lang die leitende TV-Kritikerin von ›Entertainment Weekly‹. Im Jahre 2006 erschien ihr erster Roman ›Cry Baby‹, 2009 folgte der zweite Roman›Finstere Orte‹. Im Juli 2012 erschien schließlich ihr dritter Roman ›Gone Girl‹ und löste ein riesiges Medienspektakel aus. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und wurde mehr als 10 Millionen mal weltweit verkauft. David Fincher hat den Roman prominent mit Ben Affleck und Rosamund Pike in den Hauptrollen verfilmt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Chicago.

Erster Satz:

Wenn ich an meine Frau denke, fällt mir immer ihr Kopf ein.

Aufbau:

Das 592 Seiten starke Buch “Gone Girl. Das perfekte Opfer” von Gillian Flynn ist in drei Teile “Junge verliert Mädchen”, “Junge trifft Mädchen” und “Junge bekommt Mädchen zurück (oder andersrum)” aufgeteilt. Jeder der drei Teile ist dann noch einmal in Kapitel aus der Sicht von Nick Dunne oder Amy Elliot Dunne eingeteilt. Der Handlung vorangestellt ist die Widmung und das Motto, abschließend gibt es noch die Danksagung der Autorin.

Meinung:

Ich habe das Buch nun in der Nacht beendet und ich muss sagen, dass mich selten ein Buch so wütend zurück gelassen hat. Aber nun erst einmal von Beginn an. Die Aufteilung mit den drei Teilen fand ich sehr gelungen und auch, dass von vorneherein nicht klar war, was wirklich passiert ist. Wer mein Gezwitscher unter dem #GoneGirl mitbekommen hat, der hat auch da bereits gemerkt, wie mir das Buch auf den Zeiger gegangen ist. Dabei meine ich nicht den Schreibstil, denn der hat mir doch der Kraftausdrücke noch gut gefallen, aber die Charaktere und damit meine ich allesamt und nicht nur Nick und Amy waren mir unsympathisch von Beginn an.
Nick ist für mich zunächst nur jemand, der immer den Weg des geringsten Widerstands geht. Nur nicht anecken, nur nicht so werden wie sein Vater, sondern immer nur gut und lieb. Ah, ging er mir auf den Keks. Denn in Wahrheit ist er so nicht und als ich endlich Hoffnung hatte, dass er endlich erwachsen wird und sich auch mal wehrt, knickt er wieder ein. Himmel hat er mich genervt.
Aber ein Charakter, hätte ich während des ganzen Romans schütteln wollen, und gelinde gesagt, einmal war ich sogar richtig froh, dass ihr nicht alles gelang. Amy Elliott Dunne ist ein furchtbarer Charakter, so unsympathisch und falsch, manipulativ und arrogant ist mir selten untergekommen, wieso schreibe ich eigentlich selten, besser wäre noch nie.
Am bescheuersten fand ich ihre Eltern. In diesem Punkt muss  ich Nick recht geben,  sie haben dieses Monster erschaffen und sehen es nicht. Ebenso daneben fand ich die Cops und auch Desi. Es ist wahrlich eine Kunst es hinzu bekommen, dass man als Leser mit keiner einzigen Figur der Handlung Mitleid oder Sympathie empfindet und auch diese Kunst ist auf der anderen Seite wiederum grandios.
Dafür mich allerdings die Liebe zu einem Buch auch an den Charakteren hängt hat mich “Gone Girl” nicht so mitgerissen wie andere. Ich fand die Idee gut, die hinter Amys Motivation stand, aber nicht die Art der Ausführung und auch der blinde Glaube der Eltern, dass Amy einfach wundervoll ist. Auch der Schreibstil hat mich angesprochen mit dem Wechsel der Perspektive, aber gelinde gesagt, Amys Tagebuch war mir zu glatt und irgendwie habe ich immer im Hinterkopf eine Stimme gehabt, die mich warnte: Kann nicht sein, kann nicht sein…
Vielleicht hätte mich das Buch noch etwas versöhnter zurückgelassen, wenn das Ende gestimmt hätte, für mich persönlich gestimmt hätte. Aber das war es einfach nicht, was ich vom Schluss erwartet habe. Denn wie falsch kann ein Bild in der Öffentlichkeit sein und wie ignorant die ermittelnden Beamten. Alles für mich nicht ganz schlüssig und auch etwas eigen.
Eins hat dieses Buch aber bereits geschafft, dass ich mir die Verfilmung mit Sicherheit nicht auch noch antun werde. Egal ob Ben Affleck oder nicht, nein danke!

