[Buchbesprechung] Christiane Lind – Die Heilerin und der Feuertod

9783746630786_dieheilerinundderfeuertodKlappentext von der Verlagsseite:

Denn Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung

Braunschweig 1374. Seit jeher leidet die junge Aleke darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter anerkannte. Umso überraschter ist sie, als er sie eines Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn sitzt im Kerker und kann sich an nichts erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse sind die einzige Chance, ihm zu helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird ihr Vater eines ungeheuren Verbrechens bezichtigt – und zwar ausgerechnet von dem Mann, den sie liebt. Und Aleke muss sich entscheiden.

Die fesselnde Geschichte einer starken jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Christiane Lind, geboren 1964, ist Sozialwissenschaftlerin und wuchs in Niedersachsen auf. Nach Zwischenstationen in Gelsenkirchen und Bremen lebt sie heute mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel. Gern besucht sie ihre Schwester in Braunschweig. Ihr Roman „Die Heilerin und der Feuertod“ erscheint im Sommer 2014.

Erster Satz:

Mit großen Schritten eilte der Junge durch die einsamen Gassen der Stadt.

Aufbau:

Christiane Linds “Die Heilerin und der Feuertod” ist aufgeteilt in 33 Kapitel, die nicht allzu lang sind, und umfasst dennoch 414 Seiten. Der Handlung vorangestellt ist eine Dramatis personae, auf die ich gelegentlich zurückblickte. Am Ende befindet sich neben der üblichen Danksagung, noch ein Glossar mit den kursiv gedruckten Begriffen aus der Handlung, die da sehr gut erklärt werden, außerdem werden die historischen Hintergründe erläutert in einem Extra-Teil und es sind auch noch weiterführende Literaturhinweise vorhanden.

Inhalt:

Aleke, die uneheliche Tochter des Kaufmanns Accem van Broke, lebt bei den Beginen in Braunschweig. Eines Tages bittet ihr Vater sie, ihm bzw. ihrem Halbbruder zu helfen. Er sitzt im Kerker und soll seine Braut in der Hochzeitsnacht umgebracht haben. Aleke erklärt sich nach Zögern dazu bereit und begibt sich auf die Suche nach dem Täter, denn an eins glaubt sie nicht, das Kersten seine Braut getötet hat. Bei ihrer Suche begegnet sie Righert von Anhalt, der von Magdeburg aus nach Braunschweig gekommen ist um eine alte Rechnung zu begleichen. Die beiden begegnen sich immer wieder bei ihrer jeweiligen Suche und unterstützen sich gegenseitig, bei der Suche nach dem jeweiligen Täter. Denn Righerts Familie ist sechs Jahre zuvor einem fürchterlichen Verbrechen zum Opfer gefallen.

Meinung:

“Die Heilerin und der Feuertod” von Christiane Lind hat mich ebenso gepackt, wie ihre Katzenbücher “Endlich Schnurrlaub”, “Weihnachtspunsch und Weihnachtskater” oder ihr Familienroman “Das Haus auf der Blumeninsel”. Eins ist klar Frau Lind kann auch historische Romane schreiben, die einen gut unterhalten.

Bereits der Prolog, der sechs Jahre vor der späteren Handlung spielt, ist spannend und gibt einen ersten Hinweis auf die spätere Handlung. In den kommenden Kapiteln führt sie uns näher an die Hauptpersonen des Geschehens. So lernen wir Aleke bei den Beginen kennen und erkennen auch schnell, dass sie sich immer noch nach der Anerkennung ihres Vaters Accem van dem Broke sehnt. Stattdessen soll ihm helfen ihren Halbbruder zu retten. Zunächst merkt man auch in der weiteren Handlung, dass sie unbedingt einen Platz in der Familie haben will, aber je mehr sie herausbekommt und je mehr sie nachdenkt, desto mehr verändert sich auch ihr Verhalten. Dazu trägt auch Righert von Anhald bei, der die Familie van dem Broke, in einem nicht so strahlenden Licht sieht. Er ist in diesem Sinne ein toller Gegenpart zu Aleke, die aus Zuneigung handelt im Gegensatz zu ihm. Er ist von Rachegedanken getrieben, da er die Mörder seiner Familie sucht und auch die van dem Brokes verdächtigt.

