Frank Schätzing – Limit


Klappentext:
2025. Bahnbrechende Technologien haben die Raumfahrt revolutioniert. In einem atemlosen Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element das sämtliche Energieprobleme der Welt zu lösen verspricht. Zur selben Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, entwickelt sich zu einer albtraumhaften Jagd, denn die ebenso schöne wie anstrengende Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Spur führt rund um den Erdball – und zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen eine bedrohliche Entdeckung macht.

Inhalt:
Julian Orley, ein reicher dominanter Engländer, der sich eindeutig zu wenig um seine Familie kümmert und gekümmert hat, hat mit einer bahnbrechenden Technologie nicht nur die Raumfahrt revolutioniert, sondern auch das Machtgleichgewicht auf der Erde gewandelt. Denn die ehemals reichen Ölmultis stehen vor dem Abgrund, seit dem auf dem Mond Helium-3, ein neuer Energiewertstoff gefunden wurde. Sowohl die US-Amerikaner als auch die neue Wirtschaftsmacht China führen einen Förder-Wettlauf um Helium-3 auf dem Mond. Nur sind die US-Amerikaner klar im Vorteil, denn sie haben das alleinige Nutzungsrecht an Orleys Entwicklung, die ihnen die Möglichkeit gibt ein neues Energiezeitalter einzuläuten. Aber Orley ist nicht nur der Entwickler dieser Technologie, sondern sein Unternehmen ist sehr breit aufgestellt: Hotels, Reisen, Sicherheit, Energie und Raumfahrt. Um berühmten Leuten zu imponieren und sein neustes Prestigeobjekt vorzustellen – ein Hotel auf dem Mond – nichts anderes als die “Gaia” macht Orley mit ihnen eine Reise zum Mond.
Aber irgendjemand hat etwas gegen die hochtrabenden Pläne von Orley. Denn Zeit gleich, verschwindet in China, die Dissidentin Yoyo,wie vom Erdboden. Owen Jericho, ein Cyber-Cop, wird von einem reichen chinesischen Industriellen Tu Tian, auf dem Fall angesetzt. Was sich wie ein gewöhnlicher Ermittlungsfall anhört, entpuppt sich nach dem Auffinden von Yoyo zu einer rasanten und gefährlichen Hetzjagd von China über Äquatorialguinea nach Berlin und London sowie nach Venedig. Denn irgendetwas muss Yoyo erfahren haben, von dem sie nichts wissen sollte, denn nun müssen sie um ihr Leben fürchten, da sie von Killern gejagt werden. Sie wissen, dass sie nur überleben können, wenn sie die Drahtzieher finden und sie wissen, dass sie nur Überleben können, wenn sie die Drahtzieher finden…

Meinung:
“Limit” ist ein richtiger Wälzer: 1328 Seiten stark und es wiegt sage und schreibe 1,3 kg. Die Gestaltung des Buches hat mich von Beginn an sehr angesprochen. Das Cover mit dem Mond und die Mondkarten auf den Einbandseiten finde ich sehr schön.
Auch toll ist das umfangreiche Personenverzeichnis, das einem während des Lesens sehr nützlich ist.
Frank Schätzing hat einen sehr spannenden und durchweg auf hohem Niveau gehaltenen Science-Fiktion-Thriller geschrieben. Er springt zwischen den einzelnen Handlungsorten OSS, China und dem Mond hin und her. Aber durch die Kapitelüberschriften fällt eine Einordnung sehr leicht. Sehr gut finde ich, dass jedes Kapitel einen Tag behandelt und man durch die verschiedenen Handlungsorte zeitnah am Geschehen ist.
Ein weiteres Plus ist die starke Ausarbeitung der einzelnen Charaktere, sei es Julian Orley, Owen Jericho, Yoyo, Tu Tian oder auch Lynn. Die Charaktere sind bis zum Ende des Thrillers klar durchdacht und verlieren nichts an ihren Eigenschaften.
Ein weiteres Highlight sind die technischen Darstellungen des Weltraumfahrstuhls, der Helium-3-Förderung und der Raumstation. Technisch bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Einfach höchst interessant.
Wenn man gerade glaubte, sich mit all den Namen und den technischen Sachen zurecht gefunden zu haben, dann bringt er immer wieder neue Fakten mit ein, wie die politischen und historischen Verhältnisse in Afrika, China und auch die heutigen aktuellen Ereignisse wie die Wirtschaftskrise kommen nicht zu kurz. Schätzings “Limit” ist ein höchstinformativer Thriller, der mich immer wieder zum Recherchieren der historischen und politischen Ereignisse zwang.
Nicht nur die Informationsfülle ist ein Plus des Thrillers, auch die Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge, die zunächst parallel laufen und sich dann zum einen einzigen verbinden ist großartig. Durch alle Wendungen und Informationen wird die Spannung enorm hochgehalten und sie hält bis zum Ende der 1304 Seiten. Ja, wohlgemerkt, 1304 Seiten reines Lesevergnügen, denn die verbleibenden 24 Seiten gehören dem “Personal”, wie es Schätzing nennt, und der Danksagung. Und vor allem mit dem Ende rechnet man nicht.
Zusammengenommen ein wunderbares, spannendes, detailreiches,informatives Werk. Das mir sehr viel Freude gemacht. Denn man fragte sich immer wieder kann dies wirklich so kommen?
So wie es bisher aussieht wird dies ein Lesehighlight des Jahres 2010 werden, wenn nicht sogar die Nummer 1 auf meiner eigenen Hitliste.