Fazit

“Gone Girl” von Gillian Flynn hätte mich mit ihrer Idee und den Aufbau überzeugen können, wäre da nicht die komplett unsympathischen Charaktere und das für mich unbefriedigende Ende.

Buchinfo:
Gillian Flynn – Gone Girl. Das perfekte Opfer
Taschenbuch592 Seiten
Fischer 2014
ISBN: 978-3-596-18878-9
Preis: 9,99 €

Bewertung:

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[Top Ten Thursday] 10 Bücher, mit einer Blume auf dem Cover

Top Ten ThursdayTop Ten Thursday ist von Steffis Bücher Bloggeria initiiert worden und nun habe ich mich entschlossen teilzunehmen.  Die Aufgabe für heute lautet:

10 Bücher, mit einer Blume auf dem Cover

978-3-404-26085-0-Belago-Im-Land-der-Orangenblueten-org Das Herz der Feuerinsel von Nicole C Vosseler Der Duft der gruenen Papaya von Sarah Benedict

Linda Belago – Im Land der Orangenblüten
Nicole C. Vosseler – Das Herz der Feuerinsel
Sarah Benedict – Der Duft der grünen Papaya

seelenriss stichinsherz dasmädchenaufdenklippen

Hanna Winter – Seelenriss
J.D. Robb – Stich ins Herz
Lucinda Riley – Das Mädchen auf den Klippen

schneeimapril Harter Schnitt von Karin Slaughter diefrauenderfamiliebelle

Aly Cha – Schnee im April
Karin Slaughter – Harter Schnitt
Paula Wall – Die Frauen der Familie BelleDie Buecherfluesterin von Anjali Banerjee

Anjali Banerjee – Die Bücherflüsterin

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[WoW] Waiting on Wednesday – Als der Himmel uns gehörte

New WoW
“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Mein folgendes WoW erscheint am 1. April 2015 als Taschenbuch im Droemer Knaur Verlag. Von Charlotte Roth habe ich bereits “Als wir unsterblich waren” in der Privatbibliothek stehen und freue mich nun auch auf ihr zweites Werk. Mich interessieren in letzter Zeit unheimlich Familienromane, die sowohl in der heutigen Zeit als auch zu Beginn bis Mitte der fünfziger Jahre im 20. Jahrhundert spielen. Daher ist “Als der Himmel uns gehörte” ein absolutes Must-Have für mich. Lange muss ich ja nun auch nicht mehr warten. ;-)978-3-426-51664-5_Druck

 

Klappentext von der Verlagsseite:

London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.

 

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[Aktion] Gemeinsam Lesen #100

Gemeinsam Lesen 2Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese seit Sonntag Abend “Gone Girl” von Gillian Flynn und bin mittlerweile auf Seite 214. Allerdings lese ich es auf dem E-Reader und habe nun mal die Seitenzahl anhand der Prozentzahl ausrechnen müssen.

u1_978-3-596-18878-9_gonegirlKlappentext von der Verlagsseite:

›GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER‹ – Der Megaseller aus den USA –
Nun auch im Taschenbuch!

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?
Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe – ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Die Vorstellung, dass ich etwas tun könnte und dass dieses Etwas eine Frau glücklich machte und dass es ganz leicht war.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

“Gone Girl” liegt schon seit mehr als zwei Jahren ungelesen auf dem SuB. Ein sehr lieber Büchertreffler hat mir dieses Buch als Jahresaufgabe für den SuB-Abbau aufgegeben und mittlerweile frage ich mich, wieso das Buch so lang da lag. Vermutlich an den unterschiedlichen Kritiken und viele waren ja nicht gerade positiv.
Bisher hat mich das Buch gepackt. Zumindest der Erzählstil und der Wechsel zwischen Nick Dunne und Amy Elliot Dunne gefällt mir. Hingegen mag ich keinen einzigen Protagonisten im ganzen Buch. Weder Nick noch Amy, noch deren Eltern oder Go, Nicks Schwester. Alle sind mir unsympathisch jeder auf seine Weise.
Ansonsten finde ich es unheimlich spannend, wie viel Nick verschweigt und was nun wirklich mit Amy geschehen ist. Die gesamte Zeit habe ich so dass Gefühl, die Gewalt in dem Buch zu fühlen. Aber ich kann mich auch irren.

