[Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo II

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Vor zwei Tagen gab es auf diesem Blog, den ersten Teil zu Alexandre Dumas “Der Graf von Monte Christo”. Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil, der dieses Mal etwas kürzer ausfällt. Bis jetzt gehe ich mal davon aus, dass ich euch in einem Rhythmus von einem bis zu drei Tagen an meinen Gedanken zu dem Buch teilhaben lasse.
Immer wieder wird es auch vorkommen, dass ich spoilere und wer das Buch noch nicht gelesen hat oder der, das nicht möchte, sollte sich dann diese Beiträge nicht ansehen und lesen. Dies nur einmal vorweg und nun zum Buch:

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“Der Graf von Monte Christo” von Alexandre Dumas wurde im Zeitraum von 1844 bis 1846 veröffentlicht. Meine Ausgabe ist nicht, die oben abgebildete, sondern eine Ausgabe aus den 70er Jahren mit sehr eng beschriebenen 608 Seiten. Die Kapitel sind immer sehr kurz gehalten selten mehr als acht Seiten.

Am gestrigen Abend bin ich bis auf Seite 150 gekommen und nun möchte ich euch von meinen Eindrücken und dem Inhalt etwas wieder geben. Also

SPOILERGEFAHR!!!

Unser Held, Edmond Dantes, hat es tatsächlich geschafft sich aus dem Leichensack dank seines Messers zu befreien. Er schwimmt zu einer unbewohnten Insel, da er Angst hat, dass er sonst zurück zum Kastel If gebracht wird. Allerdings leidet er Hunger und Durst und urplötzlich sieht er auf dem Meer ein Boot, dass bei dem starken Sturm untergeht. So schlimm wie es sich anhört sieht er darin seine Rettung, als am nächsten Tag ein größeres Schiff die Insel kreuzt, wirft er sich ins Wasser und tut so also ob er einer der Schiffbrüchigen wäre. Der Kapitän der “Jeune Amélie”, ein Genueser,  nimmt ihn auf und Dantes beweist ihm, dass er etwas von der Schifffahrt versteht.

Dantes ist wirklich ein Genie, denn so wie Dumas schreibt, seien die Genueser sehr gerissen, aber dennoch schaffte es Dantes ihn zu täuschen als die Kanonen des Kastel If ertönen, da ein Gefangener entflohen ist.

In Livorno angekommen entledigt er sich erst einmal seines Bartes und seines langem Haar und entschließt sich dann für drei Monate auf dem Schiff des Genuersers zu arbeiten. Denn einen genauen Plan für seine Rache und wie er auf die Insel Monte Christo kommt hat er noch nicht.
Aber auch hier ist ihm sein Glück hold und durch einen glücklichen Umstand kommt er mit den Männern der “Jeune Amélie” auf die Insel. Durch einen weiteren Streich gelingt es ihm, dass er auf der Insel bleiben kann und schließlich findet er auch die Höhle, die ihn Abbe Faria gesagt hat. Tatsächlich findet er jede Menge Goldtaler, Goldbarren und Edelsteine. Er ist ein reicher Mann.Schließlich kommt das Schiff wieder an Monte Christo an und Dantes gibt Jacopo, seinem besten Freund auf der “Jeune Amélie” genug Geld für ein eigenes Schiff und eine eigene Mannschaft. Dafür sollte er nach Marseille fahren und herausfinden was mit seinem Vater und Mercedes passiert ist.

Als Leser wusste ich bereits, dass Dantes Vater verstorben ist, aber das Mercedes verschwunden ist, wusste ich nicht. Ich fragte mich, ob sie wirklich einfach verschwand oder hat sie doch Fernand geheiratet, weil sie nicht mehr allein sein wollte?

In der Zwischenzeit hat Dantes eine Yacht erworben und mit Hilfe zweier Männer von Jacopo fuhr er nach Marseille. Zunächst sucht er in Marseille sein Elternhaus auf und als erfährt, dass es vermietet ist, schafft er es das Haus zu kaufen und die Mieter des Dachgeschosses zogen in eine andere Wohnung im Haus.
Nun macht sich Dantes auf der Suche nach alten Bekannten. Zunächst begibt er sich zu Caderousse, der nicht mehr als Schneider, sondern als Gastwirt außerhalb von Marseille lebt und arbeitet. Er stellt sich ihm allerdings nicht als Dantes vor, sondern gibt sich als Pfarrer aus, der Dantes die letzte Ölung auf dem Kastel If gab. Er schafft es schließlich, wiederum durch eine List, herauszubekommen was mit Fernand, Villefort, Danglars und Mercedes passiert ist. Die ersten drei sind zu Geld gekommen und haben Karriere gemacht. Für Dantes ein herber Schlag und Caderousse rückt, nach dem ihm klar wird, dass er den Diamanten – das war die List – nur bekommt, wenn er einwandfrei erklären kann, dass er nichts mit Dantes Verhaftung zu tun hat, mit der Sprache raus und erzählt wie alles war.