Buchinfo:
Frank Schätzing: Limit
Hardcover 1328 Seiten
Kiepenhauer & Witsch 2009
ISBN-13:978-3462037043

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Christopher Paolini – Eragon Das Vermächtnis der Drachenreiter

Klappentext:
Als Eragon bei der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn dem vermeintlichen Stein entschlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt.

Inhalt:
Nach dem Eragon mit dem Drachenei nach Hause kommt, passieren einige ungewöhnliche Dinge. Sein Onkel kommt bei einem Brand ums Leben. Eragon macht sich mit Bror, den alten Geschichtenerzähler und Saphira, seinem aus dem Ei geschlüpften Drachen, auf die Suche nach den unheimlich Ra’Zac, die er für den Tod seines Onkels verantwortlich macht. Bei seiner Suche, die ihn durch ganz Agläesia führt, lernt er die Kräuterhexe Angela, den Sohn des letzten Drachenreiters Murtagh und geheime Stadt Fathen Dur  und den Herrscher der Varden Ajihad kennen. Dort kommt es dann auch zum Showdown zwischen Eragon, den Zwergen, Elfen und Varden auf der einen Seite und Galbatorix, dem Herrscher von Alagäesia, Ra’Zac und Urgals auf der anderen Seite.

Meine Meinung:
Ein sehr schön geschriebenes Fantasy-Epos, aber leiden mit Längen. Manchmal fand ich es etwas langatmig, vor allem der Mittelteil. Sehr schön fand ich die Karte und auch das Glossar mit der alten Sprache. Insgesamt betrachtet ein guter Erstling, vor allem, wenn man das Alter von fünfzehn Jahren berücksichtigt.

Buchinfo:
Christopher Paolini: Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter Inheritance Trilogy 1: Eragon
Taschenbuch 736 Seiten
cbt 2006
ISBN-13: 978-3570303337

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Mein erstes Rezensionsexemplar…

kam heute mit der Post. Es ist “Thaddeus und der Februar” von Shane Jones und ist im Eichborn-Verlag erschienen. Ich möchte mich noch beim Eichborn-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Klappentext:

Viele hundert Tage schon währt die kalte Herrschaft des Februars: Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt, Papierdrachen dürfen nicht mehr zum Himmel aufsteigen, Kinder verschwinden im Wald, Traurigkeit legt sich über die Stadt wie der Schnee, der endlos fällt, doch die Erinnerung an warme Tage lebt weiter. Die Stadt beschließt, in den Kampf zu ziehen, den Winter zu besiegen, und Thaddeus, der Ballonfahrer soll ihr Anführer sein. Dann stößt Thaddeus in einer Hütte am Stadtrand auf dem Februar selbst: Es ist ein trauriger junger Mann, der eine Geschichte schreibt – die Geschichte der Stadt…

Allein der Klappentext hört sich schon schön an und wenn man dann das Buch aufmacht ist man schon begeistert. Lauter schöne Illustrationen und eine wunderbare Einbandgestaltung. Aber mehr wird erst in der Rezension verraten. :-)

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Lesesüchtig…?