4. Das 100. mal “gemeinsam Lesen”! Lasst es Revue passieren und erzählt uns seit wann ihr dabei seid, was ihr an gemeinsam Lesen so mögt, oder habt ihr sogar Verbesserungsvorschläge? Gibt es etwas, was ihr vermisst, was ihr gerne anders hättet? Oder etwas was ihr besonders schätzt, was diese Aktion für euch einfach wirklich einzigartig und perfekt macht?

100. mal schon. Mal überlegen seit wann bin ich dabei? Grübel. Durchgehend auf keinen Fall weder bei Asaviel noch bei Weltenwanderer und Schlunzenbücher. Es gab immer wieder Zeiten, da hatte ich keine Zeit oder war immer noch am selben Buch. Mein erster Gemeinsam Lesen Beitrag war #11, dann habe ich es wieder vergessen und seit #43 habe ich maximal 8 Wochen verpasst. Hat also doch ganz gut geklappt.

Jedenfalls möchte ich diese Aktion nicht mehr missen, denn ich habe immer wieder neue Bücher bei anderen Literaturbloggern gefunden und meine Wuli als auch meine Privatbibliothek ist seit dem gut angewachsen. Beziehungsweise habt ihr mich auf längst gekaufte Schätzchen oder mögliche Re-Reads wieder aufmerksam gemacht.

Was ich vermisst habe oder auch eine Idee gewesen wäre, habt ihr ja nun schon umgesetzt und darüber freue ich mich sehr. Denn so kann ich den Beitrag auch schon mal Sonntags oder Montags vorbereiten. Darauf freue ich mich jetzt schon für die nächsten Wochen.

Ein anderes Problem ist für mich der Captcha bei euch auf den Blogs um die Spamkommentare zu filtern, dass macht das Kommentieren schon mal mühsam. Wenn man immer wieder probieren muss, wenn er den WordPress-Namen nicht annimmt. Vielleicht wäre da eine Formularversion besser, aber ansonsten geht es auch so.

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[Montagsfrage] Was macht den Reiz eures/eurer Lieblingsgenres für euch aus?

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Was macht den Reiz eures/eurer Lieblingsgenres für euch aus?

Die Frage von Svenja gefällt mir sehr gut. Da ich mehrere Lieblingsgenres habe, muss ich etwas stärker differenzieren. Zum einen liebe ich Krimis und Thriller und zum anderen historische Romane.

Im Hinblick auf Krimis und Thriller haben mich früh die “Tina und Tini”-Jugendkrimireihe von Enid Blython begeistert. Damit war auch der Grundstein für das eine Lieblingsgenre gelegt. Das Mit-Ermitteln und darüber nachdenken, wer es sein könnte macht mir auch heute noch Spaß. Dabei ist mir relativ egal ob es Krimis aus Deutschland oder aus einem anderen Sprachraum  sind. Wichtig ist mir, dass mir die Handlung nachvollziehbar ist und es ist nicht ins surreale abgleitet. Ich mag es in diesem Sinn realistisch, dabei allerdings nicht zu blutrünstig. Daher lese ich in letzter Zeit verstärkt Regionalkrimis, die sind sehr oft auch humorvoll und mit Lokalkolorit ausgestattet sei es die Franz-Eberhofer-Reihe von Rita Falk oder Kluftinger von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Sehr gerne lese ich aus diesem Untergenre: Bücher aus Regionen, die ich kenne, wie die Ann-Kathrin-Klaasen-Buchreihe von Klaus-Peter Wolf oder die Franca-Mazzari-Buchreihe von Gabriele Keiser.
Thriller müssen für mich vor allem spannend sein und da mag ich es überhaupt nicht, wenn ich bereits nach ein paar Seiten weiß, wer der Täter ist. Dann ist das Buch für mich witzlos und kommt weg.