Christiane Lind ist es gekonnt gelungen sowohl die Hauptpersonen Aleke und Righert von Anhald gut darzustellen, als auch die vielen Nebenpersonen sei es Accem van dem Broke, sein Bruder oder auch die Medica. Sie hat all ihren Charakteren ein Gesicht gegeben und dabei auch nicht an gegensätzlichen Paarungen gespart. Sind oft nur die Hauptcharaktere gut dargestellt, so ist ihr dies auch bei den Nebenrollen super gelungen. Auch da gibt es sympathische und unsympathische Figuren, und man bangt sowohl bei den Nebenrollen als auch bei Aleke und Righert immer mit.

Neben diesen gut gezeichneten Figuren hat auch das Setting gestimmt. Ich hatte das Gefühl in das Markttreiben Braunschweigs von 1374 einzutauchen, die Marktstände zu sehen, die Gerüche und lauten Stimmen zu hören. Dabei sehe ich die Häuser der Kaufmannsleute, die der Gildemeister und spüre das Kopfsteinpflaster unter den Fußsohlen. Dies gelang mir auch bei dem Wohnhaus der van dem Brokes, oder bei Righerts Haus, oder den Kneipen und dem jüdischen Viertel von Braunschweig. Ebenso kam mir der Kräuter- und Gemüsegarten der Beginen vertraut vor.
Ihr ist es ohne lange Umschweife gelungen mich auf die Zeitreise in das 14. Jahrhundert zu nehmen, dass auch historisch sehr gut dargestellt wurde. Sowohl der Beginn der Kämpfe der Gildemeister in der Stadt, als auch die furchtbaren Methoden der Folter und der Hass auf die Juden nimmt sie in die Geschichte auf. Ebenfalls gibt sie einen guten Einblick in die Kleiderordnung und Sitten und Gebräuche der Zeit und in die Lebensweise der Beginen.

Der Schreibstil ist wieder wie auch bei ihren bisherigen Büchern leicht und angenehm, durch die kurzen Kapitel kam es mir so vor, als ob ich direkt ein Teil der Geschichte wäre und dabei Aleke und Righert bei ihrem jeweiligen Bemühen zu begleiten. Ein kleiner Maluspunkt gibt es allerdings und zwar das mir sehr schnell ein Verdacht mit dem wahren Mörder kam. Mit dem Verdacht im Hinterkopf fing ich dann auch an zu ermitteln und so manche Aktion und so manches Verhalten der Akteure in Frage zu stellen. Dennoch blieb für mich die Spannung durchweg erhalten, da sie immer wieder Wendungen eingebaut hat und ich auch ab und an selber bei meinem Verdacht am Zweifeln war, aber der erste Gedanke ist meistens der richtige.

Fazit

“Die Heilerin und der Feuertod” von Christiane Lind ist ein spannender und gut recherchierter historischer Roman zur Zeit der Großen Schicht um 1374 in Braunschweig, der mich sehr gut unterhalten hat.

Buchinfo:
Christiane Lind – Die Heilerin und der Feuertod
Taschenbuch 424 Seiten
Aufbau 2014
ISBN-13: 978-3-7466-3078-6
Preis: 9,99 €

Bewertung:

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Top-5 – die zweihundertdreiundfünfzigste

Samstag Nachmittag und es ist wieder Zeit für die Top-5 der Woche. Die ehemalige Sängerin von Nightwish, Anette Olzon, hat bereits im vergangenen Jahr ihr Solo-Album “Shine” auf den Markt gebracht. Aus diesem Album stelle ich  euch den Song “Floating” vor, der mir sehr gut gefällt.  Fahrenhaidt sind eine von acht deutschen Kandidaten für den ESC 2015 in Wien. Ihr Lied “Frozen Silence” gefällt mir sehr gut, aber ob sie Chancen haben bei Teilnehmern wie Mrs. Greenbird, Faun, Andreas Kümmert, Laing, Alexa Feser und Noize Generation kann ich noch nicht einschätzen, aber ich lag ja auch im vergangenem Jahr daneben. :-) “Dream of Life” von der großartigen Patti Smith hat es mir in dieser Woche auch angetan, ein wunderschönes Lied der Punkrockerin, das so völlig anders ist, als ihre anderen Lieder. Marlon Roudette ist immer wieder mal bei mir in den Top-5 vertreten, so auch dieses Mal mit “Flicker”. Der Abschluss macht der wunderschöne Song “Love me like you do” von Ellie Goulding, auch wenn ich mit dem Film “Shades of Grey” so gar nichts anfangen kann, das Lied mag ich.
Das waren meine Top-5 Lieder des der Woche,  ich wünsche Euch viel Spaß mit den Liedern und frage euch:

Was sind eure Lieder der Woche?