Dieses Stöckchen habe ich bei Sally gefunden und mir einfach mal mitgenommen:

trifft nicht zu
trifft zu

1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon!

2. Deine Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt!

3. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4!

4. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr Sommer Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst!

5. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers!

6. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst!

7. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa!

8. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.

9. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen!

10. Dein Postbote hasst dich!

11. Deine Familie erkennt dich ohne Buch vor dem Gesicht nicht mehr!

12. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen!

13. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber!

14. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren!

15. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!

16. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180!

17. Man nennt dich auch den ‚Schrecken der Flohmärkte’!

18. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.

19. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen!

20. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher!

21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.

22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.

23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.

24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.

25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.

26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.

27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.

28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.

29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.

30. Du dich anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal setzt.

31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.

32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.

33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.

34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.

35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.

36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, (obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.)

37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest

38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.

39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.

40. Deine Umgebung völlig schockiert darauf reagiert, dich ohne Buch anzutreffen.

41. Du dich über ein schlechtes Fernsehprogramm und damit mehr Lesezeit freust.

42. Wenn du das Buch auch aufs Klo mit nimmst und liest

43. Du andauern rufst: “Oh! Eine Buchhandlung!”

44. Du ständig über kreative Möglichkeiten nachsinnst, Deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen

45. Du diverse Listen -incl. Sub – führst bzw. Dateien anlegst, um den Überblick über die Bücher zu behalten

Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig
Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium
Mehr als 30 Treffer: nicht mehr therapierbar.

Okay. 25 Stück. Fortgeschrittenes Stadium. Kann man wohl so sagen, wenn ich da an meinem RuB denke. :-D ;-)

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Alexandra Potter – Ein Mann wie Mr. Darcy


Klappentext:
Emily hat die Nase voll von Männern, die entweder inakzeptabel sind, Angst vor Beziehungen haben oder noch bei Mama wohnen. Dabei will sie doch nur einen netten, gut aussehenden Mann mit Charme und Manieren. Ist da denn so schwer zu finden? Im wahren Leben anscheinend schon. In der Phantasie jedoch hat Emily ihren Traummann längst gefunden: Mr. Darcy aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“.

Inhalt:
Die New Yorkerin Emily ist ein hoffnungsloser Fall was Beziehungen angeht. Immer wieder trifft sie den falschen Mann, keiner ist wie ihr Traummann Mr. Darcy. Emily arbeitet in einer Buchhandlung und ihre Angestellte und Freundin Stella möchte sie über Weihnachten mit nach Mexiko nehmen. Aber da möchte Emily nicht mit und um dies nicht deutlich sagen zu müssen, sagt sie, dass sie schon eine Reise gebucht hat. Und da sie nun Nägel mit Köpfen machen muss, bucht sie eine Literaturreise nach England – genauer eine Jane Austen Literaturreise. Einmal in England angekommen, stellt sie fest, dass nur ältere Damen ihre Begleiterinnen sind und ein unmöglicher Londoner Journalist, der einen Artikel über Mr. Darcy den Romanhelden von Jane Austen schreiben soll und dafür die Damen befragen soll. Dieser Journalist ist Emily direkt unsympathisch und so nimmt die Geschichte a la Stolz und Vorurteil seinen Lauf.

Meinung:
Alexandra Potter hat einen sehr locker, flockigen Roman in Anlehnung an Stolz und Vorurteil geschrieben. Wer vorher nicht das Original gelesen hat, für den birgte dieses Buch viel neues. Den Kennern von Stolz und Vorurteil sind im Zweifelsfalle sehr schnell die Parallelen aufgefallen. Aber Alexandra Potter hat sich etwas einfallen gelassen, sie hat immer wieder Begegnungen von Emily mit der Romanfigur von Jane Austen, Mr. Darcy, eingebunden. Mir hat das Buch trotz der Kenntnis von Stolz und Vorurteil sehr gut gefallen. Man taucht einfach in eine andere Welt ein und vergisst die Zeit um sich herum.