“Der Medicus” von Noah Gordon hat mich schon im Teenager-Alter zu den historischen Romanen gebracht. Da ich auch geschichtlich interessiert bin, müssen die Bücher für mich auch sehr gut recherchiert sein. Ich mag es partout nicht, wenn da zuviel improvisiert wird und aus einem Roman, der das Label historischen Roman trägt, dann eine Liebesschnulze wird. Wo historisch drauf steht, muss dann auch Historie drin sein und nicht nur eine Geschichte, die auch in der heutigen Zeit spielen könnte, einen historischen Anstrich geben. Ne, so etwas mag ich nicht.
Besonders gerne mag ich Romane ab dem fünften Jahrhundert bis zu heutigen Zeit. Vor allem das Mittelalter in Europa bis zum Jahr 1900 hat es mir angetan. Da kann ich alles lesen sei es über die Rosenkriege, Napoleon oder die Kolonialisierung. Ich liebe es einfach in die damalige Zeit abzutauchen und freue mich immer nach dem beenden des Buches, dass ich nicht in der damaligen Zeit leben musste.
Bei historischen Romanen läuft bei mir ein innerer Kinofilm ab, der wesentlich stärker als in anderen Genres. Oft habe ich da das Gefühl noch stärker in die Geschichte einzutauchen und ich kann so mein ganzes Umfeld gut ausblenden.

Im Gegensatz zu dem Genre Krimi und Thriller habe ich bei den historischen Romanen keine Lieblingsautoren, da geht es mir mehr nach dem Thema. Auch ein wesentlicher Unterschied, denn Krimi und Thriller kaufe ich fast nur noch von Lieblingsautoren und probiere auch selten neuere aus. Bei den historischen Romanen ist dies ganz anders, da steht bei mir das Thema im Vordergrund: Karl der Große, Rosenkriege, 30jähriger Krieg, Reformation, Aufklärung und Revolution, Kolonialisierung, 1. und 2. Weltkrieg.

 

———

Die Montagsfrage ist eine Aktion von Svenja von Buchfresserchen

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Wochenrückblick 07/2015

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Der siebte Wochenrückblick für 2015.

|Gesehen|Kollegen, Familie, Karnevalisten
|Gelesen|Jörg Schmitt-Kilian – Leichenspuren, Antonio Skármeta – Mit brennender Geduld
|Gehört|John Miles – Music
|Getan| gelesen, gebloggt, gebacken, gekocht
|Gekocht| Schollenfilet mit Butterreis und Rosenkohl
|Gekauft|Lebensmittel, Bücher, Valentinsgeschenke
|Gewünscht|Sonne
|Geplant|gesund werden
|Gesagt| Verdammt!
|Gedacht|Das tut weh!
|Gefreut|über meine Family
|Geärgert|über die Erkältung
|Geklickt| saturn.de

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Top-5 – die zweihundertfünfundfünfzigste

In dieser Woche gibt es wieder ältere Lieder in meiner Top-5 der Woche. Allen voran mein absolutes Lieblingslied “Music” – immer wenn es mir nicht gut geht, höre ich dieses Lied und es macht mir wieder gute Laune. ABBA höre ich für mein Leben gerne und “One of us” gehört zu meinen Lieblingsliedern. Ebenso gerne höre ich “Ironic” von der großartigen Alanis Morissette. “We will rock you” von Queen ist eines meiner absoluten Lieblingslieder von ihnen und macht immer wieder gute Laune. Zum guten Schluss gibt es dann noch “Hiroshima” von Wishful Thinking.
Das waren meine Top-5 Lieder des der Woche,  ich wünsche Euch viel Spaß mit den Liedern und frage euch:

Was sind eure Lieder der Woche?

John Miles – Music [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=3Nz7gtCArOw”]
ABBA – One of us [youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=UK_P7jGz70M”]
Alanis Morissette – Ironic[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=Jne9t8sHpUc”]
Queen – We will rock you[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=-tJYN-eG1zk”]
Wishful Thinking – Hiroshima[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=UMWnxPElv2Q”]

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[Stöckchen] Freitags-Füller No. 307

Klickt auf das Bild und ihr kommt zu Barbara

1.   Ganz angesagt ist zurzeit  bei mir Karamellbonbons.

2.  Meine Pflanzen fühlen sich vernachlässigt.

3.  Hier könnte mal ein Dünger helfen.

4.  Der passende Laufschuh für mich ist schwer zu finden.

5.   Ganz in der Nähe schlummert gerade das Tigerchen.

6.   Schöne Blumen oder eine Fußmassage lässt Frauenherzen höherschlagen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die einzige Karnevalssitzung im TV, die ich ertrage, morgen habe ich noch nichts geplant und Sonntag möchte ich lesen!