Anette Olzon – Floating[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=pK1XEhNFNZU”]
Fahrenhaidt – Frozen Silence [youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=c7RvX1IDPZc”]
Patti Smith – Dream of Life[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=pN3QxxxxVJQ”]
Marlon Roudette – Flicker[youtube=https://www.youtube.com/watch?v=zgSsVlr5HbY”]
Ellie Goulding – Love me like you do[youtube=”https://www.youtube.com/watch?v=AJtDXIazrMo”]

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[Challenge] Anti-Age dem SuB 3.0 You can [re] do – Februar 2015

bannerfans_12214985Und schon ist auch der Januar bald Geschichte und ein weiterer Monat in der  Anti-Age dem SuB 3.0 You can [re] do Challenge proudly presents by Kermit vom Seitenteich  ist vorbei. Es ist sogar Halbzeit und der sechste Monat hat mir sogar vier Lose beschert.  ein Aufwärtstrend ist zu verzeichnen.
Mein Zufallsgenerator-Buch war “Gorillas im Nebel” von Dian Fossey. Es war sehr interessant, aber auch anstrengend zu lesen. Dennoch war es wieder faszinierend in die Welt der Berggorillas einzutauchen. Hut ab vor Dian Fossey und das was sie geleistet hat. Den Film muss ich mir unbedingt noch einmal ansehen, mit der großartigen Sigourney Weaver als Dian Fossey.
Dann habe ich noch ein Buch für die Zusatzaufgabe gelesen und da hat es uns Kermit ja zum Glück leicht gemacht. Mit “Tödlicher Hass” habe ich ein Buch aus meiner liebsten schwedischen Jugendthriller-Reihe aus seinem Schattendasein befreit. Ritta Jacobsson schreibt wirklich gut, aber gelegentlich frage ich mich, wirklich ob Svea nichts hinzulernt.

Ur-Opa und Plus Minus kann ich mal wieder hinten rüber fallen lassen. Obwohl ich wohl wirklich mal wieder einen Ur-Opa befreien könnte.

Aber nun ran an die Auslosung für den Februar und dieses Mal wieder mit dem alten Zufallsgenerator, denn der funktioniert nun wieder:

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Die 572 ist es also geworden. Gleich mal schauen auf der Liste und :tanzensolo: :cheers:. Geworden ist es:

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Klappentext von der Verlagsseite:

Ein packendes Familiendrama von Liebe, Tragik und dunklen Geheimnissen.

Natalie ist vierzehn, als der charismatische River an einem heißen Julinachmittag auf der Milchfarm der Wards in den kanadischen Cascade Mountains auftaucht. Mit der sanften Stimme und den aquamarinblauen Augen wird er bald Teil der glücklichen Familie. Doch tragische Ereignisse verändern das Leben aller und die Idylle endet jäh …

Ui, das Buch liegt schon ziemlich lange auf meinem SuB und nun hat es mir die Glücksfee ausgesucht. Ich freue mich!

Im Laufe des Monats wird uns Kermit noch eine Zusatzaufgabe stellen:

Zufallsaufgabe:

Hier kommt noch etwas hin!

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[Stöckchen] Freitags-Füller No. 305

Klickt auf das Bild und ihr kommt zu Barbara

1.  Schön, dass  endlich mal die Sonne raus kommt.

2.  Denn das Wetter hat bisher nur die Note mangelhaft.

3. Menschen, die immer alles besser wissen, gehen mir furchtbar auf den Zeiger.

4   Ständige Besserwisserei nervt, das weiss doch jeder.

5.  Wichtig ist, dass man nicht immer darauf herumreitet..

6.   Sport machen, ich bin bereit .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Krimiabend, morgen habe ich bloggen geplant und Sonntag möchte ich lesen!