Buchinfo:
Alexandra Potter: Ein Mann wie Mr. Darcy (Me and Mr. Darcy)
Taschenbuch 416 Seiten
Goldmann 2008
ISBN-13: 978-3442465033

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Georgia Bockoven – Ein Haus am Meer

Klappentext:
Seit rund einem Jahrhundert blickt das Strandhaus von der kalifornischen Küste hinaus auf den tosenden Pazifik. Generationen von Menschen haben hier Liebe und Hass, Glück und Schmerz, Geborgenheit und Abschied erlebt. Georgia Bockoven entführt uns in das romantische Haus am Meer und lässt uns teilhaben an den wechselhaften Schicksalen seiner Bewohner.

Inhalt:
Die Erzählung beginnt im Mai und endet im September. Besitzer des Strandhauses  sind Ken und Julia. Als Ken mit 39 Jahren an einem Herzinfarkt verstirbt,  steht Julia mehr oder minder ganz allein da. Vor lauter Kummer um ihre große Liebe Ken hat Julia  jegliche Hoffnungen auf einen erneuten Mann in ihrem Leben weggewischt. Ken war ihr Traummann, und wird es immer bleiben und niemand kann seinen Platz einnehmen!
Im Mai fährt Julia mit gemischten Gefühlen zum ersten Mal allein zum Strandhaus, um es für die weitere Vermietung an alte Freunde und Bekannte vorzubereiten. Dort lernt sie den Ex-Arzt Eric kennen, der nun dabei ist ein Buch zu schreiben. Er ist geschieden und hat 2 Kinder – Susie und Jason, bei ihrer Mutter leben.
Im Juni nach Julias Abreise, kommen die geschiedene Margaret mit ihrem 17jährigen Sohn Chris, und Beverly mit ihrer verwöhnten Tochter Tracy und deren Freundin Janice. Jedes  Jahr versucht Chris von Tracy beachtet zu werden, doch immer umsonst. Aber in diesem Juni ist alles anders!
Im Juli verweilt das Pärchen Joe und Maggie im Strandhaus. Beide sind schon lange miteinander verheiratet und lieben sich noch immer. Die beiden haben vor Jahren, da sie nicht mehr die Energie zum Renovieren hatten,  das Strandhaus an Ken, den sie sehr ins Herz geschlossen hatten, verkauft. Auf die gleiche Weise wie sie Ken mochten, lieben sie auch Julia. Erics Kinder sind im Juli ebenfalls zu Besuch, weil seine Ex-Frau wieder geheiratet hat und nun auf Hochzeitsreise ist. Für Joe und Maggie sind die 2 Kinder eine sehr willkommene Abwechslung, denn Maggie hat Krebs!
Im August besucht Katherine das Strandhaus und lernt dabei ihren Nachbarn Peter Wylie, den besten Freund von Ken sehr viel näher kennen.
Im September schließ sich dann der Kreis. Jeder einzelnen Familie  widerfuhren Schicksalsschläge, die in diesem Sommer auf spannende Art verarbeitet werden und sich mehr oder weniger zum Guten wenden!

Meinung:
Ein ruhiger, spannender Roman, der besonders mit der Geschichte von Joe und Maggie sehr herzergreifend ist. Ich habe ihn sehr gerne gelesen. Und ab und zu eine Träne verdrückt.

Buchinfo:
Georgia Bockoven: Ein Haus am Meer
Taschenbuch 400 Seiten
Weltbild 2007
ISBN-13:978-3898976961

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Minette Walters – Der Schrei des Hahns

Klappentext:
Am 25. April 1925 wird Norman Thorne gehängt. Ohne dass seine Schuld je bewiesen worden wäre.
Die 22-jährige Elsie Cameron ist weder hübsch noch charmant, kaut Fingernägel und hat auch sonst nichts, was Männer anziehen könnte. Im Gegenteil sie ist launisch, Besitz ergreifend und eifersüchtig. Dabei will sie doch nur eines: geliebt werden um jeden Preis. Und zwar von Norman Thorne. Der jüngere und in Liebesangelegenheiten noch unbedarfte Norman gibt Elsies stürmischen Werben allzu schnell und unüberlegt nach – nicht ahnend, worauf er sich einlässt…

Inhalt:
1925 geht ein spektakulärer Mord durch die britische Presse, der als
„Hühnerfarm-Mord“ die Gemüter erregt: Eines Tages entdeckt Scotland Yard die Leiche von Elsie Cameron auf dem Gelände der Hühnerfarm ihres Verlobten Norman Thorntons. Zwar hatten Elsie und Cameron kurz zuvor ein böses Zerwürfnis, doch Norman beteuert seine Unschuld. Zudem häufen sich die Stimmen, die von Elsies schwerer Persönlichkeitsstörung berichten. Dennoch spricht das Gericht ein Todesurteil aus.