 

 

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[Buchbesprechung]: Jörg Schmitt-Kilian – Leichenspuren

Schmitt-Kilian+Leichenspuren

Klappentext von der Booklooker-Seite:
Niemand weiß bis heute, wer die junge, unschuldige Polizistin am helllichten Tag getötet hat. Die tatverdächtigen Brüder Max und Paul Schleicher sind untergetaucht, und eine mysteriöse DNA-Spur an der Leiche bestätigt den Verdacht der Hauptkommissarin Lena: Ein dritter Mann war an dem Mord beteiligt. Und er hat schon das nächste Opfer im Visier: einen weiteren Polizisten. Ein herausragender Kriminalroman, geschrieben von einem Insider mit profunder Kenntnis.

Autoreninfo von der Buchseite:

Jörg Schmitt-Kilian veröffentlichte 2009 bei Piper als Auftakt der Krimi-Trilogie den Roman “Spurenleger”. Der Kriminalhauptkommissar löst nun in “Leichenspuren” einen der mysteriösesten Kriminalfälle literarisch auf eine überraschende Weise. Sein Spiegel-Bestseller “Vom Junkie zum Ironman” wurde mit Uwe Ochsenknecht verfilmt.

Erster Satz:

Vor einem Jahr wurden die junge Polizeikommissarin Sabine Laube auf einem Parkplatz in ihrem Streifenwagen erschossen und ihr Kollege durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt.

Aufbau:

“Leichenspuren”  hat 272 Seiten. Der eigentlichen Krimihandlung, deren Kapitel mit Wochentagen gekennzeichnet sind gehen ein Was bisher geschah, Vorbemerkung des Autors sowie ein Prolog voran. Der Handlung hinten angestellt ist ein Personenverzeichnis, Glossar und die Danksagung.

Meine Meinung:

Der Autor Jörg Schmitt-Kilian ist ein ehemaliger Drogenfahnder und Kriminalhauptkommissar, daher kann man davon ausgehen, dass er weiß von was er schreibt.  Im Grunde genommen ist die Handlung spannend und eine gute Fortsetzung des Kriminalromans “Spurenleger”. Es sind wieder die altbekannten Protagonisten des ersten Bandes mit dabei und wie auch damals tue ich mich wieder schwer mit ihnen. Es sind keine Sympathieträger und wenn diese Charaktere Realität sein sollten, her je, das möchte ich mir nicht vorstellen. Ich hoffe immer noch, dass er es zugespitzt hat für die Handlung. Kommen wir zum wesentlichen die Handlung. Sie ist auch dieses Mal etwas verworren, denn er springt immer zwischen den Gedanken des Mörders und den Ermittlungen der Polizei hin und her. Es ist zwar durch unterschiedliche Schriftarten abgegrenzt, aber für mich war es doch anstrengend zu lesen, da auch oft die Handlungsorte ohne Kennzeichnung wechselten.
Ein bisschen kommt ist mir die Handlung zu gestreckt und manches hätte man kürzer zusammenfassen können. So kam ich in den Genuss von ellenlangen Polizistengesprächen untereinander teilweise zum Fall, teilweise zum Privatleben. Nicht unbedingt, das was ich mir unten einen guten Krimi vorstelle. Nichts gegen das Privatleben der Kommissare und dass es dargestellt wurde, aber es muss nicht im kleinsten ausgebreitet werden, vor allen Dingen nicht, wenn es nichts mit der Handlung zu tun hat. Es war mir einfach zu langatmig und auch etwas zu viel Personal, so dass ich selten wusste, welche Rolle er nun inne hat.
Gelegentlich hat ich persönlich das Gefühl, das einige Handlungsstränge nicht ausgereift genug waren und nicht zusammenpassen. Kann aber auch sein, dass dies im dritten Band nun erfolgt. Denn die Geschichte ist meines Erachtens und im Hinblick auf den Schluss im zweiten Band noch nicht zu Ende erzählt.
Positiv ist für mich die Darstellung der Polizeiarbeit, die Schmitt-Kilian mir näher gebracht hat und das nicht alles immer so schnell geht wie in manch anderen Krimis, aber auch dies wurde leider öfters durch zu viel Geplauder und Gefrotzel gestört.