 

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[Top Ten Thursday] 10 Reihen, die ihr dieses Jahr beginnen / fortsetzen oder aber auf Stand lesen wollt

Top Ten ThursdayTop Ten Thursday ist von Steffis Bücher Bloggeria initiiert worden und nun habe ich mich entschlossen teilzunehmen.  Die Aufgabe für heute lautet:

10 Reihen, die ihr dieses Jahr beginnen / fortsetzen oder aber auf Stand lesen wollt

Aschenputtel von Kristina Ohlsson Das Salz der Erde von Daniel Wolf schweinehunde

Kristina Ohlsson – Aschenputtel (Fredrika Bergmann #1)
Daniel Wolf – Das Salz der Erde (Michel de Fleury #1)
Lotte Hammer – Schweinehunde (Konrad Simonsen und Team #1)

grimmbart dergaukler rendezvousmiteinemmörder

Volker Küpfel/Michael Kobr – Grimmbart (Kluftinger #8)
Thomas Ziebula – Der Gaukler (Dreißigjähriger Krieg #1)
J.D. Robb – Rendezvous mit einem Mörder (Eve Dallas #1)

diebrüder inselgrab einentodmusstdusterben

Jan Guillou – Die Brüder (Lauritz, Oskar und Sverre #2)
Johan Theorin – Inselgrab (Öland Quartett #4)
Susanne Mischke – Einen Tod musst du sterben (Bodo Völxen #5)

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Hilary Mantel – Falken (Thomas Cromwell #2)

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[Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo IV

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Hier ist nun auch schon der vierte Teil des Grafen von Monte Christo. Auf den fünften Teil werdet ihr dann aber mindestens bis zum Wochenende bzw. Wochenanfang dann warten müssen.
Immer wieder wird es auch vorkommen, dass ich spoilere und wer das Buch noch nicht gelesen hat oder der, das nicht möchte, sollte sich dann diese Beiträge nicht ansehen und lesen. Dies nur einmal vorweg und nun zum Buch:

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“Der Graf von Monte Christo” von Alexandre Dumas wurde im Zeitraum von 1844 bis 1846 veröffentlicht. Meine Ausgabe ist nicht, die oben abgebildete, sondern eine Ausgabe aus den 70er Jahren mit sehr eng beschriebenen 608 Seiten. Die Kapitel sind immer sehr kurz gehalten selten mehr als acht Seiten.

Am gestrigen Abend bin ich bis auf Seite 202 gekommen und nun möchte ich euch von meinen Eindrücken und dem Inhalt etwas wieder geben. Also

SPOILERGEFAHR!!!

Franz und Albert von Morcef sind in Rom eingetroffen und möchten unbedingt an Karneval mit einem Wagen durch die Stadt fahren. Das ist allerdings schwierig, denn alle Wagen sind mittlerweile vermietet.

Ich bin euch ja noch schuldig, wer denn nun Albert von Morcef ist. Dantes wird sich freuen und mit Sicherheit weiß er es, denn es niemand anderes als der Sohn von Fernand. Seinem Widersacher.

Irgendwie treibt der Hotelbesitzer doch noch einen Wagen auf und Franz erzählt ihm, dass er durch die äußeren Straßen zum Kolosseum fahren will, um seinen Freund dieses bei Nacht zu zeigen. Der Hotelbesitzer rät ihn davon ab und erzählt ihm die Geschichte vom Räuber Vampa.

Gerade diese lange Geschichte empfand ich als störend, da es für mich nicht ersichtlich war, was sie nun mit Dantes zu tun haben sollte und die erstreckte sich über eng beschriebene sechs Seiten. Sie war durchaus gut erzählt, aber mir ist auch jetzt noch nicht hundertprozentig klar, weshalb uns diese von Dumas erzählt wurde.