Meinung:
Ein sehr spannender Psychothriller der auf einer wahren Begebenheit
beruht.Ich habe den Roman an einem Tag durchgelesen und war schockiert darüber, dass die Polizei nicht genauer den Fall untersucht und sich so schnell mit dem einmal festgenommen Norman zufrieden gegeben haben. Besonders da laut Minette Walters Norman nie gestanden hat, Elsie ermordet zu haben.

Buchinfo:
Minette Walters: Der Schrei des Hahns (Chickenfeed)
Taschenbuch 144 Seiten
Goldmann 2008
ISBN-13: 978-3442466535

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Stieg Larsson – Verblendung

Klappentext:
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zu Tage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

Inhalt:
Henrik Vanger erhält an seinem 82.Geburtstag, wie auch in den dreiundvierzig Jahren zuvor per Post eine gepresste Blüte hinter Glas zugeschickt. Die Blumen sind immer sehr selten und der Poststempel stammt mal aus London, Stockholm oder sonst wo in der Welt. Henrik Vanger vermutet, dass hinter dem Absender der Blumen, der Mörder seiner Lieblingsnichte Harriet steckt, die seit 1958 spurlos verschwunden ist. Da er glaubt, bald sterben zu müssen, beauftragt er den verurteilten Journalisten Mikael Blomkvist mit der Recherche über die Vangersche Familiengeschichte und mit der Aufklärung von Harriets Verschwinden. Mikael, der sich erst einmal aus Stockholm zurückziehen will um seine Zeitung Millenium nicht zu gefährden – da er eine Sensationsstory in den Sand gesetzt hat und wegen Verleumdung verurteilt wurde -, kommt die Sache sehr gelegen. Als Gegenleistung für die Recherche verspricht ihm Vanger Material über den Industriellen Wennerström, um den es in der verunglückten Sensationsstory ging. Je weiter Mikael in der Familiengeschichte nach versteckten Leichen im Keller gräbt, umso unheimlicher wird das ganze. Als Unterstützung wird ihm Lisbeth Salander, eine mit ihrem sozialen Umfeld nichts anfangendes Computergenie, zur Seite gestellt. Sie hat einige private Schwierigkeiten und misstraut auch Blomkvist. Aber zusammen kommen sie auf die Spur eines Serienkillers und was sie entdecken schockiert sie.

Meinung:
Das Buch mag nicht jedermanns Sache sein, einem wird es zu langatmig sein, anderen zu brutal. Jedes Mal stand ich in der Buchhandlung mit dem Buch in der Hand da und habe es dann doch wieder zurückgelegt. Ich war mir nach den vielen Kritiken gut und auch schlechte einfach nicht sicher. Dann hat mir aber eine liebe Büchertrefflerin zu Weihnachten, dieses Buch als Wichtelgeschenk, gemacht. Und es war einfach die beste Wahl, die sie treffen konnte. Mir hat die ganze Erzählweise von Larsson sehr gut gefallen. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge. Zunächst der Prolog mit Vanger, dann die Geschichte um Blomkvist mit der Verurteilung, dann Salander mit ihren Problemen und letztlich auch die gesamte Aufklärung des Falls. Erstaunlich fand ich das die beiden Hauptprotagonisten erst sehr spät aufeinandergetroffen sind und so zwei Handlungsstränge parallel gelaufen sind.
Sehr gut hat mir auch die Verknüpfung von Wirtschaftsangelegenheiten und der Recherche nach Harriet Vanger gefallen. Ich fand diesen Part in keinsterweise langweilig oder langatmig, sondern sehr erhellend.
Besonders Lisbeth Salander ist mir mit der Zeit ans Herz gewachsen. Sie ist schon erstaunlich mit ihren mangelnden sozialen Fähigkeiten und dann der analytischen Denkweise. Ein wahres Genie am Computer, vor der keinste kleinste Dateneinheit sicher ist.
Ein rundrum gelungenes Buch, dass einen, wie auf der Rückseite der Taschenbuchausgabe „ein Thriller mit sehr hohem Suchtfaktor“. Ich bin süchtig geworden nach diesem Buch und freue mich schon auf die beiden anderen Thriller von Larsson „Verdammnis“ und „Vergebung“. Schade, dass es keine weiteren Bücher von dem Autor geben wird, da er schon vor der Erscheinung seiner Bücher einem Herzinfarkt erlag. Die Bücher sind dann posthum erschienen.