Und tatsächlich hat Mercedes Fernand geheiratet. Ich hatte es ja schon befürchtet, auch wenn sie achtzehn Monate damit gewartet hat. Dantes tat mir in dem Moment unheimlich Leid, auch wenn Mercedes Entscheidung nachzuvollziehen ist, denn sie war arm und sowohl Dantes als auch sein Vater waren nicht mehr da.

Nach diesen Nachrichten macht er sich wieder auf nach Marseille und gibt sich dieses Mal als Angestellter eines englischen Bankhauses in Rom aus. Zunächst begibt er sich zum Bürgermeister, bei dem er erfährt, dass es um die finanzielle Situation des Reeders Morrel nicht gut aussieht und er wohl pleite geht, wenn die “Pharao” nicht wieder mit Fracht in Marseille anlegt. Im Anschluss begibt er sich zum Gefängnisinspektor, der auch noch Geld von Morrel zu bekommen hat und begleicht Morrels Schuld bei ihm. Dafür möchte er in die Gefängnisakten einsehen und findet schließlich heraus, dass Villefort für seine dauerhafte Internierung im Kastel If verantwortlich ist.

Villefort, der Opportunist, hat sich selber schützen wollen, auch noch Jahre nach dem Napoleon auf St. Helena festgesetzt wurde. Ein wahrlich fieser Charakter.

Nun begibt er sich zum Hause Morrel und er sieht seinen alten Dienstherren, gramgebeugt über seinen Büchern sitzen. Angst vor der Pleite seines Familienunternehmens hat ihm sehr zugesetzt und dann steht da auch noch dieser Banker vor ihm und fordert die Begleichung der Wechsel. Zunächst versucht Morrel sich mit der Fracht des “Pharao” Zeit zu erkaufen, aber durch eine schreckliche Meldung kann er dies nicht. Aber Dantes als Banker sieht, wie niedergeschlagen Morrel ist und gibt ihm einen Zahlungsaufschub von drei Monaten.

Gerade die letzte Szene, die ich gelesen habe hat mir sehr gut gefallen. So sehr wie Dantes auch Villefort, Fernand und Danglars hasst und sich an ihnen rächen will, so sehr versucht er auch den anderen Menschen zu helfen. Gespannt bin ich auf die Episode mit Sindbad, den Seefahrer. Denn er hat der Tochter Morrels  gesagt, dass sie einen Brief von ihm bekommen soll und genau alle Punkte befolgen soll.

Das war nun der zweite Teil von “Der Graf von Monte Christo” und in den nächsten Tagen wird es dann den dritten Teil geben.

 

Teile:

  1. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo I

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Wochenrückblick 04/2015

wochenrückblick_by_woerterkatze

Der vierter Wochenrückblick für 2015.

|Gesehen|Kollegen, Familie, Sportstudio, Lieblingsbuchhändler, Nachbarn
|Gelesen|Stephen King – Mr. Mercedes
|Gehört|Rea Garvey – It’s a good life
|Getan| gelesen, gebloggt, gearbeitet, Sport gemacht, gebastelt
|Gekocht| Couscous-Frikadellen mit Chicorée-Paprika-Gemüse
|Gekauft|Lebensmittel, Bücher, Hose, Bastelzeug, Filofax-Einlagen
|Gewünscht|keinen Schnee
|Geplant|Sport machen
|Gesagt| “Musst das jetzt schneien.”
|Gedacht|Blöder Husten
|Gefreut|über meine Familie
|Geärgert|über Schnee
|Geklickt| Schacht & Westerich

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Die Sonntagsleserin 04/2015

Die SonntagsleserinLesen macht glücklich hat “Die Sonntagsleser” wieder aus der Versenkung geholt, ehemals von der Bücherphilosophin initiiert um auf tolle Artikel, Besprechungen und vielen anderen aus der Buchwelt und Literaturblogger-Welt aufmerksam zu machen. Heute publiziert die Bücherphilosophin unter anderem Namen, aber ich habe mich dazu entschlossen es Lesen macht glücklich nachzumachen und auch an den Sonntagslesern wieder teilzunehmen. Meine Kategorien mit besondere Buchempfehlungen, Lesenswerte Artikel und Neues aus der Bloggerwelt lasse ich bei, die gefallen mir immer noch. Keine Ahnung, ob ich es schaffe jeden Sonntag einen solchen Post zu kreieren, aber ich werde es versuchen. “Die Sonntagsleserin 04/2015” weiterlesen

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