Jedenfalls schaffte es der Hotelbesitzer durch die Räubergeschichte es, dass sie nun doch durch die Stadt zum Kolosseum fahren. Franz denkt während der ganzen Fahrt noch über die Geschichte nach und im Kolosseum trennen sich Albert und Franz voneinander. Denn Franz ist das Geplapper des Führers zu viel. Er setzt sich an eine Steinsäule und bekommt ein Gespräch zwischen einen mysteriösen Fremden und einen Bewohner von Travestere mit. Bei diesem Gespräch geht es um einen Gefangenen, der am Tag des Karnevals öffentlich hingerichtet werden soll. Franz glaubt in der Stimme des mysteriösen Fremden, Sindbad wieder zu erkennen. Aber sicher ist er sich nicht.
Beim Theaterbesuch am nächsten Tag glaubt er auch ihn wieder zu sehen, in dem Mann der ihn in der gegenüberliegenden Loge gegenüber sitzt. Aber auch da ist er sich nicht sicher. Am nachfolgenden Morgen teilt der Hotelbesitzer ihnen mit, dass der Graf von Monte Christo sie eingeladen habe, mit ihm den Karneval beizuwohnen. Beide nehmen dieses Angebot an und begeben sich auch in dessen Zimmer. Während des Frühstücks kommen sie auch auf die Hinrichtung an dem Tage zu sprechen und der Graf lädt sie ein, gemeinsam von einem Zimmerfenster aus der Hinrichtung beizuwohnen. Franz will zunächst nicht mit und nur den Karneval besuchen, aber da Albert unbedingt mit will, lässt er sich überreden. Die Hinrichtung findet dann auch statt, aber wie der Graf schon gesagt hatte, im Laufe des Gesprächs, wird tatsächlich nur einer hingerichtet, der andere jener Beppino, um den es im nächtlichen Gespräch ging, wurde begnadigt. Franz sinkt nach der Hinrichtung ohnmächtig auf den Sessel und Albert kann sich nur noch mühsam festhalten. Nur einer grinst und zwar der Graf.

Gelinde gesagt haben mir diese drei Kapitel nicht so gut gefallen. Ich halte sie mehr für Überleitungskapitel, so dass der Graf Albert kennen lernt und ihn schon einmal in Augenschein nehmen kann. Irgendwie befürchte ich, dass sich seine Rache an Fernand über Albert ergießen wird. Mal sehen wie es weiter geht und ich hoffe, dass die nächsten Kapitel etwas mehr Spannung versprechen.

 

Teile:

  1. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo I
  2. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo II
  3. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo III
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[Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo III

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In den letzten beiden Tagen kam ich nicht so zum Lesen mit dem Grafen, dennoch möchte ich euch auch heute nicht Wörterkatze liest vorenthalten und stelle nun auch den dritten Teil meiner Begegnung mit dem Grafen von Monte Christo online.
Immer wieder wird es auch vorkommen, dass ich spoilere und wer das Buch noch nicht gelesen hat oder der, das nicht möchte, sollte sich dann diese Beiträge nicht ansehen und lesen. Dies nur einmal vorweg und nun zum Buch:

9783423139557_dergrafvonmontechristo

“Der Graf von Monte Christo” von Alexandre Dumas wurde im Zeitraum von 1844 bis 1846 veröffentlicht. Meine Ausgabe ist nicht, die oben abgebildete, sondern eine Ausgabe aus den 70er Jahren mit sehr eng beschriebenen 608 Seiten. Die Kapitel sind immer sehr kurz gehalten selten mehr als acht Seiten.

Am gestrigen Abend bin ich bis auf Seite 175 gekommen und nun möchte ich euch von meinen Eindrücken und dem Inhalt etwas wieder geben. Also

SPOILERGEFAHR!!!

Es ist nun der besagte 5. September angekommen. In den vergangenen Monaten hatte sich das Haus Morrel auf diesen Tag einstellen können und konnte bisher auch immer seine Wechsel begleichen. Aber nun ist es passiert 13.000 Franken auf der Aktiva-Seite stehen 287.000 Franken auf der Passivseite gegenüber. Und Morrel ist sich sicher, dass das Bankhaus nicht noch einmal einen Aufschub gewähren wird. Daraufhin macht er sich kurz vor dem besagten Tag, den er jetzt schon als sein Untergang ansieht, auf nach Paris.