Buchinfo:
Stieg Larsson: Verblendung (Man som hatar kvinnor (Millenium I))
Taschenbuch 704 Seiten
Heyne 2007
ISBN-13: 978-3453432451

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Diane Broeckhoven – Einmal Kind, immer Kind

Klappentext:
Ein Dorf in den fünfziger Jahren in Flandern: Fora arbeitet in der Poststelle und hat sich damit abgefunden, von ihrer dominanten Mutter ständig bloßgestellt und gehänselt zu werden. Als sie jedoch plötzlich stirbt, sucht Flora Trost beim Handwerker Mon – und wird schwanger. Die Tochter des Paares ist ein stilles, etwas sonderbares Kind, das seinen Weg auf ganz eigene Weise gehen wird.

Inhalt:
Roza, die Tochter von Mon und Flora, wächst sehr behütet auf, denn sie ist ein geistig nicht so weit entwickelt, wie andere Kinder in ihrem Alter. Erst mit den Jahren und mit Hilfe ihrer Stiefschwester Wiesje und der Mutter Oberin wird sie selbständiger und geht ihren Weg.

Meinung:
Diane Broeckhoven zeigt durch ihre sanfte Schreibweise sehr gut das Mutter-Tochter-Verhältnis auf, zum einen zwischen Jeanne und Flora und dann auch zwischen Flora und Roza. Während Jeanne Flora unterdrückt, versucht Flora alles unangenehme von Roza fernzuhalten. Flora entwickelt nach dem Tod der Mutter eine eigene Persönlichkeit und wird zunehmend bestimmender und fordernder sowohl gegenüber ihren Mann Mon als auch gegenüber ihrer Tochter Roza. Mon wird von Broeckhoven als einen arbeitsamen Mann dargestellt, mir kommt es dabei so vor, als ob er Flora wenig gegenzusetzen hat.  Roza stellt sie als zurückgeblieben da, die in ihrer eigenen Welt lebt und am liebsten alles zu Konfetti macht. Man begleitet Flora und ihre Familie durch das ganze Leben von Jeannes Tod bis zu Mons Einzug ins Altersheim.

Buchinfo:
Diane Broeckhoven: Einmal Kind, immer Kind (Eens kind, altijd kind)
Taschenbuch 176 Seiten
Rowohlt 2007
ISBN-13:978-3499243578

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David Safier – Mieses Karma

Klappentext:
Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den Deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird.
Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärtsgeht!

Inhalt:
Kim Lange, Gewinnerin des Deutschen Fernsehpreises, stirbt durch das Waschbecken einer russischen Raumstation. Anstatt wie erwartet in den Himmel zu kommen, wurde sie als Ameise wiedergeboren und dies weil sie in ihrem Leben viele Menschen verletzt hat, denn sie ist für ihre Karriere über Leichen gegangen: Hat ihren Ehemann betrogen, ihre Tochter enttäuscht, eine Kollegin um ihre Fernsehsendung gebracht und ihre Assistentinnen mies behandelt. Um in der Reinkarnationsleiter auf zusteigen muss sie viele gute Taten vollbringen, wie aber macht man dies als Ameise? Denn sie will ihren Mann zurück, der sich nach ihren Tod, in ihre ehemals beste Freundin verliebt hat.

Meinung:
Das Buch ist sehr witzig geschrieben und sehr unterhaltsam. Man fiebert mit, ob Kim als Mensch wiedergeboren wird oder nicht, und was sie noch alles erleben wird. Besonders amüsiert haben mich die Anmerkungen von Casanova, den Kim auf ihren Weg immer wieder begegnet.

Buchinfo:
David Safier: Mieses Karma
Taschenbuch 288 Seiten
Rowohlt 2008
ISBN-13: 978-3499244551

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