Fazit

“Leichenspuren” ist eine nicht so gelungene Fortsetzung von “Spurenleger”, da es etwas zu ausführlich in manchen Teilen ist. Ein gelungener Zwischenband, der Hoffnung macht, dass der dritte Teil besser wird.

Buchinfo:
Jörg Schmitt-Kilian – Leichenspuren
Taschenbuch 272 Seiten
Piper 2010
ISBN-13: 978-3-492-25795-4
Preis: 8,95 €

Bewertung:

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[WoW] Waiting on Wednesday – Der Tod kommt nach Pemberley

New WoW
“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Ich liebe die Welt von Jane Austen und das betrifft nicht nur ihre geschriebenen Werke, sondern auch die Bücher drumherum. Sei es über Jane Austens England, Biographien oder Fortsetzungen von bekannten oder weniger bekannten Autoren. Das war auch der Grund für die “The World of Jane Austen Reading Challenge 2015”, die ich initiiert habe. Ein weiteres Buch für die Challenge ist heute mein WoW der Woche. “Der Tod kommt nach Pemberley” von P.D. James ist ein Krimi und spielt bei Mr. Darcy und Elizabeth. Der Erscheinungstermin für die Taschenbuchausgabe ist vom Droemer Knaur Verlag für den 01. April fest gelegt worden und ich freue mich schon, wenn ich das Buch in den Händen halte.

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Klappentext von der Verlagsseite:

Im Jahr 1803, sechs Jahre nach der Hochzeit von Mr. Darcy und seiner Elizabeth, geht das Leben auf Pemberley seinen idyllischen Gang. Doch am Abend vor dem großen Herbstball wird die Vorfreude empfindlich gestört: Aus dem waldigen Dunkel des Parks bricht in rasender Fahrt eine Kutsche, darin eine völlig aufgelöste Lydia Wickham – Elizabeths missratene kleine Schwester -, die behauptet, ihr Mann sei ermordet worden! Bald wird klar dass allzu viele der Anwesenden bei der schlimmen Geschichte ihre Finger im Spiel haben könnten. Der Zusammenbruch einer heilen Welt ist perfekt …

 

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[Buchbesprechung] Cornelia Franz – Ins Nordlicht blicken

9783423782784_insnordlichtblickenKlappentext von der Verlagsseite:

Kann man die eigene Vergangenheit leugnen oder gar löschen?

Grönland im Jahr 2020: Eine immer grüner werdende Insel, das ewige Eis dramatisch geschmolzen. Der junge Bildhauer Jonathan Querido macht sich von Deutschland auf in seine alte Heimat – und muss sich dabei seinem eigenen dunklen Geheimnis stellen. Das, was damals vor neun Jahren passiert ist und zum Bruch mit seinem alten Leben führte, lässt noch heute Panik in ihm aufkommen. Was ist aus seinem Vater, seinen alten Freunden und seiner ersten Liebe Maalia geworden, nachdem ihn alle für vermisst und tot erklärt hatten? Was ist damals wirklich geschehen, auf dem Kreuzfahrtschiff MS Alaska von Grönland nach Hamburg?

  • Klima-Buchtipp der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V., Januar 2013

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Cornelia Franz wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Amerikanistik, vielen abenteuerlichen Reisen sowie diversen Jobs machte sie eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin und arbeitete als Lektorin für Reiseführer und Kunstbücher. Seit 1993 schreibt sie sehr erfolgreich Kinder- und Jugendbücher sowie Romane für Erwachsene. Cornelia Franz lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Erster Satz:

Es war eine klare, wolkenlose Nacht, in der Jonathan Querido in einem Liegestuhl an Deck der Alaska saß und versuchte, die Panik in den Griff zu bekommen, die ihn aus seiner Kabine getrieben hatte.

Aufbau:

“Ins Nordlicht blicken” von Cornelia Franz umfasst 288 Seiten. Bei jedem Kapitel ist in der Überschrift Handlungsort und Handlungszeit angegeben.