Was er in Paris will, hat mich mehr als erstaunt, dachte er wirklich, das Danglars ihm Geld leihen würde. Es scheint jedenfalls so, aber wie ich Danglars richtig einschätze und was anderes lies sein Charakter auch nicht vermuten, gibt er Morrel keine einzige Franke.

Wieder daheim angekommen ist Morrel untröstlich und sich seiner Schande bewusst, so beschließt er seinem Leben ein Ende zu setzen.

Hat nicht Dantes versprochen zu helfen, als Sindbad der Seefahrer?

Und tatsächlich. Gerade als Maximilian, Julies Bruder und Sohn vom alten Morrel auftaucht, kommt auch ein Bote, der Julie einen Brief überbringt von Sindbad, den Seefahrer. Julie eilt an den angegebenen Ort und hurra, ihr Vater und sein Geschäft ist gerettet. Sie rennt schleunig nach Hause und überreicht ihrem Vater die Geldbörse mit dem Wechsel als Inhalt und einen lupenreinen Diamanten als Aussteuer für Julie. Morrel ist überglücklich und jubelt. Nun ist die Welt wieder in Ordnung, jedenfalls hat er keine Schulden mehr. Aber auch kein Schiff und auch keine Mannschaft. Und dann geschieht das nächste Wunder, die angeblich untergegangene “Pharao” taucht mit der Fracht auf.

Himmel, wie hat sich das zu getragen. Die Mannschaft der untergegangenen Pharao wurde doch von dem anderen Schiff im Mittelmeer aufgelesen. Hat Dantes irgendwo in den drei Monaten ein Schiff bauen lassen oder gekauft? Aber wo kam die Ware her? Etwas undurchsichtig, lieber Herr Dumas, aber ich verbuche es mal unter künstlerischer Freiheit.

Dann geschieht ein Sprung von Morrel kommen wir zu einem gewissen Franz, der auf die Jagd nach Elba will, um ein paar Reebhühner zu jagen. Aber die Jagd ist wenig erfolgreich und so bringen ihn die Schiffsleute auf die Insel Monte Christo. Denn dort könne er Ziegen jagen. Als er ans Land geht begegnen ihn sechs Gestalten. Schiffsleute und zwei Schmuggler, aber sie dulden ihn auf der Insel und schließlich wird er von Sindbad, den Seefahrer zu einem Festschmaus eingeladen.

Nun, überlege ich schon die ganze Zeit, ob Dumas versucht uns, darüber aufzuklären, dass jener Sindbad niemand anderes als Dantes ist oder was er mit dieser Zwischenepisode überhaupt will. Denn eins wissen wir Dantes will Rache an Danglars, Fernand und Villefort üben. Benötigt er dafür Franz?

Franz, der sich den Festschmaus schmecken lässt und auch zum Schluss noch halluzinierende Drogen konsumiert, wacht am anderen Morgen auf und Sindbad ist weg. Noch völlig benommen, macht er sich daran, den Eingang der Höhle zu finden, denn am Abend zu vor, hatten Sindbads Männer ihm die Augen verbunden, aber er findet sie nicht. Nun hält ihn nichts mehr auf der Insel und er begibt sich wieder nach Rom. Dort in einem guten und teureren Hotel untergekommen, trifft er seinen Freund Albert von Morcef.

Zunächst überlegte ich, wer dies sein könnte. Dann entschloss ich mich, doch mal im Personenregister am Ende des Buches nach zuschauen und da schau her, dass ist aber interessant. Nun wird mir auch einiges klar, über die Szene auf Monte Christo.

Das war nun der dritte Teil, zugestanden etwas kurz, aber dafür kommt morgen schon Teil vier.

 

Teile:

  1. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo I
  2. [Wörterkatze liest…] Der Graf von Monte Christo II
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[WoW] Waiting on Wednesday – Winterjournal

New WoW
“Waiting on Wednesday” wird von Jill gehostet! Mein heutiges WoW kommt schon in wenigen Tagen auf den deutschen Markt als Taschenbuch heraus. Die gebundene Ausgabe ist schon vor 15 Monaten erschienen und nun kommt endlich am Freitag, den 30. Januar die Taschenbuchausgabe von Paul Austers Winterjournal heraus. Das Cover mit Paul Auster in jungen Jahren finde ich sehr gelungen. Seit dem ersten Teil seiner New-York-Trilogie “Stadt aus Glas” haben seine Bücher Einzug in mein Bücherregal gefunden, daher freue ich mich, dass der Rowohlt Verlag auch, wie nenne ich es am besten, oder besser in den Worten des Verlags Lebensbilanz, veröffentlicht.