Inhalt:

Cornelia Franz’ “Ins Nordlicht blicken” erzählt die Geschichte des jungen Grönländers Pakku, der nach dem seine deutsche Großmutter gestorben ist, bei seinem alkoholkranken Vater in Nuuk (Grönland) aufwächst. Mittlerweile ist er siebzehn Jahre alt und er hadert mit seinem Leben, denn alles ist gleich, immer gleich, nie passiert irgendetwas und so hat er sich sein Leben nicht vorgestellt. Tagein, tagaus in der Krabbenpulerei zu arbeiten und nie von der Insel weg zukommen. Irgendetwas muss geschehen…

Meinung:

Das Cover von “Ins Nordlicht blicken” hat mich direkt angezogen. In einem atmosphärischen Grün gehalten steht ein junger Mann auf den Felsen und blickt sehnsüchtig auf das Meer. Wie gut das Cover zur Handlung passt wurde mir im Laufe der Handlung immer klarer. Denn Cornelia Franz’ Protagonist Pakku sehnt sich nach Veränderung und die bekommt er auch. Ob man sich selbst diese Art von Veränderung in der Form vorstellt, wie Pakku sie erlebt hat, sich wünscht bezweifle ich.

In zwei Handlungssträngen erzählt Cornelia Franz’ die Entwicklung auf Grönland. Ein Land, dass bereits heute sehr vom Klimawandel betroffen ist. Der erste Handlungsstrang spielt im Frühjahr 2011 in Nuuk und zeigt uns Pakkus Leben, das mehr als eintönig ist. Krabbenpulen, Computerspiele und Alkohol. Es gibt wenig Arbeit auf Grönland und Pakku ist mit seinem Leben unzufrieden. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht von Jonathan Querido im Jahr 2020 erzählt. Er lebt in Deutschland als Bildhauer und ist nun mit dem Schiff auf dem Weg nach Nuuk. Die Welt hat sich verändert. Der Klimawandel ist im vollen Gange, eine schwere Sturmflut hat New York überspült und auch ansonsten steht es um unsere Welt nicht gut. Auch Grönland hat sich verändert, das Eis ist geschmolzen, die Bevölkerung lebt nun noch stärker an den Küsten und durch den Klimawandel haben sich auch neue Arbeitsmärkte erschlossen.

Die ganze Zeit hat man das Gefühl, dass die beiden Handlungsstränge zusammengehören. Mit jedem Perspektivwechsel wird das große Puzzle, das Cornelia Franz entworfen hat immer ein kleines Stückchen kleiner und ein Teil reiht sich an das andere. Pakkus Motive werden immer deutlicher und auch Jonathans Hintergrund wird immer klarer.

Der Wechsel der Perspektiven und auch die gute Darstellung des Klimawandels, bei dem die Autorin kein Horror-Szenario entwirft, sondern eine realistische Zukunft beschreibt, haben mir gut gefallen. Probleme hatte ich lediglich mit einer Stelle gegen Ende, die ich etwas unrealistisch halte, aber im Hinblick auf die fiktive Geschichte einleuchtend ist. Daher ist dies nur ein kleiner Makel.

Cornelia Franz hat mir Grönland, ein Land von dem ich bis auf ein paar Dokumentationen aus dem Fernsehen so gut wie gar nichts wusste, näher gebracht. Oft hatte ich, währen des Lesens, das Gefühl wie Pakku auf den Felsen zu stehen und aufs Meer herauszublicken, die Sehnsucht nach etwas anderen, einem besseren Leben zu spüren, aber auch die Zweifel, ob man dies alles – den Vater, die Freunde und die Vergangenheit, seine Identität – zurücklassen soll für einen Neuanfang. Und ist es dann wirklich ein Neuanfang und nicht nur das Fortlaufen von den Problemen? Nimmt man die nicht mit?

Fazit

“Ins Nordlicht blicken” von Cornelia Franz ist nicht nur ein Buch über den Klimawandel und ein mögliches Szenario, sondern auch ein Buch über das Finden der eigenen Identität und des Ankommens im eigenen Leben.

Buchinfo:
Cornelia Franz – Ins Nordlicht blicken
Taschenbuch 288 Seiten
dtv pocket 2014
ISBN-13: 978-3-423-78278-4
Preis: 8,95 €

Bewertung:
 woerterkatzehalb

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