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Klappentext von der Verlagsseite:

Paul Auster zieht die Bilanz seines intensiven Lebens. Er lässt Liebesbeziehungen Revue passieren: viele zunächst, und dann – dreißig Jahre lang – die eine, große Liebe! Er sinniert über die Kinder, ihr Aufwachsen, ihre Selbstständigkeit. Und spricht über seinen Körper, über die Begegnungen mit dem Tod, über Krankheiten und Süchte – all die Versuchungen, sich dem Verfall, dem Alltag zu entziehen.
Man kommt dem großen Autor, aber vor allem dem Menschen Paul Auster sehr nahe.

 

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[Kolumne] Gute Vorsätze oder warum ich daran scheitere!

Wörterkatze_Kolumne_logoJedes Jahr werden sie nach dem letzten Glockenschlag der Turmuhr, wenn das neue Jahr eingeläutet ist, wieder geschlossen: die guten Vorsätze. Manch einer nimmt sich vor nicht mehr zu Rauchen, weniger Alkohol zu trinken, sich gesünder zu ernähren, mehr Sport, weniger Stress oder mehr Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. “[Kolumne] Gute Vorsätze oder warum ich daran scheitere!” weiterlesen

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[Buchbesprechung] Judith Merchant – Die Lügen jener Nacht

dielügenjenernachtKlappentext von der Verlagsseite:

Als sie zur Hochzeit ihrer Studienfreundin geladen wird, ist Mimi zunächst skeptisch – hat sie doch den Kontakt lange sträflich vernachlässigt. Doch unerwartet herzlich wird sie im alten Bonner Freundinnenkreis aufgenommen, und spätestens nach der Junggesellinnenparty im nächtlichen Römerbad ist es, als sei sie nie fortgewesen. Am Hochzeitsmorgen aber bringt ein entsetzlicher Todesfall alles ins Wanken. Misstrauen kriecht in die eingeschworene Gruppe, und langsam beschleicht Mimi ein furchtbarer Verdacht: Hat man sie nur zur Hochzeit eingeladen, um ihr einen Mord in die Schuhe zu schieben?

Autoreninfo von der Verlagsseite:

Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zweimal mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Mit „Nibelungenmord“ und „Loreley singt nicht mehr“ startete sehr erfolgreich ihre Krimireihe um Jan Seidel, die demnächst fortgesetzt wird. „Die Lügen jener Nacht“ ist Judith Merchants erster psychologischer Spannungsroman.

Erster Satz:

“George Clooney!”

Aufbau:

“Die Lügen jener Nacht” umfasst 448 Seiten, die aufgeteilt sind in 15 Kapitel, die ersten beiden sind betitelt mit “Junggesellinnenabschied” und “Zwei Wochen davor”, die nachfolgenden 13 Kapitel sind dann jeweils mit “Tag 1” usw. betitelt. Außerdem gibt es noch ein Dankeswort der Autorin.

Inhalt:

Mimi wird von ihrem Freund in Schottland verlassen und nun steht sie ohne Bleibe da. Der Anruf einer alten Kommilitonin, die sie zur Hochzeit einlädt, kommt ihr gerade Recht. Aber sie ist auch von Zweifeln geplagt, will sie da wirklich hin und wieso gerade jetzt. Denn jahrelang haben sie sich nicht mehr gesehen. Sie fliegt wieder nach Deutschland und so langsam kommt sie wieder in ihrem alten Leben an. Ihre Freunde haben sich verändert und als der Bräutigam stirbt, überlegt sie ob die Einladung nur Berechnung war…

Meinung:

Das Cover von “Die Lügen jener Nacht” geschrieben von Judith Merchant hat mich direkt angesprochen. Dieses blau und dann die Frau im roten Kleid, die im Wasser treibt. Ein echter Hingucker.
Der Klappentext sprach mich auch direkt an und dann las ich den ersten Satz. Hmmh, etwa doch ein Frauenroman und erste Zweifel zogen auf. Aber egal, einfach mal weiter lesen, vielleicht steckt doch mehr dahinter, als du denkst. Und genauso war es dann auch. Der erste Satz hatte mich nur getäuscht, mich erwartete kein reiner Frauenroman mit Liebe und Kitsch, sondern eine spannende und teilweise auch irritierende Erzählung über die junge Mimi und ihre Freundinnen, die sie jahrelang nicht mehr gesehen hat. Dann diese Hochzeitseinladung, die mir im Laufe der gesamten Handlung auch immer mehr zu denken gab. Ist das alles nur ein geschicktes Manöver von Simone, der Macherin und Bestimmerin, und Grit, die willig wie ein gut dressierter Labrador alles mit macht? Denn so manches war merkwürdig nicht nur die beiden Freundinnen und auch Alla, die irgendetwas zu verheimlichen hat, sondern auch die Tatsache, dass Mimi sich nicht mehr so richtig an ihre Freundinnen erinnern kann. Erinnern an früher, Erinnern an Studentenzeiten fällt ihr unheimlich schwer. Was war damals? Diese Frage stellte ich mir immer wieder, um auch nicht völlig durcheinander zu kommen. Denn alles wurde aus Mimis Perspektive geschildert und bei Mimi war ich mir manchmal echt nicht sicher, ob sie träumt, spinnt oder es doch fiktionale Realität ist was da passiert. So irritiert wie Mimi war auch ich im Laufe des Geschehens und einzig Nina, die Braut war mir sympathisch, auch wenn sie eine kleine Rolle im großen Ganzen nur spielte.
Erst im Zuge des Mordes wird die Handlung spannender und aus dem befürchteten Frauenroman, wird ein Spannungsroman mit starkem psychologischen Touch. Wie auch Mimi begann ich alles zu hinterfragen nicht nur die Begebenheiten, sondern auch die Art und Weise wie ihre Freundinnen handelten. Immer öfter stellte ich mir die Frage, wer spielt falsch und ich tappte auch noch lange Zeit im Dunkeln. Die Motive eines jeden Einzelnen werden mit der Zeit deutlicher und so bald man eine Vermutung hat, wie oder wer es gewesen sein könnte, kommt wieder etwas anderes.
Judith Merchant hat es geschafft bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu erhalten und dann doch etwas abrupt zum Ende zu kommen. Gerade das Ende hat mich irritiert und war wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings wird gerade mit dem Ende deutlich, wieso Mimi so ist wie sie ist.

Fazit

“Die Lügen jener Nacht” von Judith Merchant ist eine Mischung aus Frauenroman, psychologischen Spannungsroman gewürzt mit schwarzem Humor und einer Handlung, bei der man als Leser dran bleiben muss.

Buchinfo:
Judith Merchant – Die Lügen jener Nacht
Quality Paperback 448  Seiten
Droemer Knaur 2014
ISBN-13: 978-3-426-51627-0
Preis: 14,99 €

Bewertung:

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[Montagsfrage] Von welchem Buch/welcher Reihe möchtest du dich nie trennen?

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Von welchem Buch/welcher Reihe möchtest du dich nie trennen?

Das ist eine sehr schwere Frage für jemanden, der all’ seine Bücher behält. Zumindest die, die mir gefallen haben, gebe ich nicht weg und auch dies sind nun schon einige in meinem Bücherleben. Reihen gebe ich sowieso nie weg und eine liebste Reihe könnte ich jetzt auch nicht nennen. Dafür habe ich einfach zu viele, die ich weiterverfolge und auch liebe. Sei es Brunetti von Donna Leon, Tempe Brennan von Kathy Reichs, Duncan Kincaid & Gemma Jones von Deborah Crombie, Annika Bengtzon von Liza Marklund usw. usf. Ich könnte noch zig weitere aufzählen. Daher die Bücher bleiben bei mir. Hinzu kommen noch zig Einzelbände von Jane Austen, Tolstoi, Kerstin Gier und natürlich darf auch Tolkien und Joanne K. Rowling nicht fehlen.

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Die Montagsfrage ist eine Aktion von Svenja von Buchfresserchen

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